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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories

Mister Red Carpet

Leben auf den roten Teppichen dieser Welt

Leonardo DiCaprio, Madonna, George Clooney, Kylie Minogue, Robert De Niro, Heidi Klum, Robbie Williams, Sting, Hannelore Elsner, Iris Berben… die Liste der internationalen Stars, die vor Omids Linse posiert haben, ist lang. Deshalb freue ich mich sehr, dass mir Omid (Foto im gelben Pulli) heute in der Bar des Kempinski Hotels am Kudamm ein Interview gibt.

Diese Location ist bewusst gewählt, schließlich geben sich dort seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts die Großen aus Showbusiness, Kunst und Kultur ein Stelldichein. Können Sie sich noch an Harald Juhnke erinnern? Er war Stammgast in der Bristol Bar. Romy Schneider hat dort ihren Martini geschüttelt getrunken, der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hat sich im Bristol vom stressigen Alltag erholt. Deshalb kann ich mir keinen besseren Ort vorstellen für dieses interessante Gespräch.

EMP: Omid, du triffst dich sehr oft mit den Prominenten dieser Welt. Gibt es Damen und Herren, mit denen du weniger gern arbeitest und Promis, mit denen es total Spaß macht?

OA: Ja, es gibt immer Menschen, mit denen die Chemie mehr stimmt als mit den anderen. Ich würde gerne mit Iris Berben oder Martina Gedeck zusammen arbeiten. Auch Veronika Ferres und Hannelore Elsner sind sehr locker vor der Kamera, was es für einen Foto grafen einfach macht und eine vertrauensvolle Atmosphäre schafft.

EMP: Gibt es Highlights, die du auf dem roten Teppich erlebst?

OA: Ja, die gibt es sicher. Wunderbar ist es, wenn ich in meiner Eigenschaft als Hausfotograf arbeite. Das bedeutet, dass ich von einem Eventveranstalter exklusiv gebucht werde. Dann habe ich Freiheiten, die mir erlauben, mich zu entfalten. Ich war der einzige Fotograf aus Deutschland bei der Guess Marciano Fashion Show in Zürich. Das ist schon was Besonderes. Wenn dann Promis vom roten Teppich aus auf mich zeigen und rufen: „Hi Omid, wie geht´s? Mach` du ein Foto von mir!“ dann freut mich das sehr.

EMP: Ist die Arbeit auf dem roten Teppich stressig?

OA: Ja, das ist Schwerstarbeit. Es ist eine Mischung aus Durchsetzungsvermögen, Flexibilität und Charme. Der Kampf um das beste Bild ist unheimlich stressig. Da braucht es ein sehr dickes Fell!

EMP: Wo wirst du heute Abend hinter der Linse stehen?

OA: Ich werde die ganze Woche auf der Fashion Week vertreten sein.

EMP: Danke für diesen kleinen Blick hinter die Kulissen der roten Teppiche und noch viele tolle Fotos.

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Eva-Maria-Popp Ratgeber

Veronika, der Lenz ist da!

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde des Magazins Wohlfühlen im Alter,

haben Sie jetzt auch diesen wunderschönen alten Schlager im Ohr? Der Frühling befreit uns von einem langen Winter mit Eis und Schnee. Die Lebensfreude und Vitalität kehrt zurück und das eine oder andere Zipperlein in den Knochen weicht endlich der sanften Frühjahrsluft, die wie ein Jungbrunnen wirkt. Das fördert die Reiselust. Deshalb entführt Sie unser WIA Team in der vorliegenden Frühlingsausgabe in das schöne Ägypten, das gerade für Senioren ein wunderbares Reiseland darstellt. Wir nehmen Sie mit auf eine Nil-Kreuzfahrt. Sie werden begeistert sein.

Mit unserem Portrait über den Starfotografen Omid Abid erhalten Sie einen Einblick, wie es auf dem roten Teppich zugeht, über den die Stars und Sternchen so gerne schreiten. Omid kennt „seine“ Stars wie seine Westentasche, schließlich hat er sie beim Blick durch seine Linse ständig vor Augen. Mit ihm schreiten auch Sie über den roten Teppich.

Außerdem waren wir für Sie auf der Leipziger Buchmesse und haben uns dort nach interessanten Werken umgesehen.

Natürlich kommt auch die Kunst und Kultur nicht zu kurz. Ich habe einen Platz für Sie im Gärtnerplatztheater in München reserviert. Sie sind zusammen mit mir eingeladen, bei der feierlichen Wiedereröffnung des ehrwürdigen Hauses und werden Ihre Freude damit haben.

Zurück aus München erleben Sie einen Tag lang die Arbeit eines Nonna Anna® Betreuers. Das führt Sie ein in das Thema der Montessoripädagogik für Senioren, die wiederum die Basis für die Betreuungsarbeit von Nonna Anna® ist.

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen

Ihre Eva-Maria Popp

Chefredakteurin

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Eva-Maria-Popp Freizeit Städte & Kultur

Erlebnis Kreuzfahrt

Kunst, Kultur, Kulinarik und Entspannung

Eine Kreuzfahrt mit den drei berühmten Queens der Cunard Line ist ein Erlebnis der besonderen Art. Auf dieser Reise bin ich mit Queen Victoria unterwegs nach Norwegen und Island. Mein Mann und ich sind seit Jahren passioniere Seefahrer, weil wir an Bord von Cunardschiffen unseren Hobbies frönen können. Die Queens stechen grundsätzlich von Hamburg aus in See. Das ist für mich sehr praktisch, weil ich mich noch kurz vor der Abreise mit meiner Kundin Nadja Abd el Farrag treffe, um wichtige Termine abzusprechen und zu planen. Danach bin ich bereit für das Abenteuer Kreuzfahrt.

Der Tag beginnt jeweils mit einem üppigen Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Obst, leicht gedämpft oder zum Obstsalat geschnitten, Birchermüsli oder Porridge, Eier in jeder Facon, Toast und verschiedenste Brotsorten, Wurst, Käse, Fisch, Lachs, Krabben … ein guter Start in einen erlebnisreichen Tag. An Seetagen nehmen wir jedes Mal an dem hervorragenden Lektorenprogramm teil, das immer interessante Themen bereithält. Danach ist Walken angesagt. Der Bordwalk ist lang und in der rauen Seeluft sehr gesund. Das Mittagessen fällt in unserem Fall „bescheiden“ aus, weil wir dafür die Teatime am Nachmittag genießen. Very british und in unvergleichlicher Eleganz, serviert das bestens geschulte Personal Tee, Scones, Sweets und Sandwiches. Umrahmt von klassischer Musik ist die Teatime an Bord eines Cunardschiffes für mich jeden Tag ein Highlight. Danach ist es schon Zeit, sich zum Dinner fein zu machen. Die Küche an Bord hat Sterneniveau und ist jeden Abend ein Event.

Petra Polk, Eva-Maria Popp, Nadja Abd el Farrag

Danach genießen mein Mann und ich eine der großartigen Shows, die vom Feinsten sind. Mit der Theaterdirektorin Sally Sagoe habe ich ein interessantes Gespräch geführt. Sie hat mir verraten, dass die Künstler für die Shows fast ausnahmslos vom Londoner Westend stammen. Sie bleiben ein halbes Jahr an Bord und wechseln danach auf das nächste Cunardschiff. Sally war vor ihrer Karriere als Unterhaltungsdirektorin bei Cunard eine bekannte Schauspielerin in London. Sie hat lange Zeit eine Hauptrolle in einer bekannten Fernsehserie gespielt und ist für viele Jahre selbst am Westend aufgetreten. Sogar Queen Elisabeth hat sie zu einer Audienz empfangen. Sally bestätigt mir in unserem Gespräch, dass das Royal Cunard Orchester mit Spitzenmusikern besetzt ist. Ja, das hört man. Nach der Show schwingen mein Mann und ich das Tanzbein im Queensroom. Zu den Klängen der Big Band tanzen wir jeden Abend und haben damit einen Teil der üppigen Kalorienorgien dieser Reise wieder kompensiert. Eine Besonderheit bei Cunard sind die Gentleman Dancers, die weiblich wie männlich, Einzelreisende Gäste zum Tanzen auffordern. Ich finde das Klasse. Entsprechend ausgelassen ist die Stimmung.

Auf das Tanzen verzichten wir keinen Abend. Sogar nach anstrengenden Landausflügen schwingen wir das Tanzbein. Das Vergnügen zu einer Big Band zu tanzen ist einfach zu verlockend. Ausruhen können wir uns tagsüber, wenn der nächste Seetag ansteht. Ich kann meinen Leserinnen und Lesern eine Kreuzfahrt mit einer Queen nur empfehlen. Vor allem für Senioren ist diese Art zu reisen sehr passend.

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Eva-Maria-Popp Freizeit Interviews & Stories

NONNA ANNA BEIM IRONMAN ITALY

Herausforderungen bewältigen

“You are an Ironman, Max.” So schallte es am 21. September um 23.45 Uhr aus den Lautsprechern am Zieleinlauf beim Ironman Italy. Wir, das Forza Max NonnaAnna Unterstützerteam konnten es kaum glauben und waren vollkommen aus dem Häuschen.

UNSER MAX hat es geschafft. Vier Kilometer Schwimmen im offenen Meer, 180 Kilometer Fahrradfahren in der Hitze Italiens und 42 km Laufen. Das war das strenge Programm, das er zu bewältigen hatte.

Max ist das rechnende Gehirn bei NonnaAnna. Er zeichnet verantwortlich für die Kalkulationen, wenn NonnaAnna ein neues Produkt oder neue Dienstleistungen einführt. Den Ironman hat er für all die Senioren und Menschen mit Handicap bestritten, die jeden Tag ihren persönlichen Ironman bewältigen. Senioren und Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen haben jeden Tag mit den größten Herausforderungen zu kämpfen. Max wollte ein Zeichen setzten und will allen Menschen mit Handicap sagen: „Leute, ihr schafft das. Holt euch Hilfe und Unterstützung! Ich habe es gerade erlebt, wie es ist, wenn man Menschen um sich hat, die einem Mut machen und motivieren. Es hat mir unheimlich gut getan, als ich mein NonnaAnna Forza Max Team am Straßenrand gesehen habe. Zweimal war ich knapp davor aufzugeben. Als ich mein Team wahrgenommen habe, hatte ich wieder die Kraft zum Weitermachen.“

Danke Max, für diese aufmunternden Worte. Ja, gemeinsam sind wir stark. Wir, von NonnaAnna geben Hilfe zur Selbsthilfe. Wir unterstützen Menschen mit Demenz sehr individuell und genau dann, wenn sie uns brauchen. Wir machen all das, was Sie schon lange wieder einmal tun wollten.

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories Körper, Geist & Seele

SPORT IST SEIN LEBEN

Markus Ertelt ist der schwäbische Popeye

Dass Muskeln nicht alles sind, davon ist Schauspieler Markus Ertelt (bekannt aus u. a. Tatort, WaPa Bodensee und Heldt) überzeugt.

Auch am Spinat á la Popeye kann es nicht liegen, obwohl der 39-Jährige als Extremsportler auf seine Ernährung achtet. Seine wichtigsten Komponenten sind Kraft, Mut und Ausdauer. So wurde auch die indische Filmlandschaft auf den sympathischen Zwillingspapa aufmerksam: Markus Ertelt stand 2016 in den größten Filmstudios der Welt als Bösewicht des Bollywood-Actionfilms „Shivaay“ vor der Kamera. Wie es aussieht, wenn sich der gebürtige Stuttgarter mit körperlicher und mentaler Stärke sportlichen Herausforderungen stellt, hat jüngst die TV-Actionshow „Showdown – Die Wüsten- Challenge“ gezeigt. Denn Markus Ertelt trat in der Sierra Nevada in Spanien in K.O.-Duellen gegen knallharte Athleten an – und hat gewonnen!

Showdown ist die wohl härteste TV-Sendung. Wie fühlt man sich als starker Sieger?

Markus Ertelt: Das fühlt sich natürlich gut an. Die Ausstrahlung der Finalsendung habe ich mit weiteren Showdown-Kandidaten, meiner Familie und meinen Freunden beim Screening verfolgt – auf einer Großleinwand authentisch in einem Fitnessstudio in Stuttgart. Und natürlich den Sieg ordentlich gefeiert. Endlich darf ich es allen erzählen. Mir ist es wirklich schwer gefallen, niemandem etwas zu verraten.

V.l.: Andre De Oliveira, David B‰r, Anthony Yeboah, Rodi Al Bakri, Philipp Plˆger, Dardan Morina, Markus Ertelt, Lukas Strorath

Wie haben Sie sich auf die Show vorbereitet?

Ich habe mein Sportprogramm umgestellt und sehr intensiv mit meinem Coach Julian Korbel trainiert. Insgesamt zwölf Wochen, unterteilt in 7 bis 10 Einheiten die Woche mit 10 bis 15 Stunden – gefüllt mit funktionellem Training, Laufen, Krafttraining und Ringen.

Als Muskelpaket wie Popeye sind Sie bestimmt oft im Fitnessstudio?

Am Spinat liegt es nicht. Ich trainiere so gut wie jeden Tag. Allerdings nicht nur im Studio, sondern auch draußen in der Natur. Während andere beispielsweise beim Laufen den Kopf frei kriegen, nutze ich die Zeit auch,
um mich auf Castings und neue Rollen vorzubereiten oder Texte zu lernen.

Sehen Sie sich denn als Sportler oder als Schauspieler?

Ich bin in erster Linie Schauspieler. Der Idealfall ist für mich natürlich, wenn ich beides kombinieren kann. Ich muss mir nichts antrainieren für actiongeladene Rollen, sondern bringe das von Haus aus mit. Im letzten Jahr durfte ich in Indien als russischer Schurke die Hauptrolle im Bollywood-Actionfilm „Shivaay“ übernehmen. Das war nicht nur ein großer Spaß, das war eine Erfahrung fürs Leben.

Woher kommt diese sportliche Leidenschaft?

Alles fing eigentlich in meiner Jugend mit Leichtathletik an, ich wollte mit meinen beiden älteren Brüdern mithalten. Mit 15 ging es mit Taekwondo und Kickboxen weiter. 2002 kam mit dem „Extreme Man“ mein erster Hindernislauf. Er gilt als Vorläufer der „StrongmanRun“-Läufe. Dieses Jahr werde ich 40 und gehöre noch immer zu den besten Hindernisläufern Deutschlands, darauf bin ich stolz und das soll auch noch eine Weile so bleiben. Auch die Teilnahme am „World´s Toughest Mudder“ Extremhindernislauf in der Wüste von Nevada war ein unglaubliches Erlebnis und brachte uns den Teamweltmeister-Titel ein.

Den Körper kann man trainieren, aber woher nimmt man die mentale Kraft?

Die Power gibt mir meine Frau Nuray zusammen mit meinen Zwillingen Elin und Mina. Es gibt viele schöne Flecken auf dieser Welt, aber nach Dreharbeiten oder Sportveranstaltung nach Hause zu kommen, ist einfach nicht zu toppen. Dabei hab ich tatsächlich die Geburt meiner beiden Mädels vor zwei Jahren verpasst. Sie kamen vier Wochen zu früh auf die Welt, als ich noch beim „World’s Toughest Mudder“ in den USA war. Dafür sorge ich jetzt umso mehr für die gemeinsame Zeit und integriere mein Trainingsprogramm in ihren Tagesablauf.

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories

Der Mensch hinter dem Minister

Gesundheitsminister Jens Spahn im Portrait

Mit meinem Besuch der Bad Füssinger Gespräche habe ich für Sie, liebe Leserinnen und Leser, ein besonderes Schmankerl parat. Während der Veranstaltung, die auf Einladung der Johannesbad Gruppe stattgefunden hatte, konnte ich unseren Gesundheitsminister Jens Spahn persönlich kennenlernen.

Ich konnte ihn als Redner erleben, als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion und vor allem als Mensch. Alle drei Varianten waren für mich sehr aufschlussreich und ich habe wieder einmal am eigenen Leib erlebt, wie unterschiedlich man einen Menschen wahrnimmt, wenn man eine Rede oder ein Statement kurz im Fernsehen als Ausschnitt vorgesetzt bekommt oder, wie in meinem Fall, über längere Zeit den gesamten Ausführungen lauschen kann. Für uns Seniorinnen und Senioren ist der Gesundheitsminister eine wichtige Person, gehören wir doch zu der Bevölkerungsgruppe, die unser Gesundheitssystem am meisten in Anspruch nimmt. Vor allem in Sachen Pflege gibt es einiges zu tun. Da war es schon sehr sinnvoll, direkt aus erster Hand zu erfahren, wie ernst der Gesundheitsminister die Senioren nimmt und wie er agiert.

DER GESUNDHEITSMINISTER ALS REDNER

Der Gesundheitsminister hat sich mit seiner Vita vorgestellt. Er sei Politologe und lege Wert auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise.

Diese Aussage kann ich gut unterstützen und sie ist meines Erachtens sehr wichtig. Wer weitgehende Entscheidungen vorbereiten und treffen muss, braucht die Fähigkeit des ganzheitlichen Denkens. In den Ausführungen seiner Rede hat er diese Fähigkeit unter Beweis gestellt. Mein Eindruck ist, dass Jens Spahn durch sein Studium der Politologie sehr auf das ganzheitliche Erfassen von großen Zusammenhängen geprägt wurde. Das ist eine große Gabe. Mich beruhigt es, diese Tatsache zu erkennen.

Sehr ausführlich hat er in seiner Rede erklärt, wie schwer es ihm persönlich falle, mit den ständigen Falschzitaten umzugehen, die er von sich tagtäglich in der Presse liest und hört. Er hätte selten die Gelegenheit, seine Gedanken im vollen Umfang an die Menschen im Lande zu kommunizieren. Das sei sehr schade, um nicht zu sagen gefährlich, weil durch die Verkürzung schlicht und ergreifend falsche Aussagen kommuniziert würden.

DER GESUNDHEITSMINISTER ALS DISKUSSIONSTEILNEHMER

Im Anschluss an die Keynote von Jens Spahn hatte Gastgeber Dr.  Zwick zu einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Bert Rürup, der als Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Wirtschaftsweiser in Deutschland durch seine Rentenreform bekannt wurde, eingeladen. Führungskräfte aus Krankenkassen und einschlägigen Verbänden teilten mit Jens Spahn das Podium. In dieser Rolle habe ich Jens Spahn als sehr souverän erlebt, obwohl er häufig sehr unsachlich angeschossen wurde, vor allem von Bert Rürup. Seine Ausführungen blieben trotzdem sachlich, kurz und knackig in Ton und Inhalt. Auch in dieser Rolle hat Jens Spahn mich überzeugt.

DER GESUNDHEITSMINISTER ALS MENSCH

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung hatte ich die Möglichkeit mit dem Minister persönlich zu sprechen und mich auszutauschen.

Dabei durfte ich erfahren, dass für Jens Spahn seine Oma der wichtigste Mensch in seinem Leben ist. Sie habe ihn sehr geprägt, lauteten seine lobenden Worte über seine Großmutter. Von ihr habe er sehr viel gelernt – Bescheidenheit, Tatkraft und die Lebensfreude.

Diese Worte haben mich sehr berührt und mich überzeugt, dass Jens Spahn ein integrer Mensch ist, der seine Sache ernst nimmt und ein Herz für die Senioren hat.

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories Körper, Geist & Seele Starke Frauen & Starke Männer

EIN MANN WIE EIN BERG

Im Gespräch mit Schauspieler Ralf Moeller

Hollywoodstar Ralf Moeller wurde 1959 in Recklinghausen geboren. In seiner Jugend waren Schwimmen und Boxen seine bevorzugten Sportarten. In den 70er Jahren kam die damals noch neue und teilweise belächelte Sportart Bodybuilding dazu. Dies wurde seine große sportliche Leidenschaft, wobei in den Anfangsjahren das Wort „Leiden“ sicher auch Programm war. Doch die Anstrengungen wurden 1984 mit der Deutschen Meisterschaft und 1986 mit dem Titel „Mr. Universum“ belohnt. Wie schon bei seinem Freund Arnold Schwarzenegger war dies das Sprungbrett in die Schauspielerei. Ob im Kino oder im Fernsehen, Ralf Moeller ist nicht zu übersehen und das nicht nur wegen seiner Größe von 1,96 m. Er hat es geschafft und spielt in der Riege der ganz Großen wie Oscar-Preisträger Russel Crowe, Dwayne „the Rock“ Johnson oder Jürgen Prochnow. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, Ralf Moeller in München kennen zu lernen und ihm einige Fragen stellen zu dürfen.

WIA: In welcher Sprache sprechen Sie mit Arnie, wenn Sie sich treffen? (beide Muttersprache deutsch)

RALF MOELLER: Wenn wir alleine sind in Deutsch. Aber meist ist noch jemand anderes dabei und dann wechselt man ganz schnell ins Englische.

WIA: Lassen Sie uns an Ihrem Leben in Hollywood teilhaben und erzählen Sie uns ein besonderes Erlebnis! Was sind Ihre nächsten Projekte?

RALF MOELLER: Als der Anruf kam mit der Zusage zum Film „Gladiator“, das war schon etwas ganz besonderes. Zurzeit bin ich wieder in Deutschland um meinen neuen Film „Klassentreffen“ mit Freund Til Schweiger zu promoten. Außerdem sind wir gerade dabei, den Kinofilm „Der letzte Bulle“ abzuschließen. Sie kennen sicher die Serie von Sat1 mit Hauptdarsteller Henning Baum. Daraus wurde jetzt ein Film gemacht, der im November 2019 in den Kinos anläuft.

WIA: In den letzten Jahren haben Sie sich auch sehr stark sozial engagiert. Bitte erzählen Sie unseren Lesern etwas über Ihre Projekte „Starke Typen“

RALF MOELLER: Auch deswegen bin ich wieder verstärkt in Deutschland, z. B. im letzten November in Salzgitter, wo ich lernschwache Schüler und solche mit Migrations hintergrund mit Unternehmern vernetzt habe, und diese Schüler dadurch die Möglichkeit zu einem Praktikum erhalten oder vielleicht sogar eine Lehrstelle angeboten bekommen. Auch ist mir der Kontakt zwischen den Generationen wichtig. Jugendliche und Senioren können so viel von einander lernen.

Die Schüler können den Senioren den Umgang mit der neusten Technik, wie Laptop und WhatsApp beibringen, ihnen die Angst davor nehmen und wenn ein Senior dann mit seinem weit entfernt lebenden Enkel skypt, dann haben alle etwas davon. Senioren können wiederum ihre Lebenserfahrung mit den Jugendlichen teilen und ihnen in schwierigen Situationen helfen.

Für sein Engagement bei „STARKE TYPEN“ wurde Ralf Moeller von Kinderlachen mit dem Kind-Award ausgezeichnet.

Auch die Unterstützung unserer Bundeswehrsoldaten und -soldatinnen im Ausland ist mir sehr wichtig. Deshalb habe ich persönlich eine Auswahl an Fitnessgeräten im Wert von 30.000 Euro nach Afghanistan gebracht, um den tristen Alltag der Truppe etwas zu bereichern.

WIA: Die Gesundheit ist für uns alle ein wichtiges Gut. Das gilt für Sie als Schauspieler genauso, wenn nicht noch mehr. Haben Sie ein paar Tipps für unsere Leser?

RALF MOELLER: ERNÄHRUNG: Mit der Ernährung steht und fällt alles. Ich sage immer, 80% des persönlichen Wohlbefindens hängen von der Ernährung ab. Ernähren wir uns falsch, mit zuviel „bösem“ Zucker und Fett, kann unser Körper, auch wenn er es geistig noch könnte, nicht schaffen. Das gilt auch, oder besonders im Alter. Ich persönlich bin fast vollständig vom „roten Fleisch“ abgekommen. Seit einem Jahr ernähre ich mich fast ausschließlich vegan und fühle mich gesünder
und fitter. SPORT: Jeder so viel wie er kann und wenn möglich etwas mehr, um den „inneren Schweinehund“ nicht gewinnen zu lassen. Vor allem für Senioren ist Bewegung so wichtig – Wer rastet der rostet – und das stimmt! Aber achten Sie darauf, was der Körper noch als Wohlfühlen empfindet! Überanstrengung ist genau so falsch, wie gar keine Bewegung. Wandern, Schwimmen, Radfahren, kleine morgendliche Gymnastik sind für Senioren sehr zu empfehlen. Am Besten spricht man sich auch mit seinem Arzt ab oder geht in ein Fitnessstudio, das spezielle Seniorenangebote und Geräte anbietet.

WIA: Ich habe Sie auf der PIXX auch als großen Genießer kennen gelernt. Was sind Ihre großen und kleinen Laster/Genüsse?

RALF MOELLER: Einer guten Zigarre kann ich nur sehr schwer widerstehen. Sie ist für mich auch der Inbegriff von guter Gesellschaft und Zeit. Denn nur dann kann man eine Zigarre mit einem guten Rotwein auch richtig genießen. Das Leben zu genießen ist so wichtig und erhöht die Lebensqualität. Lieber mache ich danach ein paar Sit-ups mehr als „Buße“, als darauf zu verzichten.

WIA: „Alt werden ist nichts für Feiglinge“ hat Joachim Fuchsberger einmal gesagt. Wie gehen Sie damit um und welche Tipps haben Sie für unsere Leser?

RALF MOELLER: Wir können das Altern nicht aufhalten, wir können uns ihm nur stellen. Aber wir können ihm entgegenwirken! Mit gesunder Ernährung, ausreichend Sport und vor allem positiver Einstellung. Ich bin mittlerweile 60, habe aber immer noch die Einstellung und Energie wie früher. Dafür muss Mann/Frau aber auch etwas tun. Lassen Sie sich nicht hängen, auch wenn es hier und da einmal „zwickt“.

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Beauty & Mode Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories Starke Frauen & Starke Männer

Eine Schönheitskönigin stellt sich vor!

Eva-Maria Popp im Gespräch mit Dina Wacker, Miss Plus Size Germany

„Wohlfühlen ist eine Sache der
inneren Einstellung“


Das ist die Kernbotschaft, die mir Dina Wacker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit auf den Weg gibt. Sie weiß, wovon sie spricht, denn Dina Wacker wurde weder mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, noch als Barbie. Sie kennt alle Schattenseiten, die ein Leben mit sich bringt, wenn man nicht den gängigen Vorstellungen der werbegeprägten Ideale der Plakatwände und Covertitel entspricht.

„Mein Selbstbewusstsein lag am Boden“, berichtet Dina Wacker.

„Der Laufsteg und das Modeln waren immer ein Traum von mir. Doch wie sollte ich diesen Traum schaffen? Ich war nie ein Hungerhaken. Ich werde nie ein Hungerhaken sein und ich will nie wie ein Hungerhaken durch das Leben laufen. Warum? Weil mein Körper nicht dafür geschaffen ist und ich andere Qualitäten besitze.“ Ja, das kann ich bestätigen. Vor mir sitzt eine wunderschöne Frau, die voller Lebensfreude ist und deren Energie auf mich überspringt.

Dina Wacker und ich treffen uns zu diesem Interview im mondänen Casino von Baden-Baden, am Rande einer tollen Veranstaltung – der PIXX-Lounge von Axel Kahn. Beim Bruder von Fußballtitan Oliver Kahn geben sich in seiner PIXX Lounge die großen Namen ein Stelldichein. Unternehmer, Schauspieler, Sänger, Models, Autoren, Moderatoren und viele, viele VIPs treffen sich zum Netzwerken und zu einem Austausch auf Augenhöhe.

Auch Dina Wacker gehört zu diesen VIPs, very important people, zu deutsch – sehr wichtige Personen. Es ist mir eine Ehre, dass Dina für unsere „WIA-Wohlfühlen im Alter“ Rede und Antwort steht und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, erzählt, was es mit dem Wohlfühlen auf sich hat.

Meine wichtigste Frage an Dina Wacker lautet natürlich, wie sie auf die Idee kam, sich zum Schönheitswettbewerb Miss Curvy anzumelden? Lesen Sie selbst, wie Dinas Antwort lautet:

„Nach einem Fotoshooting, das zur damaligen Zeit mein geknicktes Selbstbewusstsein aufbauen sollte, entschloss ich mich nach einiger Überredungskunst meiner Familie, mich zur Wahl online zu bewerben. Da das Modeln schon immer ein Traum von mir war, aber meine Rundungen und Kurven mich daran gehindert haben, traute ich mich bis 2015 nicht, meinen Traum zu leben.

Es bedarf harter Arbeit, das eigene Selbstbewusstsein zu steigern. Aber ich habe es geschafft. Ich war schon immer Curvy, nur ich wusste es lange Zeit nicht zu schätzen, dass Curvy auch sehr schön und attraktiv sein kann. Mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, meine – teils auch schmerzlichen Erfahrungen mit anderen zu teilen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Mein Titel – Miss Plus Size Germany – erfüllt mich mit Stolz, da ich die Einzige in Deutschland bin, die den Titel tragen darf.

Um mich fit zu halten, treibe ich Sport, bin sehr viel an der frischen Luft und mein Schönheitsrezept lautet: Konfektionsgröße sagt nichts über die Schönheit eines Menschen aus. Sei glücklich und genieße jeden Augenblick!
Wohlfühlen und Schönheit hängen eng zusammen. Wer sich in seiner Haut wohlfühlt, ist schön.

Ein Mensch, der mit sich zufrieden ist, strahlt von Innen. Das sieht man sehr deutlich an seinem Äußeren“.

Danke an Dina Wacker für diese deutlichen Worte, die für uns alle sehr wichtig sind. Wie oft zweifeln wir an uns, weil wir uns messen mit der vermeintlichen und entseelten Perfektion, die uns von den Werbeplakaten einer Schönheitsindustrie entgegenstrahlt.

Vor allem wenn man in die Jahre kommt ist es wichtig, sich in seiner Haut wohlzufühlen und eine andere Einstellung zur eigenen Vorstellung von Schönheit zu entwickeln.

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories Starke Frauen & Starke Männer

VON FRAU ZU FRAU

Ein Portrait von Nina Ruge

„ALLES WIRD GUT“

Dieser Satz hat sich eingebrannt in die Köpfe ihrer Zuschauer und Fans – eine einfache Botschaft mit großer Wirkung. Auf den Tag genau, exakt zehn Jahre lang, hat Nina Ruge das Programm des ZDF mit ihrer legendären Sendung „Leute heute“ bereichert. Ein interessantes Format, mit dem sie die Fernsehlandschaft nachhaltig geprägt hat. Doch auch in vielen anderen Sendungen hat Nina Ruge wichtigen gesellschaftspolitischen Forderungen eine Stimme gegeben und Mauer blümchenthemen aus der Ecke des Tabus ins Rampenlicht geholt.  

Bunte Magazin, Nina Ruge, Stephan Pick, 2009


Ihre Kolumnen und Bücher runden ihr nachhaltiges Wirken ab, mit dem sie sich mit großer Leidenschaft einsetzt für Projekte, die ihr wichtig und eine Herzensangelegenheit sind. Als UNICEF Botschafterin übernimmt sie die wichtige Aufgabe, auf das Schicksal der Armen und Ärmsten aufmerksam zu machen, damit diese nicht  vergessen werden.

Neben ihrer Arbeit bei UNICEF unterstützt sie viele gemeinnützige und segensreiche Projekte, die sich für Frauen, Kinder, die Klimaeffizienz und ihrem Lieblingsthema, den Hunden, einsetzen. Ein weiteres Projekt, das ihr sehr am Herzen liegt, ist der Tierschutz.

Ich treffe mich für dieses Portrait mit Nina Ruge im
Foyer eines Münchner Hotels. Sie kommt in Begleitung ihrer beiden Hunde und mir gefällt die gelassene, souveräne und selbstverständliche Art und Weise, wie Nina Ruge ihre Thesen vertritt und einen großen Bogen spannt zwischen ihren Herzensthemen, die zwar sehr unterschiedlich sind, doch immer als Prämisse eine positive Lebenseinstellung beinhalten. Es sind wichtige Lebensweisheiten, mit denen sie die Menschen einen wichtigen Schritt voranbringt, die ihre Bücher und Kolumnen lesen, oder auch ihre Vorträge und Moderationen hören, mit denen sie Kongresse und große Veranstaltungen bereichert.

Mein Herz hat sie erobert mit wundervollen Zitaten, die mich sehr zum Nachdenken anregen und noch Stunden nach unserem Gespräch nachklingen.


Wie schön für mich, eine Frau zu treffen, die mit Fug und Recht ein wichtiges Role Model in unserer Gesellschaft darstellt. Für die Frauen in unserem Land hat sie gezeigt, dass es möglich ist, den eigenen Weg zu gehen und erfolgreich zu sein, wenn Frau das wirklich will. Schließlich ist Nina Ruge der Weg von der Lehrerin zur Journalistin, gefragten Fernsehmoderatorin und Autorin gelungen.


Für die älteren Frauen zeigt sie, dass das Leben jenseits der 60 mehr als lebenswert ist. Deshalb wird ihr neues Buch, an dem sie gerade schreibt, einen bezeichnenden Titel haben: „Die Freiheit der Jahre – die Chancen des Alters“.


Als UNICEF Botschafterin und Schirmfrau mehrerer wichtiger Vereinigungen zeigt sie auf, dass es zum erfolgreichen Leben eines Menschen einfach dazu gehört, sich für die Gesellschaft einzusetzen.
Und last but not least demonstriert sie durch ihr großes Interesse am Thema Energieeffizienz, dass es modernen und verantwortungsvollen Menschen gut ansteht, sich mit innovativen Technologien zu beschäftigen, zum Wohle unserer Mutter Erde.


Liebe Nina Ruge, vielen herzlichen Dank für den tiefen Einblick in ihre Denk- und Gefühlswelt. Meine LeserInnen werden begeistert sein und sicherlich den einen oder anderen Impuls überdenken und ihre ganz persönlichen Schlüsse daraus ziehen.

Lieblingszitate von Nina Ruge

„Wer der Jugend hinterherläuft, rennt dem Alter direkt in die Arme.“ WILLY MILLOWITSCH

„Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk, und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“ ALBERT EINSTEIN

„Mitten im tiefsten Winter entdeckte ich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt“ ALBERT CAMUS