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Eva-Maria-Popp Freizeit Städte & Kultur

München erleben mit den Enkelkindern

Die Weltstadt mit einem Herz für Kinder

Ein Ausflug mit den Enkeln als Quell` der Lebensfreude für Jung und Alt

ein Reisebericht von Eva-Maria Popp

Wir Großeltern sind für unsere Enkelkinder eine Quelle des Wissens und der Impulse. Wir dürfen uns freuen, unseren Kleinen die nahe und die weite Welt zu zeigen. Wir können dabei wichNge Meilensteine in den Lebensentwürfen der Kinder setzten. Die Lust an Kunst und Kultur, an Musik und Malerei, an WissenschaO und ganz allgemein die Neugierde auf Leben werden im Kindesalter gelegt.

Ich habe im Moment fünf Enkelkinder, zwei Jungen im Alter von sechs und vier Jahren und drei Mädchen, die vier und zwei Jahre und drei Monate alt sind.

Regelmäßig fahre ich, außer mit dem Baby, mit allen in eine größere Stadt, um ihnen die Schönheiten der Architektur und Kunst zu zeigen. Wir streifen durch die Parks und Straßen und erkunden die Details an Fassaden, Brunnen und Skulpturen. Wir entdecken dabei viele wilde Tiere, wie Löwen, Elefanten und Böcke aber auch Ungeheuer, wie Drachen und Monster. By the way spinnen wir um die Kunstgegenstände Abenteuergeschichten. Der pädagogische Wert liegt auf der Hand. Die Kinder lernen genau beobachten, auf Details zu achten, zu sprechen, zu erzählen und Phantasiegeschichten zu erfinden. Das ist unendlich wertvoll.

Die Kindererlebnis-Tour durch Münchens Zentrum beginnt

München eignet sich sehr gut für diese Kindererlebnistouren. Die Löwen sind in München allgegenwärtig, ist der bayerische Löwe doch weltberühmt.

Da ist der „Glückslöwe“ vor der Münchner Residenz. Eine Sage berichtet, dass das Berühren der Löwenschnauze lebenslanges Glück schenkt. Das ist für die Kinder natürlich sehr aufregend. Neben dem Glückslöwen holen wir uns eine Brotzeit im Frank. Damit schlendern wir auf eine gemütliche Bank im Hofgarten und genießen die köstlichen Frank`schen Sandwiches. Für mich ist eine kühle Weinschorle dabei.

Kunst und Kultur für Kinder

Danach führen wir unsere Kunsttour for kids weiter in den Arkaden der Residenz, die den Hofgarten säumen. Dort erzählen riesige Wandgemälde von Münchens Stadtgeschichte und den Ereignissen der Wittelsbacher.

Diese Gemälde schenken die Möglichkeiten zur ausgiebigen Bildbetrachtung. Das gibt es viel Stoff für Erzählungen. Auch die Brunnen im Hofgarten sind voller wilder Tiere. Im Anschluss geht es auf ein leckeres Eis am Salvatorplatz in eine Filiale des Cafés Münchner Freiheit. Dieses Eis ist hausgemacht, stadtbekannt und schmeckt hervorragend. Mit den Eistüten bewaffnet begeben wir uns hinter das Literaturhaus. Dort stehen im Sommer Liegestühle für alle, die die Füße hochlegen wollen. SUPER für Granny und Kids.

Allmählich werden wir alle müde. Für meine Kleinen reicht dieses Programm voll und ganz. Nach dem Asphalttreten und vor allem den vielen Eindrücken und Abenteuergeschichten freuen sich Sofia und Paula auf ein Nickerchen im Auto.

Der nächst Ausflug durch München ist schon in Planung

Ich werde für Sie, liebe Leserinnen und Leser in den nächsten Wochen immer wieder über München Touren mit meinen Kindern berichten, so dass Sie auch die anderen erlebnisreichen Ecken kennenlernen werden.

Und nun hoffe ich, dass auch Sie sich auf kunstvolle Erlebnistouren mit Ihren Enkelkindern machen werden.

Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

Eva-Maria Popp

Glückslöwe: https://www.das-muenchner-kindl.de/einmal-streicheln-bitte-die-gluecks-schnauzen-vor-derresidenz/

Frank: https://www.frank-wein.bar/

München: https://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/orte/120231.html

Münchner Freiheit: https://muenchner-freiheit.de/

Literaturhaus München: https://www.literaturhaus-muenchen.de/

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Betreuung & Pflege Bianca Mattern Städte & Kultur

DIE DEMENZFREUNDLICHE STADT

Demenz ist immer noch ein Tabu-Thema, obwohl die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen täglich zunimmt. Aktuell gibt es bei uns 1,6 Mio. Menschen* die an Demenz erkrankt sind und es werden täglich mehr. Das sind immerhin 2% der Bevölkerung, mit anderen Worten gesprochen jeder 50.te! Das bedeutet, dass wir alle jeden Tag in unserem täglichen Leben mit einem Menschen mit Demenz zu tun haben, ohne es bewusst wahrzunehmen. Jeder von uns ist betroffen. Ob als Angestellter bei einer Behörde, als Arzthelferin in der Praxis, als Verkäuferin in der Bäckerei, als Servicekraft im Restaurant, als Polizist im Streifendienst, als Kartenabreißer im Kino, als Garderobiere im Theater, überall begegnen uns Menschen, die mehr oder weniger schwer demenziell erkrankt sind. Trotz dieser Ominpräsenz herrscht große Unsicherheit im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen. Wie soll ich mich verhalten? Was darf ich, was darf ich nicht? Wie erkenne ich?

Vor allem ist die Diagnose Demenz nicht einfach und wirft die Betroffenen und ihre Familien erst einmal aus der Bahn. Wenn diese bemerken, dass es Hilfestellungen gibt und die Umwelt auf sie verständnisvoll eingeht und eine Teilnahme am ganz normalen Leben weiterhin möglich ist, ob mit oder ohne Demenz, dann ist die Krankheit nur noch halb so schlimm.

Ich selbst beschäftige schon seit über 20 Jahren mit Demenz. Ich habe einen eigenes Betreuungs- und Beschäftigungskonzept entwickelt auf Basis der Montessoripädagogik für Senioren. Mit diesem Betreuungskonzept NONNA ANNA ® kämpfe ich seit vielen Jahren für das sogenannte
Normalitätsprinzip. Das bedeutet, dass Menschen mit Demenz ein Recht darauf haben, am Leben teilzunehmen und somit ein großes Stück Lebensqualität zu erhalten.

AUS DIESEM GRUND HABE ICH DIE KAMPAGNE
„DEMENZFREUNDLICHE STADT“ INS LEBEN GERUFEN UND DIE FUNKTIONIERT FOLGENDERMASSEN:

Am Anfang stehen Sie, die Bürger. Sie sind aufgerufen ihre positiven Erfahrungswerte mit,

• demenzfreundlichen Praxen,

• demenzfreundlichen Cafes,

• Restaurants,

• Gaststätten, Bistros etc.,

• demenzfreundlichem Einzelhandel (egal ob Lebensmittel- oder Bekleidungsgeschäfte)

• demenzfreundlichen Behörden

vorzuschlagen und damit POSITIV hervorzuheben.

Danach begutachtet eine unbhängige Jury, die aus Experten der verschiedensten Disziplinen besteht alle Vorschläge der Bevölkerung und verleiht den Institutionen und Betrieben die Plakate „Demenzfreundlich“.

Auf einer eigenen Homepage werden alle ausgezeichnete Betriebe aufgeführt und erleichtern den Angehörigen und/oder Betreuern das Aufsuchen von Ärzten, Krankengymnasten, Cafés, Restaurants und Gaststätten bzw. Geschäften aller Art. Mit der Auszeichnung DEMNEZFREUNDLICH, die gut sichtbar am Eingang des jeweiligen Geschäftes platziert wird, weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass das Personal mit den besonderen Herausforderungen im Umgang mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind Erfahrung hat und die nötige Freundlichkeit erwarten kann.

Diese Auszeichnung und Kampagne wird wiederum andere Geschäfte, Ärzte und Praxen in Passau zur Nachahmung animieren.

Das Pilotprojekt zur DEMENZFREUNDLICHEN Stadt entsteht gerade in der Stadt Passau und der österreichischen Stadt Schärding.

Deshalb rufen wir alle Passauer und Schärdinger Bürger auf, sich sehr rege an unserem Aufrufen zu beteiligen und uns das Geschäft oder die Behörde zu melden, die die Auszeichnung DEMENZFREUNDLICH verdient.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen und auf ein erfolgreiches Gelingen des Projekts DEMENZFREUNDLICHE Stadt – zum Wohle all jener, die von Demenz betroffen sind.

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Eva-Maria-Popp Freizeit Städte & Kultur

Dresden und die Schönheit

eine Liebesgeschichte von Eva-Maria Popp

Meine ersten zarten Bande mit der Stadt, der meine besondere Liebe gilt habe ich kurz nach der Wende, im Jahr 1990 geknüpft. Damals besuchte ich diese wunderschöne Stadt zum ersten Mal. Die Frauenkirche lag noch in Trümmern, die Patina an den barocken Fassaden, die noch übrig waren nach der legendären Dresdner Bombennacht, waren in tiefes Schwarz gehüllt – ganz so, als würden sie immer noch Trauer tragen über das, was damals, in einer tragischen Februarnacht 1945 passierte.

Zum ersten Mal konnte ich erahnen, was die Dresdner erleiden mussten. Diese Vorstellung und die verblichene Schönheit haben in mir ein erstes Band der tiefen Verbundenheit geknüpft. Seither kehre ich in regelmäßigen
Abständen wieder und nehme Teil am Aufbau und Ausbau der Kriegswunden und vor allem am Wiedererstrahlen in barockem Glanz. Ich habe erlebt, wie das berühmte Taschenbergpalais seine Pforten als Luxushotel wieder geöffnet hat. Die Kempinskigruppe hat das ehemalige Liebesnest der bekannten Gräfin Cosel liebevoll und detailgetreu restauriert. Die Cosel und vor allem ihr Liebhaber August der Starke wären stolz auf die Baumeister der Gegenwart gewesen, die das Taschenbergpalais in unnachahmlicher Weise zu neuem Leben erweckt haben – schöner denn je! Da lässt es sich gut nächtigen, wenn man nach einem Besuch in der benachbarten Semper Oper – wunderbare Musik im Ohr – sanft in den wohlverdienten Schlaf schlummert. Schließlich ist ein Besuch in Dresden eine anstrengende Sache. Selten findet man auf der Welt so viele Kunstwerke und Sehenswürdigkeiten auf so engem Raum, so dass in der Brust jedes Dresden Besuchers gleich mehrere Herzen schlagen. Zum einen ist er erfreut über den beeindruckenden Kunstgenuss. Zum anderen fühlt er sich leicht überfordert von so vielen Eindrücken.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Taschenbergpalais liegt das Dresdner Stadtschloss mit dem Grünen Gewölbe absolut sehenswert und heiß begehrt bei jedem Dresden Besucher. Deshalb kann ich Ihnen empfehlen, die Eintrittskarten für das Grüne Gewölbe bereits lange vor Antritt Ihrer Reise zu bestellen.

Sie haben sonst keine Chance die wunderbaren Schätze, die August der Starke und seine königlichen Nachfolger erworben haben, zu bewundern. Vom Stadtschloss aus sollten Sie einen Katzensprung über den Opernplatz machen und durch die königlichen Gärten des Zwingers wandern. Nach einer Kaffeepause in der Schinkelwache geht es in ein paar Schritten zum Elbufer, am Schloss entlang zu den Brühl`schen Terrassen, die eine wunderbare Verbindung zwischen der breit und gemächlich dahinfließenden Elbe und der Altstadt herstellen. Danach erreichen Sie in ein paar Schritten den atemberaubenden Fürstenzug, ein überlebensgroßes Bild eines Reiterzuges, aufgetragen auf rund 23.000 Fliesen aus Meißner Porzellan. Das 102 Meter lange, als größtes Porzellanwandbild der Welt geltende Kunstwerk, stellt die Ahnengalerie der zwischen 1127 und 1873 in Sachsen herrschenden 34 Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige aus dem Geschlecht des Fürstenhauses Wettin dar. Nun geht der kulturelle Spaziergang weiter durch die Straßen der Altstadt zur Frauenkirche, die in altem/neuem Glanz erstrahlt.

In einer unglaublichen solidarischen Benefiz Aktion, die ganz Deutschland und weite Teile der Kulturfreunde auf der gan
zen Welt bewegte, wurde kurz nach der Wende so viel Geld gesammelt, dass ein Wiederaufbau möglich war. Gönnen Sie sich abends ein Konzert in der Frauenkirche. Die Akustik sucht ihresgleichen. Gleich neben der Frauenkirche liegt das barocke Coselpalais, in dem Sie köstlichen Kuchen, meistens die berühmte Dresdner Eierschecke auf feinstem Meissner Porzellan serviert bekommen.

Die Liste der Highlights der Dresdner Architektur ließe sich endlos fortsetzten. Da sei die Neustadt genannt, mit der berühmten Pfund´s Molkerei, den Villen und Schlössern, den zahlreichen Kirchen, den Tanzpalästen, wie Watzkes Ballhaus usw…..Aber auch Ausflüge in
die Umgebung, wie Moritzburg, Schloss Pillnitz, Meissen, Radebeul, die Weinterrassen von Schloss Wackerbarth, die Naturschönheiten des Elbsandsteingebirges machen eine Reise nach Dresden zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann die Straßenbahn nutzen und einen Ausflug per Schiff auf der Elbe unternehmen. Das Panorama auf die Stadt ist bezaubernd. Tipp: Ein Dresdenbesuch im Winter hat den Vorteil, dass diese schöne Stadt Ihnen gehört. Im Sommer müssen Sie die Sehenswürdigkeiten teilen mit vielen Touristen aus allen Nationen, die unsere Erde kennt.

Nun hoffe ich, dass meine Liebe zu dieser wunderbaren Stadt Dresden auf Sie übergesprungen ist und freue mich, wenn wir uns demnächst dort über den Weg laufen.

Bis bald in Dresden!

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Freizeit Städte & Kultur

Die Drei-Flüsse-Stadt Passau

Donau, Inn und Ilz geben dieser Stadt einen ganz besonderen Charme

Drei Flüsse aus drei Himmelsrichtungen – aus dem Westen die Donau, dem Süden der Inn und dem Norden die Ilz – machen die Landschaft am Dreiflüsseeck zu einer einzigartigen Schönheit. Dazu die barocke Altstadt, die von italienischen Meistern im 17. Jahrhundert geschaffen wurde und in deren Zentrum sich majestätisch der Dom St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt erhebt. Hier paaren sich Charme und Schönheit, Geschichte und Kultur, Kunst und Erlebnis. Passau ist immer eine Reise wert. Überzeugen Sie sich selbst!

VESTE OBERHAUS

65.000 Quadratmeter umbaute Fläche – die Veste Oberhaus gehört damit zu den größten und mächtigsten Burganlagen Europas. Gegründet 1219 und über Jahrhunderte erweitert, ist die Veste Oberhaus ein imposantes europäisches Kulturdenkmal. 1932 übernahm die Stadt Passau das Oberhaus und richtete ihr Museum ein. Seit 1991 werden neben diversen Dauerausstellungen zum Leben auf der Burg und Wandel der Stadtgeschichte wechselnde Sonderausstellungen präsentiert.

DOM ST. STEPHAN MIT DER GRÖSSTEN DOMORGEL DER WELT

Der Stephansdom in Passau ist die Mutterkirche des Donau-Ostens. Bereits um das Jahr 450 ist eine Kirche in der spätantiken Stadt Batavis bezeugt. Der prunkvolle Dom steht am höchsten Punkt der Passauer Altstadt. Nach dem verheerenden Stadtbrand im Jahre 1662, als er fasst völlig abgebrannt war, fand der Dom in dem berühmten Architekten C. Lurago seine Wiederauferstehung. G. B. Carlone schmückte ihn mit schwerem Barockstuck. 17.974 Pfeifen und 233 Register erklingen zur Ehre Gottes. Es ist die größte Domorgel der Welt.

WALLFAHRTSKIRCHE MARIAHILF

Die barocke Klosteranlage aus dem 17. Jahrhundert erhebt sich über der Innstadt und hatte einst als Marienwallfahrtsort eine große Bedeutung. Eine überdachte Gebetsstiege mit 321 Stufen führt direkt zum Kloster. Die Stiege ist mit zahlreichen Votivtafeln geschmückt und von dort oben hat man den schönsten Ausblick auf die Altstadt und den Dom von Passau.

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Betreuung & Pflege Eva-Maria-Popp Freizeit Städte & Kultur

SCHÄRDING – EINE STADT MIT HERZ

Prädikat „Demenzfreundliche Stadt“ – ein Qualitätsmerkmal der besonderen Art

Die Stadt Schärding ist bekannt für ihren Charme, ihre Schönheit, ihre besondere Lebensart und für ihr gutes Essen. Jetzt ist noch ein neues, sehr wichtiges Attribut hinzugekommen. Seit einem halben Jahr ist Schärding, die Barockperle am Inn, aufgenommen in die Riege der Demenzfreundlichen Städte.

Die Initiative für diesen besonderen Titel ist von Bianca Mattern ausgegangen, die sich seit über 20 Jahren darum bemüht, dass das Thema Demenz in der Öffentlichkeit präsent ist. Sie hat dazu schon viele Bücher geschrieben und ist eine gefragte Interviewpartnerin in Funk und Fernsehen, wenn über das Thema Demenz informiert und diskutiert wird. Vor allem hat sie als eine der ersten die allseits anerkannte Montessoripädagogik in die Arbeit mit demenziell Erkrankten übertragen. Seither steht der Slogan „Selbstbestimmt leben mit Demenz“ über ihrer Arbeit. Mit ihrem Betreuungsdienst NONNA ANNA®, der auf der Basis der Montessoripädagogik arbeitet, sorgt sie für ein lebenswertes Leben trotz und mit Demenz.

Pflegende Angehörige und Betroffene selbst können sich ein Stück Lebensqualität zurückerobern, wenn NONNA ANNA® die Betreuung übernimmt. Diese Arbeit und die daraus resultierenden zahlreichen Erfahrungen, die Bianca Mattern während der vergangenen 20 Jahre gemacht hat, wenn es um die Präsenz von Menschen mit Demenz im öffentlichen Raum geht, haben den Anstoß gegeben zur Initiative „Demenzfreundliche Stadt“. Das bedeutet, dass sich Kommunen, Vereine, Institutionen, Gewerbetriebe, Dienstleister und Händler in einer Stadt mit dem Thema Demenz beschäftigen. Sie erfahren in Schulungen, wie sie mit demenziell Erkrankten umgehen sollten, diese Krankheit erkennen, helfen und unterstützen können. Meist sind es nur ein paar gute Worte, Verständnis und der sensible Umgang, der nötig ist, um die Betroffenen und ihre pflegenden Angehörigen optimal zu unterstützen, wenn Einkäufe, Arzt- oder Behördenbesuche anstehen.

Bianca Mattern ist sehr erfreut, dass sich die Stadt Schärding als Testkommune für dieses überregionale Pilotprojekt zur Verfügung gestellt hat, das zudem von der Euregio gefördert wird. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde war hervorragend“, meint Bianca Mattern in ihrem Resümee. „Sowohl der Bürgermeister, als auch alle meine Ansprechpartner waren äußerst zuvorkommend und haben meine Bemühungen um Betriebe, die beim Projekt mitmachen wollten, stark unterstützt.“

Das Prädikat „Demenzfreundliche Stadt“ ist nicht nur für die betroffenen Familien in Schärding und Umgebung wichtig, sondern auch für Urlauber und Ausflügler interessant.

Schärding ist eine wunderschöne Stadt, eine Barockperle in Oberösterreich, die mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aufwarten kann und kulturell und kulinarisch vieles zu bieten hat. Ein geschichtsträchtiger Ort, an dem schon Kaiser und Könige verweilten – mit wechselvoller Zugehörigkeit – mal bayrisch, mal österreichisch, aber immer heimatverbunden.

Dazu gehört der obere Stadtplatz, genannt die Silberzeile, benannt nach den damals dort ansässigen, reichen Kaufleuten – die barocken Farbtöne gehen auf die mittelalterlichen Zunftfarben zurück, die Stadtpfarrkirche aus der Zeit des ersten Kirchenbaus um 1307 – 1703, im spanischen Erbfolgekrieg schwer beschädigt und im Anschluss im Barock wieder aufgebaut, der frühere Burghof, der 1895 zum Schlosspark umgestaltet wurde sowie das Kurhaus, ein ehemaliges Kapuzinerkloster aus dem 16. Jahrhundert.

Ein besonderer Höhepunkt sind die beliebten Innschifffahrten durch das wildromantische Untere Inntal zwischen Schärding und Passau. Hier zeigt sich an vielen Stellen noch sehr deutlich, mit welchen Gefahren die frühere Schifffahrt auf dem Inn verbunden war.

Neben Schärding ist auf der bayerischen Seite die Stadt Passau Partner dieses Pilotprojekts. Mit vielen Aktionen, wie z. B. mit Info-Ständen wird darauf hingewiesen und viele Geschäfte und Betriebe konnten dafür schon gewonnen werden. Der Taler „Demenzfreundlich“ soll Senioren und pflegenden Angehörigen bei der Suche nach Unternehmen helfen, beiden denen sie sich sicher sein können, dass sie gut aufgehoben sind und man auf ihre speziellen Bedürfnisse eingeht.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Zeilen Lust machen konnte auf diese schöne Stadt Schärding am Inn. Ich selbst bin gerne da und freue mich immer, wenn mich mein Terminkalender wieder dorthin führt. Wenn möglich nehme ich mir Zeit zu einem Spaziergang am Inn oder ich fahre weiter in den angrenzenden Sauwald, im Sommer zum Wandern, im Winter zum Langlaufen. Sie sind herzlich willkommen in dieser schönen Stadt, auch und gerade wenn Sie schon etwas in die Jahre gekommen sind. Die Stadt Schärding, das Land Oberösterreich und Österreich heißen Sie herzlich willkommen. Wir sehen uns demnächst in Schärding am Inn Ihre

Eva-Maria Popp

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IM LAND DER PHARAONEN

Auf den Spuren von Agatha Christie und ihrem Detektiv Hercule Poirot

Diese Art zu Reisen ist mir eine der liebsten. Mann/ Frau betritt ein Schiff und auf diesem schwimmenden Hotel sieht und erlebt man jeden Tag einen neuen Ort mit wunderbaren Sehenswürdigkeiten, ohne seine Koffer ständig packen zu müssen. Gestartet wird meist in Luxor, einer traumhaften Stadt und für die Sehenswürdigkeiten benötigt man mehr, als die angesetzten zwei Tage. Wenn es Ihre Anreisezeit erlaubt, besuchen Sie zum Sonnenuntergang den beleuchteten Luxor-Tempel. Auch wenn Sie noch nichts von der Kultur diese Landes wissen, dieser Anblick ist zauberhaft und heißt Sie in Ägypten auf ganz besondere Art Willkommen.

Für einen Tee vorher oder einen Cocktail nachher empfehle ich das altehrwürdige Hotel „Winter Palace”. Hier befinden Sie sich in bester Gesellschaft, denn alle namhaften Persönlichkeiten der letzten Jahrhunderte residierten in diesem Haus und der Blick über den Nil ins „Land der Toten zum Tal der Könige“ stimmt einen auf die nächsten Tage ein. Für die Führungen des Karnak-Tempels und ins Tal der Könige sollten Sie sich auf jeden Fall Zeit nehmen. Diese werden, je nach Anbieter, von hervorragenden Reiseführern, teilweise ausgebildeten Archäologen, geleitet.

Gegen Abend fährt Ihr Schiff Richtung Assuan ab. Genießen Sie die Zeit an Deck Ihres Schiffes und lassen Sie die unvergleichliche Nillandschaft an sich vorüber ziehen. Die kommenden Tage werden wie im Flug vergehen! Mit den Besuchen der Sehenswürdigkeiten und Ihrer komfortablen Reise auf dem Nil, meist mit einem Pool auf dem Sonnendeck, der köstlichen Verpflegung der Bordküche und den interessanten Gesprächen mit anderen Gästen wird es Ihnen auf der Reise nicht langweilig werden.

Ganz besonders möchte ich Ihnen die Tempelanlagen von Edfu, Kom Ombo und Philae, sowie einen Segel törn bei Assuan empfehlen. Aber meiden Sie die „Lord-Kitchener-Insel“, die ist zwar ein botanisches Kleinod, aber die Händler dort sind penetrant aufdringlich. Wenn Sie sich wie Hercule Poirot fühlen wollen, dann setzen Sie sich nach dem Segeltörn auf die Terrasse des „Old Cataract Hotels“. Dort wurden einige Filmszenen von „Tod auf dem Nil“ gedreht und der Nachmittagstee ist legendär.

Wenn es Ihre Zeit erlaubt und es die Reiseagenturen anbieten, dann können Sie auch in Kairo starten. Doch Vorsicht – diese Stadt ist ein “Moloch” mit 24-Stunden Rush hour und einer Luft wie Säure. Ich bleibe meist nur 2 Tage und suche mir immer ein Hotel in der Nähe von Gizeh, denn dort trägt der Wind den Gestank von mir fort. Die Pyramiden, das Ägyptische Museum und die Sultan Hassan Moschee sind es allemal wert.

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Eva-Maria-Popp Freizeit Städte & Kultur

Erlebnis Kreuzfahrt

Kunst, Kultur, Kulinarik und Entspannung

Eine Kreuzfahrt mit den drei berühmten Queens der Cunard Line ist ein Erlebnis der besonderen Art. Auf dieser Reise bin ich mit Queen Victoria unterwegs nach Norwegen und Island. Mein Mann und ich sind seit Jahren passioniere Seefahrer, weil wir an Bord von Cunardschiffen unseren Hobbies frönen können. Die Queens stechen grundsätzlich von Hamburg aus in See. Das ist für mich sehr praktisch, weil ich mich noch kurz vor der Abreise mit meiner Kundin Nadja Abd el Farrag treffe, um wichtige Termine abzusprechen und zu planen. Danach bin ich bereit für das Abenteuer Kreuzfahrt.

Der Tag beginnt jeweils mit einem üppigen Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Obst, leicht gedämpft oder zum Obstsalat geschnitten, Birchermüsli oder Porridge, Eier in jeder Facon, Toast und verschiedenste Brotsorten, Wurst, Käse, Fisch, Lachs, Krabben … ein guter Start in einen erlebnisreichen Tag. An Seetagen nehmen wir jedes Mal an dem hervorragenden Lektorenprogramm teil, das immer interessante Themen bereithält. Danach ist Walken angesagt. Der Bordwalk ist lang und in der rauen Seeluft sehr gesund. Das Mittagessen fällt in unserem Fall „bescheiden“ aus, weil wir dafür die Teatime am Nachmittag genießen. Very british und in unvergleichlicher Eleganz, serviert das bestens geschulte Personal Tee, Scones, Sweets und Sandwiches. Umrahmt von klassischer Musik ist die Teatime an Bord eines Cunardschiffes für mich jeden Tag ein Highlight. Danach ist es schon Zeit, sich zum Dinner fein zu machen. Die Küche an Bord hat Sterneniveau und ist jeden Abend ein Event.

Petra Polk, Eva-Maria Popp, Nadja Abd el Farrag

Danach genießen mein Mann und ich eine der großartigen Shows, die vom Feinsten sind. Mit der Theaterdirektorin Sally Sagoe habe ich ein interessantes Gespräch geführt. Sie hat mir verraten, dass die Künstler für die Shows fast ausnahmslos vom Londoner Westend stammen. Sie bleiben ein halbes Jahr an Bord und wechseln danach auf das nächste Cunardschiff. Sally war vor ihrer Karriere als Unterhaltungsdirektorin bei Cunard eine bekannte Schauspielerin in London. Sie hat lange Zeit eine Hauptrolle in einer bekannten Fernsehserie gespielt und ist für viele Jahre selbst am Westend aufgetreten. Sogar Queen Elisabeth hat sie zu einer Audienz empfangen. Sally bestätigt mir in unserem Gespräch, dass das Royal Cunard Orchester mit Spitzenmusikern besetzt ist. Ja, das hört man. Nach der Show schwingen mein Mann und ich das Tanzbein im Queensroom. Zu den Klängen der Big Band tanzen wir jeden Abend und haben damit einen Teil der üppigen Kalorienorgien dieser Reise wieder kompensiert. Eine Besonderheit bei Cunard sind die Gentleman Dancers, die weiblich wie männlich, Einzelreisende Gäste zum Tanzen auffordern. Ich finde das Klasse. Entsprechend ausgelassen ist die Stimmung.

Auf das Tanzen verzichten wir keinen Abend. Sogar nach anstrengenden Landausflügen schwingen wir das Tanzbein. Das Vergnügen zu einer Big Band zu tanzen ist einfach zu verlockend. Ausruhen können wir uns tagsüber, wenn der nächste Seetag ansteht. Ich kann meinen Leserinnen und Lesern eine Kreuzfahrt mit einer Queen nur empfehlen. Vor allem für Senioren ist diese Art zu reisen sehr passend.

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Bianca Mattern Freizeit Städte & Kultur

NONNA ANNA® IN MOSKAU

NONNA ANNA® ist ein Beschäftigungs- und Betreuungskonzept, das von Montessoritherapeutin Bianca Mattern vor 22 Jahren auf Basis der Montessoripädagogik begründet wurde. Bianca Mattern war damals die erste, die den Transfer der Montessoripädagogik zur Seniorenarbeit hergestellt hat. Seither hat sie über 20 seniorenpädagogische Materialien entwickelt, die sehr zur Selbstbestimmung und zu einem glücklichen und angenehmen Leben von Menschen mit Demenz und ihrer pflegenden Angehörigen beitragen.

In der Betreuung nach Montessori wird der größte Wert auf ein hohes Maß an Individualität gelegt, denn wie im richtigen Leben, hat nicht jeder Mensch die gleichen Vorlieben und nicht jede Biographie hat ein und denselben Hintergrund. Sogar nonverbal klappt die Kommunikation bei NONNA ANNA®, was ein Segen ist für Menschen mit Demenz und denjenigen, die mit und für sie arbeiten. Durch die wertschätzende Art und das Material fällt es Menschen mit Demenz leicht, ihre Bedürfnisse zu äußern. Den Betreuern wiederum ist es damit möglich, zu erkennen, was der demenziell Erkrankte gerade braucht und womit man ihm Gutes tun kann. Das bezieht sich im Übrigen auch auf die Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen.

Die NONNA ANNA® Betreuer kommen zu jeder Tages- und Nachtzeit und kümmern sich auf Augenhöhe um die demenziell Erkrankten. Für sie zählen nicht die Stech uhr und der Stundentakt, sondern exakt das, was im Moment gefragt ist.

Kein Wunder, dass die Gründerin des NONNA ANNA®Konzepts eine gefragte Vortragsrednerin – auch über die Grenzen von Deutschland hinaus – ist. Ob in New York oder Italien, in Göteborg oder der Türkei, in Japan oder in Prag… NONNA ANNA® findet immer Anklang, wenn es um Innovation in der Betreuung geht. Aktuell reiste
Bianca Mattern nach Moskau, um dort in einer zweitägigen Fortbildung für Fachpersonal in Russland von Montessori für Senioren und NONNA ANNA® zu referieren.

Für die WIA Leserinnen und Leser erzählt sie ihre Eindrücke, die sie in Moskau gesammelt hat: „Moskau ist eine Stadt, die polarisiert – ein Meer voller Lichter, prunkvoller Bauten und unendlicher Geschäftigkeit. Ich habe direkt am Roten Platz gewohnt und konnte mich gar nicht sattsehen am Blick auf den Kreml. Der Austausch mit dem pädagogischen Fachpersonal war sehr gut und auf Augenhöhe. Allerdings war deutlich erkennbar, dass der Mensch als Individuum in Russland nicht den Stellenwert hat wie in Deutschland. Der Begriff der Selbstbestimmung, der bei uns, vor allem in der Arbeit mit Senioren, sehr hoch aufgehängt ist, spielt nicht die große und zentrale Rolle. Eine Babuschka ist eine Frau, die geachtet und geehrt wird. Häufig ist sie jedoch bitterarm, wie ihre Verwandten, die sich um sie kümmern. Der Kampf ums Überleben in weiten Teilen der Bevölkerung steht verständlicherweise an erster Stelle.

Es gibt unendlichen Reichtum in einem kleinen Teil der Bevölkerung und sehr viel Armut, die trotz der glitzernden Fassade und der prall gefüllten Kaufhäuser zu erkennen ist. Das macht das Leben für Senioren in Moskau nicht gerade leicht.

Besonders aufgefallen sind mir der Familiensinn und die große Hilfsbereitschaft. Vor allem pädagogische Themen, wie Barrierefreiheit und der Umgang mit Menschen mit Behinderung spielen von Staats wegen eine große Rolle. Diese sozialen Themen wurden von Präsident P utin persönlich in den Vordergrund gestellt. Das Land soll in Bezug auf Barrierefreiheit eine Vorreiterrolle spielen. Das ist auf alle Fälle anerkennenswert und sehr sinnvoll.

Ich bin nach Hause gekommen voll von tiefen Eindrücken und menschlichen Erlebnissen, die ich so schnell nicht vergessen werde. Ich hoffe, dass das nicht meine letzte Reise nach Moskau war, um die Montessori pädagogik und NONNA ANNA® dort voranzubringen.“