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Bianca Mattern Bianca´s Kolumne Eva-Maria-Popp Interviews & Stories

Interview mit Til Schweiger

EMP: Herr Schweiger, Sie erscheinen in vielen Filmen als cooler, harter Kerl. In den Streifen, die Sie selbst produzieren wenden Sie sich hingegen häufig sozialen Themen zu. Da geht es um Bereiche wie Alleinerziehende, Partnerkonflikte, Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf und nun, mit „Honig im Kopf“ packen Sie das Thema Demenz an. Wie passt das zusammen?

Til Schweiger: Ich bin nicht so cool und hart, wie es manchmal erscheint, ganz im Gegenteil: ich habe eine große weibliche Seite in mir und Filmstoffe wie Familie, Freundschaft, Liebe, Entfremdung interessieren mich sehr. Das gilt sowohl für mich als Filmemacher und Schauspieler aber auch als Zuschauer. So hat mich der Film „Hereafter – Das Leben danach“ besonders angesprochen. Dieses berührende Fantasydrama, das um Themen wie das Jenseits, Spiritualität, Vergänglichkeit und die Bewältigung von Trauer kreist und mit Clint Eastwood und Matt Damon von hervorragenden Kollegen besetzt wurde habe ich in Kananda gesehen. Es hat mich sehr berührt und noch lange danach beschäftigt.

EMP: Wollen Sie mit Ihren Filmen dazu beitragen, dass aus Tabuthemen Trendthemen werden?

Til Schweiger: Nein, nicht generell. Das Hauptziel meiner Filme ist es, Menschen zu unterhalten und sie in eine eigene Welt zu entführen. Ich will die Menschen einladen die Filme anzuschauen und die Botschaften zwischen den Zeilen und die kleinen Botschaften zu erkennen.

EMP: Sie haben für längere Zeit in den USA gelebt. Dort geht man mit Handicaps wesentlich lockerer und selbstverständlicher um als in Deutschland. Glauben Sie, dass in der Folge die Lebensbedingungen für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen in USA besser sind?

Til Schweiger: Ich habe mich für den aktuellen Film „Honig im Kopf“ intensiv mit dem Thema Demenz beschäftigt, um im Film möglichst authentisch zu kommunizieren, was es damit auf sich hat. Allerdings habe ich meine Recherchen eher in Deutschland durchgeführt. Wie es Demenzkranken in Amerika geht weiß ich aktuell nicht.

EMP: Ich habe gelesen, dass Ihr Opa dement war und dass Sie ihn betreut haben. Hat die Vorbereitung auf den Film und die damit verbundene intensive Auseinandersetzung mit der Demenz die Erinnerung an die Zeit mit dem Opa intensiviert und erneuert?

Til Schweiger: Ich habe meinen Opa einen Sommer über 6 Wochen betreut, damit meine Oma auf Kur gehen konnte. Damals habe ich viel gelernt und intensive Erfahrungen gemacht, an die ich mich während der Vorbereitung auf den Film aber auch während der Dreharbeiten immer wieder
erinnert habe.

EMP: Haben Sie sich schon einmal mit dem Gedanken beschäftigt, dass Sie selbst dement werden könnten?

Til Schweiger: Natürlich! Ganz klar! Nachdem Abschluss der Dreharbeiten habe ich einen Alzheimertest gemacht. Wenn man sich so intensiv mit der Materie beschäftigt denkt man bei jedem Vergessen, dass das die ersten Anzeichen sein könnten.

EMP: Haben Sie eine Botschaft für unsere Leserinnen und Leser, die sowohl Senioren, als auch pflegende Angehörige sind?

Til Schweiger: Ja, ich habe eine Botschaft: Es sind die Kinder, von denen wir den richtigen Umgang mit Menschen mit Demenz erlernen können. Wie die Tilda im Film sollte man lernen, sich auf die Demenz in all ihren Facetten einzulassen, statt immer dagegen anzukämpfen. Deshalb braucht es in Zukunft viele Kinderprojekte, denn Kinder verstehen instinktiv, was ein Mensch mit Demenz braucht.

EMP: Vielen Dank für das Gespräch auch im Namen unserer Leserinnen und Leser und vor allem vielen Dank für den Film „Honig im Kopf“. Ein Klasse Film, der zugleich berührt und lehrt !

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Eva-Maria-Popp Interviews & Stories

150 Jahre Franz Lehár – wir gratulieren von Herzen

Eine Gratulationscour von Eva-Maria Popp

Was wäre der Himmel voller Geigen –  in unseren Herzen, unseren Ohren, unseren Konzertsälen und im Besonderen in Bad Ischl ohne den großen Komponisten Franz Lehár.

„Dein ist mein ganzes Herz.“

Ja, lieber Franz Lehár, so ist es. Wir lieben dich, wir verehren dich, wir schwelgen in deinen Melodien. Du zauberst uns mit deiner Musik die Sonne ins Herz.

Wie gerne hätten wir dir zu deinem großen Geburtstagsjubiläum am 30. April in Bad Ischl die Ehre gegeben. Wie gerne hätten wir dich besucht und mit dir undden geladenen Honoratioren gebührend gefeiert.

Corona hat uns allen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb müssen wir alle zuhause bleiben. Umso mehr freuen wir uns über die gelungene Überraschung deiner Heimatgemeinde Bad Ischl und der Lehár Festspiele.

Gemeinsam mit Salzkammergut TV haben die Gemeinde Bad Ischl und die Festspielleitung eine besondere Sendung produziert. Gezeigt werden Raritäten, noch nie veröffentlichtes Bild- und Filmmaterial über dich, den Bad Ischler Ehrenbürger, sowie Interviews mit prominenten Vertretern des Genres, die ihre Erfahrungen mit deinem Gesamtwerk thematisieren!

Die Erstausstrahlung findet am Donnerstag, 30. 4., um 20 Uhr statt und kann auch über einen Livestream auf http://www.fotohofer.at/ gesehen werden.
Sie wird auch danach über Youtube weiterhin zu sehen sein!

Franz Lehár und sein Leben

Franz Lehár wurde am 30. April 1870 in Komorn in Österreich-Ungarn geboren, heute liegt der Ort in der Slowakei. Lehár, dessen Vater bereits Militärkapellmeister war, sollte nach seinem Studium u. a. bei Antonin Dvorak  jüngster Militär-Kapellmeister der k.u.k. Armee werden. Diese Tätigkeit führte ihn nach Pula, Triest, Budapest und schließlich Wien, wo er sich der Operette widmete. „Die lustigen Witwe“, Uraufführung 1905, wurde zu einem Welterfolg. Weitere große Erfolge folgten: „Der Graf von Luxemburg“, „Zigeunerliebe“ und „Eva“.

Die Villa in Bad Ischl erwarb Franz Lehár im Jahre 1912 von der Herzogin von Sabran. Bis zu seinem Tod verbrachte er fast alle Sommer in Bad Ischl und fühlte sich in seiner Villa an der Traun stets wohl und stellte fest: „In Ischl habe ich immer die besten Ideen…“.

Viele seiner Meisterwerke hat er hier geschaffen. 1948 wurde er Ehrenbürger der Stadt Bad Ischl. Am 24. Oktober 1948 ist er in seiner Bad Ischler Villa verstorben. Sein Grab befindet sich auf dem Bad Ischler Stadtfriedhof.

Sein Nachlass in Bad Ischl wurde in das Verzeichnis des UNESCO-Dokumenterbes „Gedächtnis der Menschheit“ aufgenommen. Im „Stöckl“, dem Nebengebäude seiner Villa wird bald ein Opettenarchiv zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit der Stadtgemeinde mit dem Bundesdenkmalamt und der Kulturdirektion des Landes OÖ laufen Vorarbeiten für eine umfassende Renovierung der Lehár Villa. Sein musikalisches Erbe pflegt das Bad Ischler Lehár Festival.

Gut zu wissen:

Franz Lehár ist Motiv einer Sonderbriefmarke der Österreichischen Post, die am 11. Juli bei einem Sonderpostamt in Bad Ischl erstmals ausgegeben wird.

Liebe Leserinnen und Leser der „WIA – Wohlfühlen im Alter“,

Wir hoffen sehr, dass wir Ihnen mit diesen interessanten Informationen über den Operettenkönig Franz Lehár die Zeit der coronabedingten Kontaktsperre etwas erleichtern konnten. Wie immer bringen wir die große weite Welt der Musik, der Kultur, des Reisens, der Gesundheit und der Pflege in ihr Wohnzimmer.

Ihre Eva-Maria Popp

Wohlfühlen im Alter

Chefredakteurin

Lesen Sie auch unsere bisherigen Artikel über Bad Ischl unter folgenden Links:

https://www.wia-magazin.de/index.php/sisi-in-bad-ischl/

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories

Kaiserwetter für die kaiserliche Hoheit

Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen wurde 70

Strahlend blau und frühlingsmild zeigte sich die Sonne am Nachmittag des 02. April und unterstrich die fröhliche Gelassenheit mit der seine kaiserliche Hoheit, Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen in der berühmten Kaiservilla von Bad Ischl seinen 70. Geburtstag feierte.

Der hochherrschaftliche Park der Kaiservilla inmitten der beeindruckenden Bergwelt des Salzkammerguts dient als passende Kulisse für ein stimmungsvolles Fest, das schöner nicht hätte sein können. Viele fleißige Hände servieren raffinierte Getränke wie Erdbeeren auf Champagner und edle Weine. Auch die Menükarte überrascht mit feinen Speisen nach bester österreichischer Traditionsküche.

Ehrenkompanien umrahmen das kaiserliche Fest mit bunten Uniformen und Salutschüssen und viele der Gratulanten sind in Bad Ischler Tracht gekleidet, was dem Fest eine besondere Note gibt.

Die Kaiservilla kennen Sie, liebe Leserinnen und Leser aus den berühmten Sissifilmen mit Romy Schneider. Der junge Kaiser Franz Joseph verliebte sich in der Kaiservilla, die der Familie seit jeher als Sommerresidenz diente, in die bildhübsche Sissi. So war es die Kaiservilla, in der der Aufstieg der kleinen bezaubernden bayerischen Prinzessin Elisabeth zur legendären Kaiserin von Österreich begann.

In diesem geschichtsträchtigem Haus bin ich heute eingeladen um exklusiv für Sie von diesem kaiserlichen Geburtstagsfest zu berichten. Sissi ist die Urgroßmutter unseres Jubilars. Erzherzog Markus kann sich noch gut an seine Großmutter Valerie erinnern, die Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph, wie er mir bei einem Gläschen Wein erzählt.

Das Jahr seines 70. Geburtstages fällt zusammen mit dem 100. Todestag seines Urgroßvaters Kaiser Franz Joseph, der 1916 gestorben ist.

Dieses Ereignis wird derzeit in ganz Österreich mit zahlreichen Jubiläumsausstellungen begangen. Seit 40 Jahren ist die Kaiservilla nun im Besitz von Erzherzog Markus, der in einem Seitenflügel der kaiserlichen Residenz mit seiner zauberhaften Frau Hilde und den drei inzwischen erwachsenen Kindern wohnt und das herrschaftliche Haus zugleich Museum betreibt. Als Jurist weiß er worauf es ankommt einen Betrieb zu führen.

Seine kaiserliche Hoheit hat 12 Geschwister und ist über die Hochzeiten seiner Schwester mit dem regierenden Haus derer von Liechtenstein verbunden. Auch der Erbprinz von Baden ist sein Schwager und viele andere Mitglieder des europäischen Hochadels sind mit der erzherzoglichen Familie verwandt.

Ich freue mich, dass ich exklusiv für die Leserinnen der Neuen Post dabei sein darf, bei dieser besonderen Geburtstagsfeier und habe natürlich ein besonderes Geschenk dabei: Das Kinderbuch „Kaiser für Kinder“, das aus meiner Feder stammt und das Leben und Wirken von Kaiser Franz Joseph speziell für Kinder beschreibt.

Ich habe die Ehre mein Buch für den Erzherzog persönlich zu signieren und es ihm als persönliches Geschenk zu überreichen. Er hat sich sehr darüber gefreut und bedankt sich mit einer privaten Führung durch die Kaiservilla bei mir.

Es ist wunderbar seine Erzählungen aus der Geschichte zu hören, wenn er durch das Haus geht. Die Kaiservilla ist kein gewöhnliches Museum, es lebt durch die Anwesenheit der Familie des Erzherzogs.

Danach habe ich die Ehre mit dem ältesten Sohn, Erzherzog Valentin und seiner Frau Christine zu sprechen. Der Diplomingenieur für IT Sicherheit und die Architektin leben derzeit noch in Wien und erwarten in Kürze ihr erstes Baby. Wir unterhalten uns über das Leben in der großen Familie der Habsburger und ich erfahre, dass es in regelmäßigen Abständen eine Wallfahrt nach Rom gibt, zu der sich alle Familienmitglieder aus der ganzen Welt treffen.

Noch immer gelten die Hausgesetze der Habsburger. Das heißt dass das derzeitige Oberhaupt der Familie Habsburg, Erzherzog Karl der Heirat des jungen Paares zustimmen musste.

Nach dem Dessert plausche ich mit der österreichischen SocietyLady Eva Gräfin von Walderdorff, die eine sehr enge Freundin Hilde und Markus ist, wie sie das erzherzogliche Paar liebevoll nennt. Sie ist aber auch mit vielen anderen Habsburgern eng befreundet, wie Erzherzog Karl und seiner Frau Francescar Baronin von Thyssen-Bornemisza. Ich bewundere den schönen Trachtenschmuck der Gräfin und so entdecken wir unsere gemeinsame Liebe für edles Metall und wertvolle Steine. Die Gräfin berichtet mir daraufhin von ihrem Hochzeitsdiadem aus der edlen Wiener Juwelierwerkstatt Köchert, das sie von ihrem Ehemann zur Hochzeit bekam. Prinz August aus Hannover hat es persönlich bewundert und als besonders schönes Stück bezeichnet, als es bei Köchert zu einer Jubiläumsausstellung zusammen mit dem berühmten Haarschmuck der Kaiserin, den Sisisternen, gezeigt wurde.

Da das angeregte Gespräch immer wieder von Musikdarbietungen für den Jubilar unterbrochen wird verabrede ich mich mit der Gräfin zu einem Nachmittagskaffee in Salzburg. Dort werden wir unsere Unterhaltung weiterführen und das eine oder andere gemeinsame Projekt besprechen.

Nach einem bezaubernden und ganz besonderen Nachmittag mahnt die untergehende Sonne die zahlreichen Gäste zum Aufbruch und ein wunderschönes Fest geht zu Ende.

Ich freue mich schon auf meinem nächsten Besuch in der Kaiservilla und viele gemeinsame Projekte mit der sympatischen Familie von Habsburg.

Danke für die Einladung auch im Namen meiner Leserinnen und Leser an Erzherzog Markus von Habsburg Lothringen und seine Familie.

Wenn auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, das besondere Ambiente der Kaiservilla erleben wollen, dann machen Sie sich auf nach Bad Ischl und grüßen Sie den Erzherzog von mir, wenn Sie Ihn treffen. Die Kaiservilla in Bad Ischl ist immer eine Reise und einen Besuch wert.

Herzliche Grüße aus der Kaiservilla.

Ihre Eva-Maria Popp

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Eva-Maria-Popp Interviews & Stories

Sisi in Bad Ischl

Urenkel Erzherzog Mag. Markus Habsburg-Lothringen öffnet für die WIA die Pforten der Kaiservilla in Bad Ischl

Heute befinde ich mich im Traumland, in der Kaiservilla in Bad Ischl, im Wunderschönen Salzkammergut. Seiner kaiserliche Hoheit, Erzherzog Markus Habsburg-Lothringen und seine bezaubernde Gattin Hilde öffnen mir die Türen. Der Erzherzog ist ein Urenkel der legendären Kaiserin Elisabeth und von Kaiser Franz Joseph.

Als Besitzer der Kaiservilla ist er nicht nur ein Bewahrer der Familiengeschichten und Traditionen sondern auch der Bewahrer der wunderbaren Kaiservilla und des dazugehörenden Parks. Einst hat die jüngste Kaisertochter Marie Valerie, die als Sisis Lieblingskind galt, die Villa in Bad Ischl von ihren kaiserlichen Eltern geerbt. Sie ist die verehrte Großmutter unseres Gastgebers.

Markus Habsburg-Lothringen: „Mein Vater wiederrum hat sie noch persönlich gekannt und erlebt die berühmte Kaiserin Elisabeth, meine Urgroßmutter.

Er hat uns Kindern immer wieder die Anekdote erzählt, dass er sich deutlich erinnern könne, als er als kleiner Junge dabei war, als die Haarpracht der Kaiserin, deren bodenlanges Haar, stundenlang von den Zofen gekämmt wurde.“

Erzherzog Markus, der in Österreich schlichtweg Herr Magister Habsburg-Lothringen heißt, weil dort sämtliche Adelstitel nach der Revolution von 1918 abgeschafft wurden, ist ein wundervoller Erzähler und Gastgeber. Ich könnte ihm stundenlang zuhören, als er mich im privaten Speisezimmer der Villa zur Teestunde mit österreichischem Jausengebäck empfängt.

So erfahre ich, dass die Kaisertochter Marie Valerie nach der Revolution in den 20er Jahren einen Teil des Parks an die Gemeinde Bad Ischl verkauft hat um ihrer Familie in schweren Zeiten finanziell über Wasser zu halten. Dort befinden sich nun das Freibad des berühmten Kurorts.

Nach dem zweiten Weltkrieg war die Kaiservilla vollbesetzt mit geflohenen habsburgischen Familienmitgliedern aus den ehemaligen Kronländern wie Ungarn und Böhmen, weil dort der Kommunismus Einzug hielt. Bei aller kaiserlichen Pracht der Villa war diese Zeit geprägt von Hunger, Not und Entbehrung, wie überall nach dem Krieg. Im Park wurden Gemüsebeete bewirtschaftet, um die große Familienschar satt zu bekommen.

Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei und Villa und Park erstrahlen schon seit langem wieder in hochherrschaftlichem Glanz und werden als Museum geführt, das sehr gerne von Gästen aus aller Welt besucht wird. Die legendären Sisifilme tragen sehr zur Berühmtheit der Örtlichkeit bei. Sie werden immer noch in der ganzen Welt ausgestrahlt. Die Kaiservilla kommt dabei natürlich vor. Schließlich haben sich der junge und fesche Kaiser Franz Joseph und die blutjunge bayrische Prinzessin Elisabeth bei einem Empfang in der Kaiservilla kennen- und lieben gelernt. Später, nach der Hochzeit, hat der Kaiser seiner geliebten Sisi die Villa geschenkt. Schaut man vom Berg herunter auf das Dach der Villa, kann man erkennen, dass die Umrisse der Villa ein großes „E“ bilden.

Seit diesen Tagen der ersten Begegnung zwischen Franz Joseph und Elisabeth im Jahr 1856 diente die Villa der kaiserlichen Famile als Sommerresidenz. Der Kaiser liebte die Aufenthalte in Bad Ischl, weil er dort seinem Hobby, der Jagd frönen konnte. Das ist ein Grund, warum die Treppenhäuser der Villa mit tausenden von sogenannten „Krickerl“ ausgestattet sind. So nennt man die Gams und Rehgehörne. Die Kaiserin wiederrum hat von der Villa aus jeden Morgen den Jainzen bestiegen. Das ist ein Berggipfel, der zum Park der Villa gehörte. Ganz zum Leidwesen der feinen Hofdamen, die die Kaiserin auf ihren ausgedehnten Wanderungen begleiten mussten war diese eine durchtrainierte und flinke Wanderin. Die Hofdamen kamen bei den kaiserlichen Wanderungen ganz schön aus der Puste.

Ein großes Ereignis war bis zum Tod des Kaisers im AJhr 1916 der kaiserliche Geburtstag am 18. August, den er fast jedes Jahr in Bad Ischl beging. Die Kaisertreuen in Österreich und die Ischler Bevölkerung halten noch heute an dieser Tradition fest und feiern am 18. August ein großes Fest zu Ehren ihres ehemals berühmtesten Mitbürgers.

Aber auch der Geburtstag des jetzigen Hausherrn wird ausgiebig mit der Bevölkerung gefeiert. Abordnungen von kaiserlichen Regimentern und Böllerschützen gaben sich zum 70. Geburtstag des Erzherzogs die Ehre, den dieser 2016 gefeiert hatte. Ich hatte die Ehre zur Gästeliste der Geburtstagsfeierlichkeiten zu gehören und habe die Feier im Park bei wunderschönem Wetter sehr genossen.

Nicht nur in Bad Ischl und imi Salzkammergut ist Markus von Habsburg ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen und Festen. Als Mitglied des europäischen Hochadels wird er auch auf Reisen durch Europa von gekrönten Häuptern empfangen oder erhält Besuche aus aller Welt in der Kaiservilla.

Nichts desto trotz ist der Erzherzog ein äußerst freundlicher Herr, der Bescheidenheit ausstrahlt und dessen Lebensaufgabe es ist, sein Familienerbe für die geschichtlich interessierte NAchwelt zu erhalten und zu bewahren, was in der heutigen Zeit nicht ganz einfach ist. Ich kann Sie, liebe Leserinnen und Leser nur ermuntern, sich selbst einen persönlichen Eindruck von der Kaiservilla zu machen.

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories Starke Frauen & Starke Männer

Wohlfühlen im Alter

die Weltmeisterin im Eiskunstlauf Christine Stüber-Errath erzählt wie es geht

Eva-Maria Popp: Herzlichen Dank, liebe Frau Stüber-Errath, dass Sie sich Zeit nehmen für dieses Interview. Für meine Leserinnen und Leser ist es sicher interessant zu erfahren, was Sie als Weltmeisterin, Europameisterin und spätere Fernsehmoderatorin, Buchautorin und jetzt Schauspielerin zu berichten haben.

Christine Stüber-Errath: Ich danke für dieses Gespräch. Ich berichte gerne aus meinem Leben und liebe es, meine Erfahrungen aus einer abwechslungsreichen und spannenden Zeit weiterzugeben. Ich bin nun ja selbst schon 60 Jahre alt und habe mich noch nie so wohl gefühlt, wie jetzt. Früher bin ich immer an meine Grenzen gegangen. Ich war es einfach gewohnt, dass nur höher, weiter, schneller zählt. Ob als Spitzensportlerin oder als Fernsehmoderatorin – ich habe alles mit großer Leidenschaft gemacht bis zu meinem Burn Out.

Eva-Maria Popp: Haben Sie bemerkt, dass ihr Arbeitstempo und die Intensität, mit der Sie Ihre Arbeit betrieben haben eine gefährliche Gradwanderung war?

Christine Stüber-Errath: Nein, das habe ich nicht wahrgenommen. Ich habe einfach getan und gemacht, so wie ich es gelernt habe. Mit Volldampf voraus. Bis es zu spät war.

Eva-Maria Popp: Was hat Ihnen aus dieser Krise geholfen?

Christine Stüber-Errath: Mein Mann war mein wichtigster Unterstützer. Ich habe das große Glück, dass ich im Alter meinen Mann, die Liebe meines Lebens, kennengelernt habe. Er hat mich aus dem Tief geholt. Allerdings musste ich mich mit mir selbst beschäftigen, um mich zu finden und neu zu erfinden. Die Muster der Kindheit waren sehr stark ausgeprägt. Vor allem musste ich das „NEIN SAGEN“ lernen.

Ich kann nur jedem raten, die Probleme auf Zettel zu schreiben und dann loszulassen, indem man diese Zettel verbrennt. Aufschreiben – loslassen und hinein in die Flammen. Außerdem ist es sehr wichtig, immer wieder über seinen Tellerrand hinauszudenken und hinausz schauen.

Eva-Maria Popp: Ich habe gesehen, dass Sie ein Buch geschrieben haben. „Meine erste 6,0“ lautet der Titel. Was steckt hinter diesem Titel.

Christine Stüber-Errath: Eine 6,0 war zu meiner aktiven Zeit als Eiskunstläuferin die höchste Note und Auszeichnung, die man erhalten konnte. Obwohl ich jahrelang als Spitzensportlerin in dieser Sportart aktiv war und sowohl den Weltmeistertitel, als auch 3 mal den Europameistertitel gewonnen habe, blieb mir die Höchstnote von 6,0 während meiner Sportlerkarriere verwehrt. Danach jedoch, vor allem nach meinem Burn Out hat mir das Leben diese Höchstnote zum 60. Geburtstag geschenkt. Ich fühle mich in meinem Alter sehr glücklich.

Eva-Maria Popp: Was bedeutet für Sie Älterwerden?

Christine Stüber-Errath: Damit habe ich insofern ein Problem, dass ich im Kopf noch wie Zwanzig bin, aber natürlich diesen Ansprüchen nicht gerecht werden kann.Ich bin oft hin-und hergerissen zwischen dem biologischen Alter und dem Fühlalter. Aber das treibt mich an. Man sollte sich seine Jugendlichkeit erhalten und vor allem neugierig bleiben, am Leben teilnehmen. Ausprobieren heißt die Devise! Das hält mich jung. Ich bin oft wie ein Kind!

Eva-Maria Popp: Lassen Sie uns noch einmal zurückgehen in die Kindheit. Wie sind Sie Eiskunstläuferin geworden?

Christine Stüber-Errath: Mit einer Freundin bin ich zum Rollschuhlaufen gegangen. Dort hat mich eine Übungsleiterin entdeckt, mit den Worten: „Na, die Kleene Errath nehmen wir mit aufs Eis. Die ist zwar pummelig, aber ulkig.“ Das hat irgendwie mein Leben geprägt, sowohl im Sport, als auch privat. Trotz einiger Gewichtsprobleme, habe ich nie meinen Humor verloren.

Eva-Maria Popp: Was bedeutet für Sie Sport?

Christine Stüber-Errath: Vor 20 Jahre hatte ich meine Schlittschuhe an den Nagel gehängt und war viel unterwegs als Fernsehjournalistin. Seit 6 Jahren gehe ich aber wieder jede Woche für eine Stunde auf die Eisbahn. Das tut richtig gut. Und den Tag beginne ich mit 20 Minuten Gymnastik. Das bringt den Kreislauf in Schwung. Diese Regelmäßigkeit, hat meine Fitness enorm verbessert. Und beim Eislaufen muss man ja auch den Kopf anstrengen, sich überlegen, wie die Schritte funktionieren. Das ist wie beim Turniertanzen: Kopftraining! Im Übrigen gibt es einen neuen Trend – Adult-Skating. Menschen, auch Senioren, die das Eislaufen vorher noch nie ausprobiert haben, können das unter Anleitung im Alter noch erlernen und Hobby-Eisläufer werden.

Man muss sich einen Sport suchen, der Spaß macht. Dann lässt man/ frau auch nicht locker. Ich betreibe nur Sportarten, die mich nicht zu sehr anstrengen und die mir Freude bereiten.

Eva-Maria Popp: Seit kurzem sind Sie auch unter die Schauspielerinnen gegangen. Was hat es damit auf sich?

Christine Stüber-Errath: Ich habe für den neuen Film „Die Anfängerin“ mit 60 Jahren noch einmal die Schlittschuhe angezogen. Der Film erzählt die Geschichte einer Frau Ende Fünfzig, die im Leben erstarrt ist und durch das Eislaufen neue Lebensfreude erfährt und sozusagen auf dem Eis auftaut. Sie erfüllt sich ihren Kindheitstraum. Ich spiele in einer spannenden Nebenrolle mich selbst.

Ich finde, das ist eine tolle Geschichte, die sehr zu mir passt – als Eiskunstläuferin und als mutige Frau. Dieser Film und seine Story machen anderen Menschen Mut, sich etwas zuzutrauen. Viele haben Wünsche und Träume und setzten sie jedoch nie um. Ich habe gelernt, dass man/ frau alles schaffen kann, wenn man es nur will.

Eva-Maria Popp: Macht es Ihnen Freude, zu schauspielern?

Christine Stüber-Errath: Die Dreharbeiten waren eine ganz neue Erfahrung für mich. Ich bin voller Hochachtung über die Leistungen der Schauspieler. Ich selbst bleibe aber doch eine Sportlerin.

Eva-Maria Popp: Haben Sie eine Botschaft an die Menschen?

Christine Stüber-Errath: Ja, die habe ich. Sicher kennen Sie das Hummelprinzip. Dort wird gefragt, ob eine Hummel fliegen kann? Die Antwort lautet: „Nein, physikalisch gesehen kann sie das nicht, weil sie zu schwer ist. Da sie diese Tatsache nicht kennt, fliegt sie munter durch die Welt.“

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories

Ein musikalisches Treffen mit dem sympathischen Schauspieler Ben Blaskovic

Ich liebe es, interessante Menschen zu treffen und mit ihnen über Gott und die Welt zu plaudern. Deshalb freue ich mich, dass ich erneut mit einem spannenden Interviewpartner sprechen durfte.

Aus Ihren Leser zuschriften, liebe Leserinnen und Leser, weiß ich, wie sehr Sie es schätzen, dass wir vom WIA-Team darauf achten, dass wir für unsere Reportagen mit Menschen sprechen, die etwas zu sagen haben und die Sie aus Film, Funk und Fernsehen kennen.

Von Til Schweiger über Placido Domingo, Patricia Kelly bis Bernhard Brink ist die Liste der Prominenten lang, mit denen ich für die WIA gesprochen habe.

Heute darf ich Ihnen Ben Blaskovic vorstellen – einen 30-jährigen Aus- nahmeschauspieler und besonders einfühlsamen Musiker. Er spielt u.a. den Controller Andreas „Andi“
Lorenz bei den „Rosenheim Cops“.

Wir verabreden uns in einer interessanten Location, auf dem WeberFünf-Hof in Niederbayern. An einem lauen Sommerabend sitzen wir am Lagerfeuer, die Kinder braten Stockbrot und Kartoffeln im offenen Feuer, die Erwachsenen lauschen den Klängen, die Ben Blaskovic zusammen mit dem Weber-Großvater produziert. Ben hat seine Gitarre mitgebracht, der Großvater spielt auf dem Akkordeon. Alle zusammen singen und schunkeln wir. So stelle ich mir das beschauliche Landleben einer Großfamilie vor 100 Jahren vor.

Das entspricht so ganz der Philosophie, die sich der WeberFünf-Hof auf die Fahnen geschrieben hat: Entschleunigung, das Leben mit allen Sinnen erfahren und erleben, miteinander ins Gespräch kommen, Ausspannen, neue Kraft schöpfen, ein kulinarisches Verwöhnprogramm mit einfacher, regionaler Küche nach dem FULIB- Konzept.

Dazu passt der Umgang mit den Tieren. Die Alpakas und Ponys verbreiten eine angenehme Ruhe, ihre Gelassenheit überträgt sich auf uns. Normalerweise finden auf dem WeberFünf-Hof Kinderfeste, Kindergeburtstage, Schulausflüge, Seniorenausflüge und -betreuung, Seminare und Kochkurse statt.

Heute jedoch hat sich auf dem Hof hoher Besuch angekündigt: Ben Blaskovic. „Wir waren schon ein bisschen nervös“, meint Elli Schreiner, die Juniorchefin auf dem Erlebnishof. „Doch Ben ist so natürlich und liebenswert, dass Mama und ich bald vergessen haben, dass wir ihn ansonsten im Fernsehen sehen.“

Neben der bereits erwähnten, be- liebten Serie „Die Rosenheim Cops“ sieht man den sympathischen Star auch gerne als „Schwiegermutters Liebling“ im ZDF Herzkino bei Rosamunde Pilcher und Katie
Fforde, sowie in der ersten Staffel der RTL Serie Lifeline.

Im richtigen Leben ist Ben ein echt „bayerisches Gewächs“, aufgewachsen am Schliersee, sehr bodenständig und heimatverbunden. Deshalb fühlt er sich am WeberFünf-Hof auch gleich wohl. Natürlich trägt der atemberaubende Sonnenuntergang dazu bei, dass Ben total relaxed und nach einem stressigen Drehtag bei Cilly und Elly sowie den Alpakas „echt runterkommt“, wie er sagt.

Neben dem heimatverbundenen Schauspieler gibt es eine zweite Seite an Ben Blaskovic: Es ist die Abenteurerseite an ihm. Er ist sehr weit gereist und hat längere Zeit in Los Angeles gelebt. „Hier habe ich als Schauspielschüler sehr viel gelernt und davon profitiere ich noch heute bei jeder neuen Rolle“, erzählt er mir mit leuchtenden Augen.

Sein USA-Aufenthalt hat ihm sehr gut getan, sowohl beruflich als auch persönlich. „Es ist wichtig, dass man als junger Mensch den Duft der weiten Welt schnuppert. Das formt die Persönlichkeit. Nach der Rückkehr in die Heimat ist man gewappnet für alles, was das Leben bringt.“

Die Abenteurerseite an Ben findet sich auch in seinem zweiten Beruf. Neben der Schauspielerei betätigt er sich als Eventveranstalter
in seiner bayerischen Heimat. Seine Kunden können bei ihm segeln, bergsteigen und all das unter seiner fachkundigen Führung unternehmen. Also alles, was ein Abenteuerherz höher schlagen lässt.

And last but not least ist Ben auch noch Musiker. Es groovt und
vibriert, wenn er die Gitarre zum Klingen bringt. Einfühlsam und mit einem Touch Weltschmerz zeigt er in der Musik seine besonders einfühlsame Seite. Ich habe mir seine CD „Rusty Waters“ angehört und konnte mich dadurch gut in seine Lebenswelt hineindenken.

Umso gespannter bin ich auf die neue CD „Those Who Dig“. Viele seiner Schauspielkollegen werden da sein, wenn die neuen Songs das erste Mal in der Öffentlichkeit erklingen. Eine gute Gelegenheit für alle Fans von Ben  Blaskovic, ihn live zu erleben und seine Musikerseite zu entdecken.

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories

Mister Red Carpet

Leben auf den roten Teppichen dieser Welt

Leonardo DiCaprio, Madonna, George Clooney, Kylie Minogue, Robert De Niro, Heidi Klum, Robbie Williams, Sting, Hannelore Elsner, Iris Berben… die Liste der internationalen Stars, die vor Omids Linse posiert haben, ist lang. Deshalb freue ich mich sehr, dass mir Omid (Foto im gelben Pulli) heute in der Bar des Kempinski Hotels am Kudamm ein Interview gibt.

Diese Location ist bewusst gewählt, schließlich geben sich dort seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts die Großen aus Showbusiness, Kunst und Kultur ein Stelldichein. Können Sie sich noch an Harald Juhnke erinnern? Er war Stammgast in der Bristol Bar. Romy Schneider hat dort ihren Martini geschüttelt getrunken, der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hat sich im Bristol vom stressigen Alltag erholt. Deshalb kann ich mir keinen besseren Ort vorstellen für dieses interessante Gespräch.

EMP: Omid, du triffst dich sehr oft mit den Prominenten dieser Welt. Gibt es Damen und Herren, mit denen du weniger gern arbeitest und Promis, mit denen es total Spaß macht?

OA: Ja, es gibt immer Menschen, mit denen die Chemie mehr stimmt als mit den anderen. Ich würde gerne mit Iris Berben oder Martina Gedeck zusammen arbeiten. Auch Veronika Ferres und Hannelore Elsner sind sehr locker vor der Kamera, was es für einen Foto grafen einfach macht und eine vertrauensvolle Atmosphäre schafft.

EMP: Gibt es Highlights, die du auf dem roten Teppich erlebst?

OA: Ja, die gibt es sicher. Wunderbar ist es, wenn ich in meiner Eigenschaft als Hausfotograf arbeite. Das bedeutet, dass ich von einem Eventveranstalter exklusiv gebucht werde. Dann habe ich Freiheiten, die mir erlauben, mich zu entfalten. Ich war der einzige Fotograf aus Deutschland bei der Guess Marciano Fashion Show in Zürich. Das ist schon was Besonderes. Wenn dann Promis vom roten Teppich aus auf mich zeigen und rufen: „Hi Omid, wie geht´s? Mach` du ein Foto von mir!“ dann freut mich das sehr.

EMP: Ist die Arbeit auf dem roten Teppich stressig?

OA: Ja, das ist Schwerstarbeit. Es ist eine Mischung aus Durchsetzungsvermögen, Flexibilität und Charme. Der Kampf um das beste Bild ist unheimlich stressig. Da braucht es ein sehr dickes Fell!

EMP: Wo wirst du heute Abend hinter der Linse stehen?

OA: Ich werde die ganze Woche auf der Fashion Week vertreten sein.

EMP: Danke für diesen kleinen Blick hinter die Kulissen der roten Teppiche und noch viele tolle Fotos.

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Eva-Maria-Popp Freizeit Interviews & Stories

NONNA ANNA BEIM IRONMAN ITALY

Herausforderungen bewältigen

“You are an Ironman, Max.” So schallte es am 21. September um 23.45 Uhr aus den Lautsprechern am Zieleinlauf beim Ironman Italy. Wir, das Forza Max NonnaAnna Unterstützerteam konnten es kaum glauben und waren vollkommen aus dem Häuschen.

UNSER MAX hat es geschafft. Vier Kilometer Schwimmen im offenen Meer, 180 Kilometer Fahrradfahren in der Hitze Italiens und 42 km Laufen. Das war das strenge Programm, das er zu bewältigen hatte.

Max ist das rechnende Gehirn bei NonnaAnna. Er zeichnet verantwortlich für die Kalkulationen, wenn NonnaAnna ein neues Produkt oder neue Dienstleistungen einführt. Den Ironman hat er für all die Senioren und Menschen mit Handicap bestritten, die jeden Tag ihren persönlichen Ironman bewältigen. Senioren und Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen haben jeden Tag mit den größten Herausforderungen zu kämpfen. Max wollte ein Zeichen setzten und will allen Menschen mit Handicap sagen: „Leute, ihr schafft das. Holt euch Hilfe und Unterstützung! Ich habe es gerade erlebt, wie es ist, wenn man Menschen um sich hat, die einem Mut machen und motivieren. Es hat mir unheimlich gut getan, als ich mein NonnaAnna Forza Max Team am Straßenrand gesehen habe. Zweimal war ich knapp davor aufzugeben. Als ich mein Team wahrgenommen habe, hatte ich wieder die Kraft zum Weitermachen.“

Danke Max, für diese aufmunternden Worte. Ja, gemeinsam sind wir stark. Wir, von NonnaAnna geben Hilfe zur Selbsthilfe. Wir unterstützen Menschen mit Demenz sehr individuell und genau dann, wenn sie uns brauchen. Wir machen all das, was Sie schon lange wieder einmal tun wollten.

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories Körper, Geist & Seele

SPORT IST SEIN LEBEN

Markus Ertelt ist der schwäbische Popeye

Dass Muskeln nicht alles sind, davon ist Schauspieler Markus Ertelt (bekannt aus u. a. Tatort, WaPa Bodensee und Heldt) überzeugt.

Auch am Spinat á la Popeye kann es nicht liegen, obwohl der 39-Jährige als Extremsportler auf seine Ernährung achtet. Seine wichtigsten Komponenten sind Kraft, Mut und Ausdauer. So wurde auch die indische Filmlandschaft auf den sympathischen Zwillingspapa aufmerksam: Markus Ertelt stand 2016 in den größten Filmstudios der Welt als Bösewicht des Bollywood-Actionfilms „Shivaay“ vor der Kamera. Wie es aussieht, wenn sich der gebürtige Stuttgarter mit körperlicher und mentaler Stärke sportlichen Herausforderungen stellt, hat jüngst die TV-Actionshow „Showdown – Die Wüsten- Challenge“ gezeigt. Denn Markus Ertelt trat in der Sierra Nevada in Spanien in K.O.-Duellen gegen knallharte Athleten an – und hat gewonnen!

Showdown ist die wohl härteste TV-Sendung. Wie fühlt man sich als starker Sieger?

Markus Ertelt: Das fühlt sich natürlich gut an. Die Ausstrahlung der Finalsendung habe ich mit weiteren Showdown-Kandidaten, meiner Familie und meinen Freunden beim Screening verfolgt – auf einer Großleinwand authentisch in einem Fitnessstudio in Stuttgart. Und natürlich den Sieg ordentlich gefeiert. Endlich darf ich es allen erzählen. Mir ist es wirklich schwer gefallen, niemandem etwas zu verraten.

V.l.: Andre De Oliveira, David B‰r, Anthony Yeboah, Rodi Al Bakri, Philipp Plˆger, Dardan Morina, Markus Ertelt, Lukas Strorath

Wie haben Sie sich auf die Show vorbereitet?

Ich habe mein Sportprogramm umgestellt und sehr intensiv mit meinem Coach Julian Korbel trainiert. Insgesamt zwölf Wochen, unterteilt in 7 bis 10 Einheiten die Woche mit 10 bis 15 Stunden – gefüllt mit funktionellem Training, Laufen, Krafttraining und Ringen.

Als Muskelpaket wie Popeye sind Sie bestimmt oft im Fitnessstudio?

Am Spinat liegt es nicht. Ich trainiere so gut wie jeden Tag. Allerdings nicht nur im Studio, sondern auch draußen in der Natur. Während andere beispielsweise beim Laufen den Kopf frei kriegen, nutze ich die Zeit auch,
um mich auf Castings und neue Rollen vorzubereiten oder Texte zu lernen.

Sehen Sie sich denn als Sportler oder als Schauspieler?

Ich bin in erster Linie Schauspieler. Der Idealfall ist für mich natürlich, wenn ich beides kombinieren kann. Ich muss mir nichts antrainieren für actiongeladene Rollen, sondern bringe das von Haus aus mit. Im letzten Jahr durfte ich in Indien als russischer Schurke die Hauptrolle im Bollywood-Actionfilm „Shivaay“ übernehmen. Das war nicht nur ein großer Spaß, das war eine Erfahrung fürs Leben.

Woher kommt diese sportliche Leidenschaft?

Alles fing eigentlich in meiner Jugend mit Leichtathletik an, ich wollte mit meinen beiden älteren Brüdern mithalten. Mit 15 ging es mit Taekwondo und Kickboxen weiter. 2002 kam mit dem „Extreme Man“ mein erster Hindernislauf. Er gilt als Vorläufer der „StrongmanRun“-Läufe. Dieses Jahr werde ich 40 und gehöre noch immer zu den besten Hindernisläufern Deutschlands, darauf bin ich stolz und das soll auch noch eine Weile so bleiben. Auch die Teilnahme am „World´s Toughest Mudder“ Extremhindernislauf in der Wüste von Nevada war ein unglaubliches Erlebnis und brachte uns den Teamweltmeister-Titel ein.

Den Körper kann man trainieren, aber woher nimmt man die mentale Kraft?

Die Power gibt mir meine Frau Nuray zusammen mit meinen Zwillingen Elin und Mina. Es gibt viele schöne Flecken auf dieser Welt, aber nach Dreharbeiten oder Sportveranstaltung nach Hause zu kommen, ist einfach nicht zu toppen. Dabei hab ich tatsächlich die Geburt meiner beiden Mädels vor zwei Jahren verpasst. Sie kamen vier Wochen zu früh auf die Welt, als ich noch beim „World’s Toughest Mudder“ in den USA war. Dafür sorge ich jetzt umso mehr für die gemeinsame Zeit und integriere mein Trainingsprogramm in ihren Tagesablauf.

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Der Mensch hinter dem Minister

Gesundheitsminister Jens Spahn im Portrait

Mit meinem Besuch der Bad Füssinger Gespräche habe ich für Sie, liebe Leserinnen und Leser, ein besonderes Schmankerl parat. Während der Veranstaltung, die auf Einladung der Johannesbad Gruppe stattgefunden hatte, konnte ich unseren Gesundheitsminister Jens Spahn persönlich kennenlernen.

Ich konnte ihn als Redner erleben, als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion und vor allem als Mensch. Alle drei Varianten waren für mich sehr aufschlussreich und ich habe wieder einmal am eigenen Leib erlebt, wie unterschiedlich man einen Menschen wahrnimmt, wenn man eine Rede oder ein Statement kurz im Fernsehen als Ausschnitt vorgesetzt bekommt oder, wie in meinem Fall, über längere Zeit den gesamten Ausführungen lauschen kann. Für uns Seniorinnen und Senioren ist der Gesundheitsminister eine wichtige Person, gehören wir doch zu der Bevölkerungsgruppe, die unser Gesundheitssystem am meisten in Anspruch nimmt. Vor allem in Sachen Pflege gibt es einiges zu tun. Da war es schon sehr sinnvoll, direkt aus erster Hand zu erfahren, wie ernst der Gesundheitsminister die Senioren nimmt und wie er agiert.

DER GESUNDHEITSMINISTER ALS REDNER

Der Gesundheitsminister hat sich mit seiner Vita vorgestellt. Er sei Politologe und lege Wert auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise.

Diese Aussage kann ich gut unterstützen und sie ist meines Erachtens sehr wichtig. Wer weitgehende Entscheidungen vorbereiten und treffen muss, braucht die Fähigkeit des ganzheitlichen Denkens. In den Ausführungen seiner Rede hat er diese Fähigkeit unter Beweis gestellt. Mein Eindruck ist, dass Jens Spahn durch sein Studium der Politologie sehr auf das ganzheitliche Erfassen von großen Zusammenhängen geprägt wurde. Das ist eine große Gabe. Mich beruhigt es, diese Tatsache zu erkennen.

Sehr ausführlich hat er in seiner Rede erklärt, wie schwer es ihm persönlich falle, mit den ständigen Falschzitaten umzugehen, die er von sich tagtäglich in der Presse liest und hört. Er hätte selten die Gelegenheit, seine Gedanken im vollen Umfang an die Menschen im Lande zu kommunizieren. Das sei sehr schade, um nicht zu sagen gefährlich, weil durch die Verkürzung schlicht und ergreifend falsche Aussagen kommuniziert würden.

DER GESUNDHEITSMINISTER ALS DISKUSSIONSTEILNEHMER

Im Anschluss an die Keynote von Jens Spahn hatte Gastgeber Dr.  Zwick zu einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Bert Rürup, der als Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Wirtschaftsweiser in Deutschland durch seine Rentenreform bekannt wurde, eingeladen. Führungskräfte aus Krankenkassen und einschlägigen Verbänden teilten mit Jens Spahn das Podium. In dieser Rolle habe ich Jens Spahn als sehr souverän erlebt, obwohl er häufig sehr unsachlich angeschossen wurde, vor allem von Bert Rürup. Seine Ausführungen blieben trotzdem sachlich, kurz und knackig in Ton und Inhalt. Auch in dieser Rolle hat Jens Spahn mich überzeugt.

DER GESUNDHEITSMINISTER ALS MENSCH

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung hatte ich die Möglichkeit mit dem Minister persönlich zu sprechen und mich auszutauschen.

Dabei durfte ich erfahren, dass für Jens Spahn seine Oma der wichtigste Mensch in seinem Leben ist. Sie habe ihn sehr geprägt, lauteten seine lobenden Worte über seine Großmutter. Von ihr habe er sehr viel gelernt – Bescheidenheit, Tatkraft und die Lebensfreude.

Diese Worte haben mich sehr berührt und mich überzeugt, dass Jens Spahn ein integrer Mensch ist, der seine Sache ernst nimmt und ein Herz für die Senioren hat.