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Beauty & Mode Eva-Maria-Popp

Mode von WI-CARE

Macht das Leben bunt und leicht

Es ist Vormittag und ich sitze im Kontor der Firma Wi-Care in Geldermalsen in Holland. Ich bin gespannt auf Wilma Verhoeks, die Chefin. Schon beim ersten Telefonat hat sie einen sehr liebenswerten und kompetenten Eindruck gemacht. Gleich habe ich gespürt, dass hinter Wi-Care eine energische Frau mit Selbstbewusstsein aber vor allem Charme und viel Gefühl steht.

Dieser Eindruck bestätigt sich spätestens nach den ersten Worten, die wir im Kontor miteinander wechseln. Sympathie pur! Nun tauche ich ein in die Welt der Stoffe und Farben, Schnitte und Accessoires. Im
Hintergrund rattern die Maschinen und Gert, der Zuschneider lässt seine Schere über den Tisch gleiten.

Wilma erzählt mir, wie sie zu Wi-Care kam. Jahrelang war sie als Dozentin für Design an einer Hochschule tätig, bis sie schwanger wurde. Die Pause vom Job nutzte sie, um ihren Traum von der eigenen Firma zu verwirklichen und der Zufall brachte sie zur heutigen Kernkompetenz: Mode für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Seither entsteht im Wi-Care Kontor schicke und gleichzeitig funktionelle Bekleidung für Menschen, die nicht von der Stange kaufen können. So trifft es sich gut, dass ich bei meinem Besuch in Holland Ans treffe. Sie ist 65 Jahre alt und sitzt seit einem Schlaganfall im Rollstuhl. Ans legt großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres und modische, vor allem farbig abgestimmte Kleidung. Mit eindrucksvollen Worten erklärt mir Ans, wie sie sich gefühlt hat, als sie als Rollstuhlfahrerin einfach keine passende Kleidung gefunden hatte, die sowohl schick und modisch, als auch den besonderen Bedürfnissen einer Rollstuhlfahrerin angepasst war. „Ich habe mich gefühlt wie Aschenputtel, nundank Wi-Care – bin ich wieder
die Prinzessin.“

Da gibt es die Panchos, die in strahlenden Farben vor mir hängen und sowohl für Rollstuhlfahrer, aber auch schwangere Frauen, vielbeschäftigte Autofahrerinnen, junge Mütter und Seniorinnen Farbe und vor allem Bewegungsfreiheit ins Leben bringen. Klasse Idee. Nun verstehe ich Wilmas Slogan: Wi-care verbindet.

Natürlich kann ich dem Reiz der Farbenpracht, aber auch dem ausgesprochenen Schick eines Panchos in strahlendem Magenta nicht widerstehen und kaufe meinen ersten Wi-Care Pancho. Der passt mir so gut, dass Wilma mich als Model engagiert und so bin ich live dabei beim Fotoshooting ein paar Wochen später. Auch das ist eine interessante Erfahrung. Hier lerne ich die vielen praktischen Details eines Panchos kennen, die gerade Rollstuhlfahrern das Leben stark erleichtern.

Mir schenkt der neue Pancho absolute Bewegungsfreiheit im Auto, beim Einkaufen und als Großmutter mit meinem Enkel auf dem Arm. Für Seniorinnen mit einem Schultersyndrom kann ich mir die Freude vorstellen, beim Anziehen keine Schmerzen mehr zu haben.

Aber auch für die anderen Wi-Care Produkte kann ich mich begeistern, weil ich verstehe, was sie für die Menschen, die sie tragen bzw. für ihre pflegenden Angehörigen und Pflegepersonen an Erleichterung bedeuten. Da ist der patentierte Ganzkörperanzug aus reißfestem Stoff, der Menschen mit Demenz davor schützt sich zu verunreinigen oder sich selbst zu verletzen.

Interessant auch die verschiedenen Badecapes, mit denen Menschen im Rollstuhl warm und mollig aber vor allem würdevoll und geschützt vor fremden Blicken vom Bad zurück ins Zimmer gebracht werden.
Auch die besondere Funktion der Sitzschalenjacke leuchtet mir ein: Menschen mit einer Körperbehinderung, die in einer Sitzschale sitzen und stark bewegungseingeschränkt sind schätzen diese Jacke, die vorne modisch aussieht und hinten einen zweckmäßigen Klettverschluss hat, der ein umständliches Anziehen unnötig macht.

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Lifestyle Ratgeber Sport & Gesundheit

CANNABIS: geschätzt – verflucht – neu entdeckt

Cannabis gehört zu der Pflanzenfamilie der Hanfgewächse und ist eine der ältesten Nutz- und Heilpflanzen, welche die Menschheit kennt. Der Wirkstoff wird aus den getrockneten Blüten der weiblichen Pflanze gewonnen. Je nach Cannabissorte mit einer unterschiedlichen Konzentrationen von THC, CBD und anderen Cannabinoiden.

Schon die alten Inder und Chinesen wussten vor tausenden von Jahren um ihre heilenden Kräfte und vor ca. 100 Jahren waren Cannabis/ Hanfmedikamente in jeder Hausapotheke in Deutschland zu finden. Für viele war es auch einfach nur ein billiger Tabak.

In der Zeit der Hippies war es die Modedroge schlechthin und wir alle erinnern uns noch an die Fotos der Blumenkinder mit ihren selbstgedrehten „Tüten“ und dem Beatles-Kulthit „All you need is love“. Durch eine aus den USA stark vorangetriebene Prohibition gegen Cannabis und der damit verbundenen Befürchtungen über Missbrauch traten die medizinischen Eigenschaften in den Hintergrund und eine Heilpflanze wurde zur „bösen“ Droge. Wie immer machen es die Dosis und der Anwender!

Seit März 2017 ist Cannabis in Deutschland als verschreibungspflichtiges Medikament zugelassen und erstattungsfähig und wird erfolgreich u.a. in der Schmerztherapie eingesetzt.

Wichtig ist dabei die individuelle Abstimmung mit dem Patienten und der Entwicklung, der für ihn passenden Cannabissorte nach THC- und CBD-Anteil. Die Abstimmung erfolgt über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen. Danach kann sich in vielen Fällen eine deutliche Verbesserung von Schlaf und Appetit, eine innere Ausgeglichenheit und vor allem ein Schmerzrückgang einstellen.

Viele Patienten berichten ganz allgemein von einer verbesserten Lebensqualität. Auch kommt es bei der richtigen Dosierung auf die Tageszeit an. Am Tag soll die Dosierung und jeweilige Sorte nicht “sedierend“ wirken und für die Nacht sollte sie den Schlaf fördern. Moderne Geräte wie ein Vaporizer helfen dabei sehr gut und Extrakte vereinfachen die Einnahme selbst für ältere Patienten.

Doch viele Ärzte scheuen sich noch von gewohnten, herkömmlichen „chemischen Keulen“, mit all seinen Nebenwirkungen, zurück zu „Mutter Natur“ zu wechseln. Auch die Krankenkassen sind hier nicht hilfreich, ganz im Gegenteil: Durch einen fast undurchschaubaren Wulst an Formularen und langen Wartezeiten bei der Genehmigung, machen sie es Arzt und Patient oft unnötig schwer.

Da sind uns die Kanadier um Jahre voraus! Dort wird auch das meiste Cannabis angebaut und geerntet, das in der Medizin Verwendung findet, denn in Deutschland ist der Anbau immer noch verboten. Um eine gleichbleibende Qualität der Inhaltsstoffe für die Patienten zu gewähren, ist ein aufwändiges Anbauverfahren in Gewächshäusern notwendig. Auch die Standards der Qualitätsprüfung und Verpackung sind genauestens genormt. So in Kanada geprüft, macht sich das Paket auf den Weg nach Deutschland, wo es sofort noch einmal kontrolliert wird. Doch bevor es der Patient von der Apotheke erhält, muss auch diese die Ware nochmals prüfen und das macht den Einkauf für den Patienten sehr teuer, wenn er kein Kassenrezept erhält!

Patienten, die eine Ausnahmegenehmigung vor dem März 2017 hatten und sich auf dem „freien Markt“ versorgten, wissen dies nur all zu gut.

Mein Fazit: Cannabis kann die Lebensqualität gerade bei Schmerzpatienten entscheidend verbessern. Vor allem ältere Patienten sind davon betroffen.

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Körper, Geist & Seele Ratgeber Sport & Gesundheit

SEX IM ALTER

Ein Tabu oder ein Thema über das MANN/FRAU dringend sprechen sollte?

Sexualität im Alter sollte kein Tabu sein. Manche Körperfunktionen mögen in Alter nachlassen und somit ändert sich auch die Art des Liebesakts. Körperliche Nähe, das Gefühl von Verbundenheit und Zärtlichkeit spielen hier eine große Rolle. Ganz entscheidend ist es, dass die Paare miteinander offen über ihre Wünsche und Bedürfnisse reden.

Genau darin liegt die Chance für reifere Paare: Sich die Zeit zu nehmen, um aufeinander zuzugehen, Neues zu lernen, die Sprache wiederzufinden, mutig zu sein, weil sie um den Wert der gemeinsamen Zeit wissen. Das Alter kann die richtige Lebensphase sein, um die eigenen Bedürfnisse wieder zu entdecken und eine Partnerschaft neu zu definieren.

BEI FRAUEN: LIBIDO UND MENOPAUSE

Die Beschwerden in den Wechseljahren führen bei vielen Frauen dazu, dass sie sich nicht mehr so attraktiv finden. Oft hängt es damit zusammen, dass sich der Körper verändert und somit auch die Lust auf Sex sinkt. Damit die Beschwerden gelindert werden und auch die Lust auf Sex wieder steigt, gibt es pflanzliche Präparate, wie z. B den Wirkstoff Moringa.

BEI MÄNNERN: POTENZ

Stress und Belastung sind oft Auslöser für körperliches Unwohlsein, wodurch die Lust auf Sex abnimmt. Im Alter ist dies ein ungewollter, aber meist nicht zu verhinderdner Nebeneffekt des Älterwerdens. In diesem Fall muss Mann nicht gleich zu chemischen Pillen greifen, sondern kann mit Hilfe von natürlichen Präparaten und Wirkstoffen, wie z. B. Maca und Ginseng, sein Leistungsvermögen steigern.

FRAUEN UND MÄNNER – BECKENBODENTRAINING

Die Übungen tragen im hohen Maße zu empfindsamem und erfüllendem Geschlechtsverkehr bei, denn: ein gut gestärkter Beckenboden steigert die Empfindsamkeit. Neben zahlreichen Übungen gibt es spezielle Beckenbodentrainer für Frauen, die dabei helfen die Beckenbodenmuskulatur zu stärken.

NEUE ANREIZE MIT SPIELZEUG FÜR SIE UND IHN

Sex im Alter kann wunschlos glücklich und richtig Spaß machen. Grund hierfür: der Stress der Arbeit fällt weg, die Kinder sind aus dem Haus und man hat endlich wieder Zeit. Zeit für Zweisamkeit und Zeit dafür, Dinge auszuprobieren und seine Partnerschaft neuen Schwung zu verleihen. Hier ist auch wichtig, dass das Risiko, Sex zu haben kein Faktor mehr ist, der das Liebesspiel im negativen Sinne beeinflusst: die Wechseljahre sind durch und Paare können sich ohne Sorge auf Neues einlassen.

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories Körper, Geist & Seele

SPORT IST SEIN LEBEN

Markus Ertelt ist der schwäbische Popeye

Dass Muskeln nicht alles sind, davon ist Schauspieler Markus Ertelt (bekannt aus u. a. Tatort, WaPa Bodensee und Heldt) überzeugt.

Auch am Spinat á la Popeye kann es nicht liegen, obwohl der 39-Jährige als Extremsportler auf seine Ernährung achtet. Seine wichtigsten Komponenten sind Kraft, Mut und Ausdauer. So wurde auch die indische Filmlandschaft auf den sympathischen Zwillingspapa aufmerksam: Markus Ertelt stand 2016 in den größten Filmstudios der Welt als Bösewicht des Bollywood-Actionfilms „Shivaay“ vor der Kamera. Wie es aussieht, wenn sich der gebürtige Stuttgarter mit körperlicher und mentaler Stärke sportlichen Herausforderungen stellt, hat jüngst die TV-Actionshow „Showdown – Die Wüsten- Challenge“ gezeigt. Denn Markus Ertelt trat in der Sierra Nevada in Spanien in K.O.-Duellen gegen knallharte Athleten an – und hat gewonnen!

Showdown ist die wohl härteste TV-Sendung. Wie fühlt man sich als starker Sieger?

Markus Ertelt: Das fühlt sich natürlich gut an. Die Ausstrahlung der Finalsendung habe ich mit weiteren Showdown-Kandidaten, meiner Familie und meinen Freunden beim Screening verfolgt – auf einer Großleinwand authentisch in einem Fitnessstudio in Stuttgart. Und natürlich den Sieg ordentlich gefeiert. Endlich darf ich es allen erzählen. Mir ist es wirklich schwer gefallen, niemandem etwas zu verraten.

V.l.: Andre De Oliveira, David B‰r, Anthony Yeboah, Rodi Al Bakri, Philipp Plˆger, Dardan Morina, Markus Ertelt, Lukas Strorath

Wie haben Sie sich auf die Show vorbereitet?

Ich habe mein Sportprogramm umgestellt und sehr intensiv mit meinem Coach Julian Korbel trainiert. Insgesamt zwölf Wochen, unterteilt in 7 bis 10 Einheiten die Woche mit 10 bis 15 Stunden – gefüllt mit funktionellem Training, Laufen, Krafttraining und Ringen.

Als Muskelpaket wie Popeye sind Sie bestimmt oft im Fitnessstudio?

Am Spinat liegt es nicht. Ich trainiere so gut wie jeden Tag. Allerdings nicht nur im Studio, sondern auch draußen in der Natur. Während andere beispielsweise beim Laufen den Kopf frei kriegen, nutze ich die Zeit auch,
um mich auf Castings und neue Rollen vorzubereiten oder Texte zu lernen.

Sehen Sie sich denn als Sportler oder als Schauspieler?

Ich bin in erster Linie Schauspieler. Der Idealfall ist für mich natürlich, wenn ich beides kombinieren kann. Ich muss mir nichts antrainieren für actiongeladene Rollen, sondern bringe das von Haus aus mit. Im letzten Jahr durfte ich in Indien als russischer Schurke die Hauptrolle im Bollywood-Actionfilm „Shivaay“ übernehmen. Das war nicht nur ein großer Spaß, das war eine Erfahrung fürs Leben.

Woher kommt diese sportliche Leidenschaft?

Alles fing eigentlich in meiner Jugend mit Leichtathletik an, ich wollte mit meinen beiden älteren Brüdern mithalten. Mit 15 ging es mit Taekwondo und Kickboxen weiter. 2002 kam mit dem „Extreme Man“ mein erster Hindernislauf. Er gilt als Vorläufer der „StrongmanRun“-Läufe. Dieses Jahr werde ich 40 und gehöre noch immer zu den besten Hindernisläufern Deutschlands, darauf bin ich stolz und das soll auch noch eine Weile so bleiben. Auch die Teilnahme am „World´s Toughest Mudder“ Extremhindernislauf in der Wüste von Nevada war ein unglaubliches Erlebnis und brachte uns den Teamweltmeister-Titel ein.

Den Körper kann man trainieren, aber woher nimmt man die mentale Kraft?

Die Power gibt mir meine Frau Nuray zusammen mit meinen Zwillingen Elin und Mina. Es gibt viele schöne Flecken auf dieser Welt, aber nach Dreharbeiten oder Sportveranstaltung nach Hause zu kommen, ist einfach nicht zu toppen. Dabei hab ich tatsächlich die Geburt meiner beiden Mädels vor zwei Jahren verpasst. Sie kamen vier Wochen zu früh auf die Welt, als ich noch beim „World’s Toughest Mudder“ in den USA war. Dafür sorge ich jetzt umso mehr für die gemeinsame Zeit und integriere mein Trainingsprogramm in ihren Tagesablauf.

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories Körper, Geist & Seele Starke Frauen & Starke Männer

EIN MANN WIE EIN BERG

Im Gespräch mit Schauspieler Ralf Moeller

Hollywoodstar Ralf Moeller wurde 1959 in Recklinghausen geboren. In seiner Jugend waren Schwimmen und Boxen seine bevorzugten Sportarten. In den 70er Jahren kam die damals noch neue und teilweise belächelte Sportart Bodybuilding dazu. Dies wurde seine große sportliche Leidenschaft, wobei in den Anfangsjahren das Wort „Leiden“ sicher auch Programm war. Doch die Anstrengungen wurden 1984 mit der Deutschen Meisterschaft und 1986 mit dem Titel „Mr. Universum“ belohnt. Wie schon bei seinem Freund Arnold Schwarzenegger war dies das Sprungbrett in die Schauspielerei. Ob im Kino oder im Fernsehen, Ralf Moeller ist nicht zu übersehen und das nicht nur wegen seiner Größe von 1,96 m. Er hat es geschafft und spielt in der Riege der ganz Großen wie Oscar-Preisträger Russel Crowe, Dwayne „the Rock“ Johnson oder Jürgen Prochnow. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, Ralf Moeller in München kennen zu lernen und ihm einige Fragen stellen zu dürfen.

WIA: In welcher Sprache sprechen Sie mit Arnie, wenn Sie sich treffen? (beide Muttersprache deutsch)

RALF MOELLER: Wenn wir alleine sind in Deutsch. Aber meist ist noch jemand anderes dabei und dann wechselt man ganz schnell ins Englische.

WIA: Lassen Sie uns an Ihrem Leben in Hollywood teilhaben und erzählen Sie uns ein besonderes Erlebnis! Was sind Ihre nächsten Projekte?

RALF MOELLER: Als der Anruf kam mit der Zusage zum Film „Gladiator“, das war schon etwas ganz besonderes. Zurzeit bin ich wieder in Deutschland um meinen neuen Film „Klassentreffen“ mit Freund Til Schweiger zu promoten. Außerdem sind wir gerade dabei, den Kinofilm „Der letzte Bulle“ abzuschließen. Sie kennen sicher die Serie von Sat1 mit Hauptdarsteller Henning Baum. Daraus wurde jetzt ein Film gemacht, der im November 2019 in den Kinos anläuft.

WIA: In den letzten Jahren haben Sie sich auch sehr stark sozial engagiert. Bitte erzählen Sie unseren Lesern etwas über Ihre Projekte „Starke Typen“

RALF MOELLER: Auch deswegen bin ich wieder verstärkt in Deutschland, z. B. im letzten November in Salzgitter, wo ich lernschwache Schüler und solche mit Migrations hintergrund mit Unternehmern vernetzt habe, und diese Schüler dadurch die Möglichkeit zu einem Praktikum erhalten oder vielleicht sogar eine Lehrstelle angeboten bekommen. Auch ist mir der Kontakt zwischen den Generationen wichtig. Jugendliche und Senioren können so viel von einander lernen.

Die Schüler können den Senioren den Umgang mit der neusten Technik, wie Laptop und WhatsApp beibringen, ihnen die Angst davor nehmen und wenn ein Senior dann mit seinem weit entfernt lebenden Enkel skypt, dann haben alle etwas davon. Senioren können wiederum ihre Lebenserfahrung mit den Jugendlichen teilen und ihnen in schwierigen Situationen helfen.

Für sein Engagement bei „STARKE TYPEN“ wurde Ralf Moeller von Kinderlachen mit dem Kind-Award ausgezeichnet.

Auch die Unterstützung unserer Bundeswehrsoldaten und -soldatinnen im Ausland ist mir sehr wichtig. Deshalb habe ich persönlich eine Auswahl an Fitnessgeräten im Wert von 30.000 Euro nach Afghanistan gebracht, um den tristen Alltag der Truppe etwas zu bereichern.

WIA: Die Gesundheit ist für uns alle ein wichtiges Gut. Das gilt für Sie als Schauspieler genauso, wenn nicht noch mehr. Haben Sie ein paar Tipps für unsere Leser?

RALF MOELLER: ERNÄHRUNG: Mit der Ernährung steht und fällt alles. Ich sage immer, 80% des persönlichen Wohlbefindens hängen von der Ernährung ab. Ernähren wir uns falsch, mit zuviel „bösem“ Zucker und Fett, kann unser Körper, auch wenn er es geistig noch könnte, nicht schaffen. Das gilt auch, oder besonders im Alter. Ich persönlich bin fast vollständig vom „roten Fleisch“ abgekommen. Seit einem Jahr ernähre ich mich fast ausschließlich vegan und fühle mich gesünder
und fitter. SPORT: Jeder so viel wie er kann und wenn möglich etwas mehr, um den „inneren Schweinehund“ nicht gewinnen zu lassen. Vor allem für Senioren ist Bewegung so wichtig – Wer rastet der rostet – und das stimmt! Aber achten Sie darauf, was der Körper noch als Wohlfühlen empfindet! Überanstrengung ist genau so falsch, wie gar keine Bewegung. Wandern, Schwimmen, Radfahren, kleine morgendliche Gymnastik sind für Senioren sehr zu empfehlen. Am Besten spricht man sich auch mit seinem Arzt ab oder geht in ein Fitnessstudio, das spezielle Seniorenangebote und Geräte anbietet.

WIA: Ich habe Sie auf der PIXX auch als großen Genießer kennen gelernt. Was sind Ihre großen und kleinen Laster/Genüsse?

RALF MOELLER: Einer guten Zigarre kann ich nur sehr schwer widerstehen. Sie ist für mich auch der Inbegriff von guter Gesellschaft und Zeit. Denn nur dann kann man eine Zigarre mit einem guten Rotwein auch richtig genießen. Das Leben zu genießen ist so wichtig und erhöht die Lebensqualität. Lieber mache ich danach ein paar Sit-ups mehr als „Buße“, als darauf zu verzichten.

WIA: „Alt werden ist nichts für Feiglinge“ hat Joachim Fuchsberger einmal gesagt. Wie gehen Sie damit um und welche Tipps haben Sie für unsere Leser?

RALF MOELLER: Wir können das Altern nicht aufhalten, wir können uns ihm nur stellen. Aber wir können ihm entgegenwirken! Mit gesunder Ernährung, ausreichend Sport und vor allem positiver Einstellung. Ich bin mittlerweile 60, habe aber immer noch die Einstellung und Energie wie früher. Dafür muss Mann/Frau aber auch etwas tun. Lassen Sie sich nicht hängen, auch wenn es hier und da einmal „zwickt“.

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Beauty & Mode Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories Starke Frauen & Starke Männer

Eine Schönheitskönigin stellt sich vor!

Eva-Maria Popp im Gespräch mit Dina Wacker, Miss Plus Size Germany

„Wohlfühlen ist eine Sache der
inneren Einstellung“


Das ist die Kernbotschaft, die mir Dina Wacker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit auf den Weg gibt. Sie weiß, wovon sie spricht, denn Dina Wacker wurde weder mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, noch als Barbie. Sie kennt alle Schattenseiten, die ein Leben mit sich bringt, wenn man nicht den gängigen Vorstellungen der werbegeprägten Ideale der Plakatwände und Covertitel entspricht.

„Mein Selbstbewusstsein lag am Boden“, berichtet Dina Wacker.

„Der Laufsteg und das Modeln waren immer ein Traum von mir. Doch wie sollte ich diesen Traum schaffen? Ich war nie ein Hungerhaken. Ich werde nie ein Hungerhaken sein und ich will nie wie ein Hungerhaken durch das Leben laufen. Warum? Weil mein Körper nicht dafür geschaffen ist und ich andere Qualitäten besitze.“ Ja, das kann ich bestätigen. Vor mir sitzt eine wunderschöne Frau, die voller Lebensfreude ist und deren Energie auf mich überspringt.

Dina Wacker und ich treffen uns zu diesem Interview im mondänen Casino von Baden-Baden, am Rande einer tollen Veranstaltung – der PIXX-Lounge von Axel Kahn. Beim Bruder von Fußballtitan Oliver Kahn geben sich in seiner PIXX Lounge die großen Namen ein Stelldichein. Unternehmer, Schauspieler, Sänger, Models, Autoren, Moderatoren und viele, viele VIPs treffen sich zum Netzwerken und zu einem Austausch auf Augenhöhe.

Auch Dina Wacker gehört zu diesen VIPs, very important people, zu deutsch – sehr wichtige Personen. Es ist mir eine Ehre, dass Dina für unsere „WIA-Wohlfühlen im Alter“ Rede und Antwort steht und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, erzählt, was es mit dem Wohlfühlen auf sich hat.

Meine wichtigste Frage an Dina Wacker lautet natürlich, wie sie auf die Idee kam, sich zum Schönheitswettbewerb Miss Curvy anzumelden? Lesen Sie selbst, wie Dinas Antwort lautet:

„Nach einem Fotoshooting, das zur damaligen Zeit mein geknicktes Selbstbewusstsein aufbauen sollte, entschloss ich mich nach einiger Überredungskunst meiner Familie, mich zur Wahl online zu bewerben. Da das Modeln schon immer ein Traum von mir war, aber meine Rundungen und Kurven mich daran gehindert haben, traute ich mich bis 2015 nicht, meinen Traum zu leben.

Es bedarf harter Arbeit, das eigene Selbstbewusstsein zu steigern. Aber ich habe es geschafft. Ich war schon immer Curvy, nur ich wusste es lange Zeit nicht zu schätzen, dass Curvy auch sehr schön und attraktiv sein kann. Mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, meine – teils auch schmerzlichen Erfahrungen mit anderen zu teilen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Mein Titel – Miss Plus Size Germany – erfüllt mich mit Stolz, da ich die Einzige in Deutschland bin, die den Titel tragen darf.

Um mich fit zu halten, treibe ich Sport, bin sehr viel an der frischen Luft und mein Schönheitsrezept lautet: Konfektionsgröße sagt nichts über die Schönheit eines Menschen aus. Sei glücklich und genieße jeden Augenblick!
Wohlfühlen und Schönheit hängen eng zusammen. Wer sich in seiner Haut wohlfühlt, ist schön.

Ein Mensch, der mit sich zufrieden ist, strahlt von Innen. Das sieht man sehr deutlich an seinem Äußeren“.

Danke an Dina Wacker für diese deutlichen Worte, die für uns alle sehr wichtig sind. Wie oft zweifeln wir an uns, weil wir uns messen mit der vermeintlichen und entseelten Perfektion, die uns von den Werbeplakaten einer Schönheitsindustrie entgegenstrahlt.

Vor allem wenn man in die Jahre kommt ist es wichtig, sich in seiner Haut wohlzufühlen und eine andere Einstellung zur eigenen Vorstellung von Schönheit zu entwickeln.