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Eva-Maria-Popp Interviews & Stories

150 Jahre Franz Lehár – wir gratulieren von Herzen

Eine Gratulationscour von Eva-Maria Popp

Was wäre der Himmel voller Geigen –  in unseren Herzen, unseren Ohren, unseren Konzertsälen und im Besonderen in Bad Ischl ohne den großen Komponisten Franz Lehár.

„Dein ist mein ganzes Herz.“

Ja, lieber Franz Lehár, so ist es. Wir lieben dich, wir verehren dich, wir schwelgen in deinen Melodien. Du zauberst uns mit deiner Musik die Sonne ins Herz.

Wie gerne hätten wir dir zu deinem großen Geburtstagsjubiläum am 30. April in Bad Ischl die Ehre gegeben. Wie gerne hätten wir dich besucht und mit dir undden geladenen Honoratioren gebührend gefeiert.

Corona hat uns allen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb müssen wir alle zuhause bleiben. Umso mehr freuen wir uns über die gelungene Überraschung deiner Heimatgemeinde Bad Ischl und der Lehár Festspiele.

Gemeinsam mit Salzkammergut TV haben die Gemeinde Bad Ischl und die Festspielleitung eine besondere Sendung produziert. Gezeigt werden Raritäten, noch nie veröffentlichtes Bild- und Filmmaterial über dich, den Bad Ischler Ehrenbürger, sowie Interviews mit prominenten Vertretern des Genres, die ihre Erfahrungen mit deinem Gesamtwerk thematisieren!

Die Erstausstrahlung findet am Donnerstag, 30. 4., um 20 Uhr statt und kann auch über einen Livestream auf http://www.fotohofer.at/ gesehen werden.
Sie wird auch danach über Youtube weiterhin zu sehen sein!

Franz Lehár und sein Leben

Franz Lehár wurde am 30. April 1870 in Komorn in Österreich-Ungarn geboren, heute liegt der Ort in der Slowakei. Lehár, dessen Vater bereits Militärkapellmeister war, sollte nach seinem Studium u. a. bei Antonin Dvorak  jüngster Militär-Kapellmeister der k.u.k. Armee werden. Diese Tätigkeit führte ihn nach Pula, Triest, Budapest und schließlich Wien, wo er sich der Operette widmete. „Die lustigen Witwe“, Uraufführung 1905, wurde zu einem Welterfolg. Weitere große Erfolge folgten: „Der Graf von Luxemburg“, „Zigeunerliebe“ und „Eva“.

Die Villa in Bad Ischl erwarb Franz Lehár im Jahre 1912 von der Herzogin von Sabran. Bis zu seinem Tod verbrachte er fast alle Sommer in Bad Ischl und fühlte sich in seiner Villa an der Traun stets wohl und stellte fest: „In Ischl habe ich immer die besten Ideen…“.

Viele seiner Meisterwerke hat er hier geschaffen. 1948 wurde er Ehrenbürger der Stadt Bad Ischl. Am 24. Oktober 1948 ist er in seiner Bad Ischler Villa verstorben. Sein Grab befindet sich auf dem Bad Ischler Stadtfriedhof.

Sein Nachlass in Bad Ischl wurde in das Verzeichnis des UNESCO-Dokumenterbes „Gedächtnis der Menschheit“ aufgenommen. Im „Stöckl“, dem Nebengebäude seiner Villa wird bald ein Opettenarchiv zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit der Stadtgemeinde mit dem Bundesdenkmalamt und der Kulturdirektion des Landes OÖ laufen Vorarbeiten für eine umfassende Renovierung der Lehár Villa. Sein musikalisches Erbe pflegt das Bad Ischler Lehár Festival.

Gut zu wissen:

Franz Lehár ist Motiv einer Sonderbriefmarke der Österreichischen Post, die am 11. Juli bei einem Sonderpostamt in Bad Ischl erstmals ausgegeben wird.

Liebe Leserinnen und Leser der „WIA – Wohlfühlen im Alter“,

Wir hoffen sehr, dass wir Ihnen mit diesen interessanten Informationen über den Operettenkönig Franz Lehár die Zeit der coronabedingten Kontaktsperre etwas erleichtern konnten. Wie immer bringen wir die große weite Welt der Musik, der Kultur, des Reisens, der Gesundheit und der Pflege in ihr Wohnzimmer.

Ihre Eva-Maria Popp

Wohlfühlen im Alter

Chefredakteurin

Lesen Sie auch unsere bisherigen Artikel über Bad Ischl unter folgenden Links:

https://www.wia-magazin.de/index.php/sisi-in-bad-ischl/

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories

Kaiserwetter für die kaiserliche Hoheit

Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen wurde 70

Strahlend blau und frühlingsmild zeigte sich die Sonne am Nachmittag des 02. April und unterstrich die fröhliche Gelassenheit mit der seine kaiserliche Hoheit, Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen in der berühmten Kaiservilla von Bad Ischl seinen 70. Geburtstag feierte.

Der hochherrschaftliche Park der Kaiservilla inmitten der beeindruckenden Bergwelt des Salzkammerguts dient als passende Kulisse für ein stimmungsvolles Fest, das schöner nicht hätte sein können. Viele fleißige Hände servieren raffinierte Getränke wie Erdbeeren auf Champagner und edle Weine. Auch die Menükarte überrascht mit feinen Speisen nach bester österreichischer Traditionsküche.

Ehrenkompanien umrahmen das kaiserliche Fest mit bunten Uniformen und Salutschüssen und viele der Gratulanten sind in Bad Ischler Tracht gekleidet, was dem Fest eine besondere Note gibt.

Die Kaiservilla kennen Sie, liebe Leserinnen und Leser aus den berühmten Sissifilmen mit Romy Schneider. Der junge Kaiser Franz Joseph verliebte sich in der Kaiservilla, die der Familie seit jeher als Sommerresidenz diente, in die bildhübsche Sissi. So war es die Kaiservilla, in der der Aufstieg der kleinen bezaubernden bayerischen Prinzessin Elisabeth zur legendären Kaiserin von Österreich begann.

In diesem geschichtsträchtigem Haus bin ich heute eingeladen um exklusiv für Sie von diesem kaiserlichen Geburtstagsfest zu berichten. Sissi ist die Urgroßmutter unseres Jubilars. Erzherzog Markus kann sich noch gut an seine Großmutter Valerie erinnern, die Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph, wie er mir bei einem Gläschen Wein erzählt.

Das Jahr seines 70. Geburtstages fällt zusammen mit dem 100. Todestag seines Urgroßvaters Kaiser Franz Joseph, der 1916 gestorben ist.

Dieses Ereignis wird derzeit in ganz Österreich mit zahlreichen Jubiläumsausstellungen begangen. Seit 40 Jahren ist die Kaiservilla nun im Besitz von Erzherzog Markus, der in einem Seitenflügel der kaiserlichen Residenz mit seiner zauberhaften Frau Hilde und den drei inzwischen erwachsenen Kindern wohnt und das herrschaftliche Haus zugleich Museum betreibt. Als Jurist weiß er worauf es ankommt einen Betrieb zu führen.

Seine kaiserliche Hoheit hat 12 Geschwister und ist über die Hochzeiten seiner Schwester mit dem regierenden Haus derer von Liechtenstein verbunden. Auch der Erbprinz von Baden ist sein Schwager und viele andere Mitglieder des europäischen Hochadels sind mit der erzherzoglichen Familie verwandt.

Ich freue mich, dass ich exklusiv für die Leserinnen der Neuen Post dabei sein darf, bei dieser besonderen Geburtstagsfeier und habe natürlich ein besonderes Geschenk dabei: Das Kinderbuch „Kaiser für Kinder“, das aus meiner Feder stammt und das Leben und Wirken von Kaiser Franz Joseph speziell für Kinder beschreibt.

Ich habe die Ehre mein Buch für den Erzherzog persönlich zu signieren und es ihm als persönliches Geschenk zu überreichen. Er hat sich sehr darüber gefreut und bedankt sich mit einer privaten Führung durch die Kaiservilla bei mir.

Es ist wunderbar seine Erzählungen aus der Geschichte zu hören, wenn er durch das Haus geht. Die Kaiservilla ist kein gewöhnliches Museum, es lebt durch die Anwesenheit der Familie des Erzherzogs.

Danach habe ich die Ehre mit dem ältesten Sohn, Erzherzog Valentin und seiner Frau Christine zu sprechen. Der Diplomingenieur für IT Sicherheit und die Architektin leben derzeit noch in Wien und erwarten in Kürze ihr erstes Baby. Wir unterhalten uns über das Leben in der großen Familie der Habsburger und ich erfahre, dass es in regelmäßigen Abständen eine Wallfahrt nach Rom gibt, zu der sich alle Familienmitglieder aus der ganzen Welt treffen.

Noch immer gelten die Hausgesetze der Habsburger. Das heißt dass das derzeitige Oberhaupt der Familie Habsburg, Erzherzog Karl der Heirat des jungen Paares zustimmen musste.

Nach dem Dessert plausche ich mit der österreichischen SocietyLady Eva Gräfin von Walderdorff, die eine sehr enge Freundin Hilde und Markus ist, wie sie das erzherzogliche Paar liebevoll nennt. Sie ist aber auch mit vielen anderen Habsburgern eng befreundet, wie Erzherzog Karl und seiner Frau Francescar Baronin von Thyssen-Bornemisza. Ich bewundere den schönen Trachtenschmuck der Gräfin und so entdecken wir unsere gemeinsame Liebe für edles Metall und wertvolle Steine. Die Gräfin berichtet mir daraufhin von ihrem Hochzeitsdiadem aus der edlen Wiener Juwelierwerkstatt Köchert, das sie von ihrem Ehemann zur Hochzeit bekam. Prinz August aus Hannover hat es persönlich bewundert und als besonders schönes Stück bezeichnet, als es bei Köchert zu einer Jubiläumsausstellung zusammen mit dem berühmten Haarschmuck der Kaiserin, den Sisisternen, gezeigt wurde.

Da das angeregte Gespräch immer wieder von Musikdarbietungen für den Jubilar unterbrochen wird verabrede ich mich mit der Gräfin zu einem Nachmittagskaffee in Salzburg. Dort werden wir unsere Unterhaltung weiterführen und das eine oder andere gemeinsame Projekt besprechen.

Nach einem bezaubernden und ganz besonderen Nachmittag mahnt die untergehende Sonne die zahlreichen Gäste zum Aufbruch und ein wunderschönes Fest geht zu Ende.

Ich freue mich schon auf meinem nächsten Besuch in der Kaiservilla und viele gemeinsame Projekte mit der sympatischen Familie von Habsburg.

Danke für die Einladung auch im Namen meiner Leserinnen und Leser an Erzherzog Markus von Habsburg Lothringen und seine Familie.

Wenn auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, das besondere Ambiente der Kaiservilla erleben wollen, dann machen Sie sich auf nach Bad Ischl und grüßen Sie den Erzherzog von mir, wenn Sie Ihn treffen. Die Kaiservilla in Bad Ischl ist immer eine Reise und einen Besuch wert.

Herzliche Grüße aus der Kaiservilla.

Ihre Eva-Maria Popp

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Sisi in Bad Ischl

Urenkel Erzherzog Mag. Markus Habsburg-Lothringen öffnet für die WIA die Pforten der Kaiservilla in Bad Ischl

Heute befinde ich mich im Traumland, in der Kaiservilla in Bad Ischl, im Wunderschönen Salzkammergut. Seiner kaiserliche Hoheit, Erzherzog Markus Habsburg-Lothringen und seine bezaubernde Gattin Hilde öffnen mir die Türen. Der Erzherzog ist ein Urenkel der legendären Kaiserin Elisabeth und von Kaiser Franz Joseph.

Als Besitzer der Kaiservilla ist er nicht nur ein Bewahrer der Familiengeschichten und Traditionen sondern auch der Bewahrer der wunderbaren Kaiservilla und des dazugehörenden Parks. Einst hat die jüngste Kaisertochter Marie Valerie, die als Sisis Lieblingskind galt, die Villa in Bad Ischl von ihren kaiserlichen Eltern geerbt. Sie ist die verehrte Großmutter unseres Gastgebers.

Markus Habsburg-Lothringen: „Mein Vater wiederrum hat sie noch persönlich gekannt und erlebt die berühmte Kaiserin Elisabeth, meine Urgroßmutter.

Er hat uns Kindern immer wieder die Anekdote erzählt, dass er sich deutlich erinnern könne, als er als kleiner Junge dabei war, als die Haarpracht der Kaiserin, deren bodenlanges Haar, stundenlang von den Zofen gekämmt wurde.“

Erzherzog Markus, der in Österreich schlichtweg Herr Magister Habsburg-Lothringen heißt, weil dort sämtliche Adelstitel nach der Revolution von 1918 abgeschafft wurden, ist ein wundervoller Erzähler und Gastgeber. Ich könnte ihm stundenlang zuhören, als er mich im privaten Speisezimmer der Villa zur Teestunde mit österreichischem Jausengebäck empfängt.

So erfahre ich, dass die Kaisertochter Marie Valerie nach der Revolution in den 20er Jahren einen Teil des Parks an die Gemeinde Bad Ischl verkauft hat um ihrer Familie in schweren Zeiten finanziell über Wasser zu halten. Dort befinden sich nun das Freibad des berühmten Kurorts.

Nach dem zweiten Weltkrieg war die Kaiservilla vollbesetzt mit geflohenen habsburgischen Familienmitgliedern aus den ehemaligen Kronländern wie Ungarn und Böhmen, weil dort der Kommunismus Einzug hielt. Bei aller kaiserlichen Pracht der Villa war diese Zeit geprägt von Hunger, Not und Entbehrung, wie überall nach dem Krieg. Im Park wurden Gemüsebeete bewirtschaftet, um die große Familienschar satt zu bekommen.

Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei und Villa und Park erstrahlen schon seit langem wieder in hochherrschaftlichem Glanz und werden als Museum geführt, das sehr gerne von Gästen aus aller Welt besucht wird. Die legendären Sisifilme tragen sehr zur Berühmtheit der Örtlichkeit bei. Sie werden immer noch in der ganzen Welt ausgestrahlt. Die Kaiservilla kommt dabei natürlich vor. Schließlich haben sich der junge und fesche Kaiser Franz Joseph und die blutjunge bayrische Prinzessin Elisabeth bei einem Empfang in der Kaiservilla kennen- und lieben gelernt. Später, nach der Hochzeit, hat der Kaiser seiner geliebten Sisi die Villa geschenkt. Schaut man vom Berg herunter auf das Dach der Villa, kann man erkennen, dass die Umrisse der Villa ein großes „E“ bilden.

Seit diesen Tagen der ersten Begegnung zwischen Franz Joseph und Elisabeth im Jahr 1856 diente die Villa der kaiserlichen Famile als Sommerresidenz. Der Kaiser liebte die Aufenthalte in Bad Ischl, weil er dort seinem Hobby, der Jagd frönen konnte. Das ist ein Grund, warum die Treppenhäuser der Villa mit tausenden von sogenannten „Krickerl“ ausgestattet sind. So nennt man die Gams und Rehgehörne. Die Kaiserin wiederrum hat von der Villa aus jeden Morgen den Jainzen bestiegen. Das ist ein Berggipfel, der zum Park der Villa gehörte. Ganz zum Leidwesen der feinen Hofdamen, die die Kaiserin auf ihren ausgedehnten Wanderungen begleiten mussten war diese eine durchtrainierte und flinke Wanderin. Die Hofdamen kamen bei den kaiserlichen Wanderungen ganz schön aus der Puste.

Ein großes Ereignis war bis zum Tod des Kaisers im AJhr 1916 der kaiserliche Geburtstag am 18. August, den er fast jedes Jahr in Bad Ischl beging. Die Kaisertreuen in Österreich und die Ischler Bevölkerung halten noch heute an dieser Tradition fest und feiern am 18. August ein großes Fest zu Ehren ihres ehemals berühmtesten Mitbürgers.

Aber auch der Geburtstag des jetzigen Hausherrn wird ausgiebig mit der Bevölkerung gefeiert. Abordnungen von kaiserlichen Regimentern und Böllerschützen gaben sich zum 70. Geburtstag des Erzherzogs die Ehre, den dieser 2016 gefeiert hatte. Ich hatte die Ehre zur Gästeliste der Geburtstagsfeierlichkeiten zu gehören und habe die Feier im Park bei wunderschönem Wetter sehr genossen.

Nicht nur in Bad Ischl und imi Salzkammergut ist Markus von Habsburg ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen und Festen. Als Mitglied des europäischen Hochadels wird er auch auf Reisen durch Europa von gekrönten Häuptern empfangen oder erhält Besuche aus aller Welt in der Kaiservilla.

Nichts desto trotz ist der Erzherzog ein äußerst freundlicher Herr, der Bescheidenheit ausstrahlt und dessen Lebensaufgabe es ist, sein Familienerbe für die geschichtlich interessierte NAchwelt zu erhalten und zu bewahren, was in der heutigen Zeit nicht ganz einfach ist. Ich kann Sie, liebe Leserinnen und Leser nur ermuntern, sich selbst einen persönlichen Eindruck von der Kaiservilla zu machen.