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WIA – Wohlfühlen im Alter

Das Magazin

Unsere WIA holt die große, weite Welt in Ihr Wohnzimmer.

Wir unterhalten Sie mit unseren Geschichten, Interviews und Reisetipps.

Wir sind Ihr kompetenter und guter Ratgeber für ein gesundes und glückliches Leben.

Wir sind ein verlässlicher Partner an Ihrer Seite, mit dem sie über alles sprechen können.

Das sind die Themen, die wir direkt in Ihr Wohnzimmer liefern:

-Boulevard

Unterhaltung – interessante Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Kunst und Wirtschaft – ein bisschen Yellow Press

Wir sind nah dran an an und auf dem roten Teppichen dieser Welt. Mit uns blicken sie hinter die Kulissen der Promis und Persönlichkeiten. Ehrlich und sehr persönlich stehen Sie uns Rede und Antwort.

-Das Leben

Wohlfühlen – Familie – Partnerschaft – Haus & Garten – Die Enkelkinder – Reisen – Glück – Erfolg

-Kunst und Kultur

Städtereisen – Reisetipps – Theater – Oper – Operette – Im Gespräch mit Künstler*innen – Ausstellungen – Galerien – interessante News – Verrücktes und Interessantes

-Ratgeber

Medizin – Pflegetipps – Betreuungstipps – Tipps für pflegende Angehörige – Barrierefreiheit – Bewegung

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Recht & Geld

Wenn die Immobilie zur Last wird

Viele Senioren haben ein Leben lang gearbeitet, um nicht zu sagen geschuftet und einen Teil ihrer Altersvorsorge in Form von Immobilien angelegt. Das ist und war sicherlich eine gute Strategie, vor allem in einer Zeit, wie wir sie jetzt haben, da Geld zunehmend an Wert verliert und das „Betongold“ bleibt. Einen Nachteil jedoch hat die Immobilie. Man muss sich darum kümmern.

Am Anfang der „Seniorenzeit“, wenn das langersehnte Rentenalter endlich erreicht ist, mag die Beschäftigung mit der Immobilie für den einen oder anderen „ehemaligen Schreibtischtäter“ noch eine willkommene Abwechslung im Rentnerdasein bilden. Er/sie hat eine sinnvolle Aufgabe. Allerdings fällt das Erledigen der anfallenden Pflichten rund um eine Immobilie mit zunehmendem Alter immer schwerer. Dann ist es Zeit, an eine Erleichterung zu denken und sich von der Last diverser Pflichten zu befreien, wie beispielsweise das Erstellen von Nebenkostenabrechnungen, die Suche nach neuen Mietern, das Ausfüllen von Mietverträgen, die Überwachung eines regelmäßigen Zahlungseinganges der Miete, das Beauftragen von Handwerkern oder das Bestellen eines Winterdienstes. Aber auch die selbstgenutzte Immobilie wird von Jahr zu Jahr mehr Last als Lust.

Spätestens wenn Sie das Gefühl haben, dass sie sich überfordert fühlen, MÜSSEN Sie handeln. Es gibt auch in diesem Fall gute Möglichkeiten der Hilfe. So können Sie eine Immobilie bereits zu Lebzeiten an Ihre Kinder übergeben und sich ein sogenanntes Nießbrauchrecht eintragen lassen.

Das bedeutet, dass Sie zwar nicht mehr Eigentümer sind und somit auch von allen Pflichten befreit sind, die von einer Eigentümerstellung herrühren, jedoch die Rechte der Nutzung auf Sie laufen können. Sie können sich auch anderweitig Hilfe holen, indem Sie eine Hausverwaltung beauftragen, die Angelegenheiten, die mit Ihrem Hauseigentum zu tun haben, für Sie zu erledigen.

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Bianca Mattern Bianca´s Kolumne Eva-Maria-Popp Interviews & Stories

Interview mit Til Schweiger

EMP: Herr Schweiger, Sie erscheinen in vielen Filmen als cooler, harter Kerl. In den Streifen, die Sie selbst produzieren wenden Sie sich hingegen häufig sozialen Themen zu. Da geht es um Bereiche wie Alleinerziehende, Partnerkonflikte, Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf und nun, mit „Honig im Kopf“ packen Sie das Thema Demenz an. Wie passt das zusammen?

Til Schweiger: Ich bin nicht so cool und hart, wie es manchmal erscheint, ganz im Gegenteil: ich habe eine große weibliche Seite in mir und Filmstoffe wie Familie, Freundschaft, Liebe, Entfremdung interessieren mich sehr. Das gilt sowohl für mich als Filmemacher und Schauspieler aber auch als Zuschauer. So hat mich der Film „Hereafter – Das Leben danach“ besonders angesprochen. Dieses berührende Fantasydrama, das um Themen wie das Jenseits, Spiritualität, Vergänglichkeit und die Bewältigung von Trauer kreist und mit Clint Eastwood und Matt Damon von hervorragenden Kollegen besetzt wurde habe ich in Kananda gesehen. Es hat mich sehr berührt und noch lange danach beschäftigt.

EMP: Wollen Sie mit Ihren Filmen dazu beitragen, dass aus Tabuthemen Trendthemen werden?

Til Schweiger: Nein, nicht generell. Das Hauptziel meiner Filme ist es, Menschen zu unterhalten und sie in eine eigene Welt zu entführen. Ich will die Menschen einladen die Filme anzuschauen und die Botschaften zwischen den Zeilen und die kleinen Botschaften zu erkennen.

EMP: Sie haben für längere Zeit in den USA gelebt. Dort geht man mit Handicaps wesentlich lockerer und selbstverständlicher um als in Deutschland. Glauben Sie, dass in der Folge die Lebensbedingungen für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen in USA besser sind?

Til Schweiger: Ich habe mich für den aktuellen Film „Honig im Kopf“ intensiv mit dem Thema Demenz beschäftigt, um im Film möglichst authentisch zu kommunizieren, was es damit auf sich hat. Allerdings habe ich meine Recherchen eher in Deutschland durchgeführt. Wie es Demenzkranken in Amerika geht weiß ich aktuell nicht.

EMP: Ich habe gelesen, dass Ihr Opa dement war und dass Sie ihn betreut haben. Hat die Vorbereitung auf den Film und die damit verbundene intensive Auseinandersetzung mit der Demenz die Erinnerung an die Zeit mit dem Opa intensiviert und erneuert?

Til Schweiger: Ich habe meinen Opa einen Sommer über 6 Wochen betreut, damit meine Oma auf Kur gehen konnte. Damals habe ich viel gelernt und intensive Erfahrungen gemacht, an die ich mich während der Vorbereitung auf den Film aber auch während der Dreharbeiten immer wieder
erinnert habe.

EMP: Haben Sie sich schon einmal mit dem Gedanken beschäftigt, dass Sie selbst dement werden könnten?

Til Schweiger: Natürlich! Ganz klar! Nachdem Abschluss der Dreharbeiten habe ich einen Alzheimertest gemacht. Wenn man sich so intensiv mit der Materie beschäftigt denkt man bei jedem Vergessen, dass das die ersten Anzeichen sein könnten.

EMP: Haben Sie eine Botschaft für unsere Leserinnen und Leser, die sowohl Senioren, als auch pflegende Angehörige sind?

Til Schweiger: Ja, ich habe eine Botschaft: Es sind die Kinder, von denen wir den richtigen Umgang mit Menschen mit Demenz erlernen können. Wie die Tilda im Film sollte man lernen, sich auf die Demenz in all ihren Facetten einzulassen, statt immer dagegen anzukämpfen. Deshalb braucht es in Zukunft viele Kinderprojekte, denn Kinder verstehen instinktiv, was ein Mensch mit Demenz braucht.

EMP: Vielen Dank für das Gespräch auch im Namen unserer Leserinnen und Leser und vor allem vielen Dank für den Film „Honig im Kopf“. Ein Klasse Film, der zugleich berührt und lehrt !

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Beauty & Mode Eva-Maria-Popp

Mode von WI-CARE

Macht das Leben bunt und leicht

Es ist Vormittag und ich sitze im Kontor der Firma Wi-Care in Geldermalsen in Holland. Ich bin gespannt auf Wilma Verhoeks, die Chefin. Schon beim ersten Telefonat hat sie einen sehr liebenswerten und kompetenten Eindruck gemacht. Gleich habe ich gespürt, dass hinter Wi-Care eine energische Frau mit Selbstbewusstsein aber vor allem Charme und viel Gefühl steht.

Dieser Eindruck bestätigt sich spätestens nach den ersten Worten, die wir im Kontor miteinander wechseln. Sympathie pur! Nun tauche ich ein in die Welt der Stoffe und Farben, Schnitte und Accessoires. Im
Hintergrund rattern die Maschinen und Gert, der Zuschneider lässt seine Schere über den Tisch gleiten.

Wilma erzählt mir, wie sie zu Wi-Care kam. Jahrelang war sie als Dozentin für Design an einer Hochschule tätig, bis sie schwanger wurde. Die Pause vom Job nutzte sie, um ihren Traum von der eigenen Firma zu verwirklichen und der Zufall brachte sie zur heutigen Kernkompetenz: Mode für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Seither entsteht im Wi-Care Kontor schicke und gleichzeitig funktionelle Bekleidung für Menschen, die nicht von der Stange kaufen können. So trifft es sich gut, dass ich bei meinem Besuch in Holland Ans treffe. Sie ist 65 Jahre alt und sitzt seit einem Schlaganfall im Rollstuhl. Ans legt großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres und modische, vor allem farbig abgestimmte Kleidung. Mit eindrucksvollen Worten erklärt mir Ans, wie sie sich gefühlt hat, als sie als Rollstuhlfahrerin einfach keine passende Kleidung gefunden hatte, die sowohl schick und modisch, als auch den besonderen Bedürfnissen einer Rollstuhlfahrerin angepasst war. „Ich habe mich gefühlt wie Aschenputtel, nundank Wi-Care – bin ich wieder
die Prinzessin.“

Da gibt es die Panchos, die in strahlenden Farben vor mir hängen und sowohl für Rollstuhlfahrer, aber auch schwangere Frauen, vielbeschäftigte Autofahrerinnen, junge Mütter und Seniorinnen Farbe und vor allem Bewegungsfreiheit ins Leben bringen. Klasse Idee. Nun verstehe ich Wilmas Slogan: Wi-care verbindet.

Natürlich kann ich dem Reiz der Farbenpracht, aber auch dem ausgesprochenen Schick eines Panchos in strahlendem Magenta nicht widerstehen und kaufe meinen ersten Wi-Care Pancho. Der passt mir so gut, dass Wilma mich als Model engagiert und so bin ich live dabei beim Fotoshooting ein paar Wochen später. Auch das ist eine interessante Erfahrung. Hier lerne ich die vielen praktischen Details eines Panchos kennen, die gerade Rollstuhlfahrern das Leben stark erleichtern.

Mir schenkt der neue Pancho absolute Bewegungsfreiheit im Auto, beim Einkaufen und als Großmutter mit meinem Enkel auf dem Arm. Für Seniorinnen mit einem Schultersyndrom kann ich mir die Freude vorstellen, beim Anziehen keine Schmerzen mehr zu haben.

Aber auch für die anderen Wi-Care Produkte kann ich mich begeistern, weil ich verstehe, was sie für die Menschen, die sie tragen bzw. für ihre pflegenden Angehörigen und Pflegepersonen an Erleichterung bedeuten. Da ist der patentierte Ganzkörperanzug aus reißfestem Stoff, der Menschen mit Demenz davor schützt sich zu verunreinigen oder sich selbst zu verletzen.

Interessant auch die verschiedenen Badecapes, mit denen Menschen im Rollstuhl warm und mollig aber vor allem würdevoll und geschützt vor fremden Blicken vom Bad zurück ins Zimmer gebracht werden.
Auch die besondere Funktion der Sitzschalenjacke leuchtet mir ein: Menschen mit einer Körperbehinderung, die in einer Sitzschale sitzen und stark bewegungseingeschränkt sind schätzen diese Jacke, die vorne modisch aussieht und hinten einen zweckmäßigen Klettverschluss hat, der ein umständliches Anziehen unnötig macht.

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Recht & Geld

Wissenswertes rund um Vollmachten und Betreuung

Damit im Alter Ihr gutes Recht erhalten bleibt

Nicht selten kommt es vor, dass Menschen aufgrund einer geistigen oder körperlichen Behinderung bzw. Erkrankungen nicht mehr in der Lage sind, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Vor allem bei demenziell erkrankten Menschen kommt dies mit fortschreitendem Krankheitsverlauf vor. In diesen Fällen kann eine rechtliche Betreuung gem. § 1896 ff. BGB erforderlich sein. Da die Zahl von demenziell erkrankten Menschen immer mehr zunimmt, möchte ich Ihnen im Folgenden einen Überblick zur rechtlichen Betreuung verschaffen.

Über eine rechtliche Betreuung entscheidet das Betreuungsgericht. Ein sogenanntes Betreuungsverfahren, also die Entscheidung, ob ein Betreuer notwendig ist, sowie die Bestellung einer bestimmten Person als Betreuer, wird in der Regel durch Antrag von Angehörigen, behandelnden Ärzten oder Anregungen aus dem näheren Umfeld des Betroffenen an das Gericht ins Rollen gebracht. Aber auch der Betroffene selbst kann dies tun. Jedoch kann eine Betreuung auch gegen den Willen des Betroffenen eingerichtet werden, wenn dieser seine Situation geistig nicht mehr erfassen kann. Das Gericht lässt daraufhin ein ärztliches Gutachten über die Notwendigkeit einer Betreuung erstellen. Im Regelfall wird danach entschieden.

Meist werden pflegende Angehörige als ehrenamtliche Betreuer eingesetzt. Lehnen diese wegen Überforderung oder Überlastung ab oder liegt eine dementsprechende Betreuungsverfügung des Betroffenen vor, wird vom Gericht ein Berufsbetreuer eingesetzt. Aber bedenken Sie, dass dieser mehr Geld kostet. Je nach finanzieller Situation muss der Betreute die Kosten für die Betreuung sowie für das Betreuungsverfahren vor Gericht teilweise oder vollständig aus eigener Tasche zahlen.

Ein Betreuer ist nur für die vom Betreuungsgericht zugewiesenen Aufgabenbereiche zuständig. Beispiele für solche Aufgabenbereiche sind Vermögenssorge, Gesundheitssorge oder Aufenthaltsbestimmung. Der Betreuer ist damit für die jeweiligen Angelegenheiten aus den zugewiesenen Aufgabenbereichen verantwortlich. Gehört beispielsweise zum Vermögen des Betreuten ein Wohnblock aus mehreren Mietwohnungen, muss sich der Betreuer auch um sämtliche Mietangelegenheiten kümmern und diese überwachen bzw. regeln, sofern dem Betreuer dieser Aufgabenkreis zugewiesen ist. Wobei zu beachten ist, dass durch eine Betreuerbestellung grundsätzlich nicht die Geschäftsfähigkeit des zu Betreuenden eingeschränkt wird. Dafür gibt es den sogenannten Einwilligungsvorbehalt. Die Anordnung eines Einwilligungsvorbehaltes hat zur Folge, dass die Geschäftsfähigkeit des zu Betreuenden eingeschränkt wird. Die betroffene Person kann Geschäfte zwar abschließen, diese bedürfen aber immer der Zustimmung des Betreuers. Ansonsten sind die Geschäfte nicht wirksam. Der Betreuer ist verpflichtet, soweit möglich, nach den Wünschen und Vorstellungen des Betroffenen zu handeln. Dabei ist es auch üblich, Angehörige über Vorlieben und Lebensphilosophien des Betroffenen zu befragen, falls dieser nicht mehr selbst dazu in der Lage ist. Denn nur so kann sich ein Fremder in die Welt des Betreuten einfühlen und nach dessen Wünschen und Bedürfnissen bestmöglich Entscheidungen treffen. Der Betreuer sollte dem Betroffenen selbstbestimmt dessen Alltag gestalten lassen, selbstverständlich nur im Rahmen dessen, wie es die geistige oder körperliche Erkrankung bzw. Behinderung zulässt

Berufsbetreuer werden regelmäßig durch das Gericht kontrolliert und müssen dabei über ihre getätigten Handlungen Rechenschaft ablegen. Das Betreuungsgericht kann einen Betreuer wieder entlassen, wenn dieser nicht zum Wohle des Betreuten handelt. Dadurch sollen Missbrauch oder eigennützige Entscheidungen verhindert werden. Auch benötigen Betreuer bei schwerwiegenden Entscheidungen gem. §1904 ff. BGB zusätzlich eine Genehmigung des Betreuungsgerichts. Dies ist unter anderem der Fall bei Entscheidungen, die die Gesundheit des demenziell Erkrankten gefährden oder freiheitsentziehende Maßnahmen betreffen, wie eine gefährliche Operation, das Verabreichen von bestimmten Psychopharmaka oder das Anbringen von Bettgittern oder Anlegen von Bauchgurten in den Altenheimen. Aber auch bei Grundstücksgeschäften oder Verfügungen über Wertpapiere und Konten ist eine solche Genehmigung erforderlich.

Sollte der Betreute oder dessen Angehörige mit einer Entscheidung des Betreuungsgerichts bzgl. der Auswahl des Betreuers oder der festgelegten Aufgabenbereiche nicht einverstanden sein, können sie beim Amtsgericht Beschwerde dagegen einlegen. Dieses Recht haben neben dem Betreuten Ehegatten, Lebenspartner und Verwandte bis zum dritten Grad. Auch einer Person des Vertrauens des Betreuten kann dieses Recht eingeräumt werden. Sie können sich übrigens direkt an das Betreuungsgericht wenden, wenn Sie den Verdacht hegen, der Betreuer handelt nicht im Interesse des Betreuten oder
nutzt ihn aus. Dann wird ggf. ein Kontrollbetreuer bestellt oder der Betreuer wird entlassen.Tipps:Sollte der Betreute oder dessen Angehörige mit einer Entscheidung des Betreuungsgerichts bzgl. der Auswahl des Betreuers oder der festgelegten Aufgabenbereiche nicht einverstanden sein, können sie beim Amtsgericht Beschwerde dagegen einlegen. Dieses Recht haben neben dem Betreuten Ehegatten, Lebenspartner und Verwandte bis zum dritten Grad. Auch einer Person des Vertrauens des Betreuten kann dieses Recht eingeräumt werden. Sie können sich übrigens direkt an das Betreuungsgericht wenden, wenn Sie den Verdacht hegen, der Betreuer handelt nicht im Interesse des Betreuten oder
nutzt ihn aus. Dann wird ggf. ein Kontrollbetreuer bestellt oder der Betreuer wird entlassen.

Tipps:

-> Ein Betreuungsverfahren kann ganz leicht ins Rollen gebracht werden. Wenn Sie bei Ihren Angehörigen, Nachbarn oder anderen Menschen in Ihrer Umgebung den Verdacht haben, dass diese nicht mehr eigenständig zurechtkommen und Hilfe bzw. Unterstützung benötigen. Schreiben Sie einen formlosen Brief an das Amtsgericht in Ihrer Nähe oder rufen dort einfach an und teilen Ihre Bedenken mit!

-> Um bestmöglich Ihren Willen als Betroffene/r durchsetzen zu können, machen Sie sich im Vorfeld Gedanken über Ihre Zukunft. Stellen Sie beispielsweise Betreuungsverfügungen oder Vorsorge-/Generalvollmachten aus. Übrigens können Sie in Betreuungsverfügungen auch regeln, dass eine bestimmte Person auf keinen Fall das Amt des Betreuers für Sie übernehmen darf.

-> Betreuer werden durch das Gericht überwacht. Sie müssen zudem regelmäßig Rechenschaft ablegen. Dies ist ein entscheidender Unterschied zur Vorsorge- bzw. Generalvollmacht, bei der keinerlei Überwachung durch das Gericht stattfindet! Stellen Sie derartige Vollmachten also nur Personen aus, denen Sie wirklich vertrauen!

-> Gegen negative Entscheidungen des Gerichts kann nicht nur der betroffene Betreute Einspruch einlegen, sondern dieses Recht gilt auch für Ehegatten, Lebenspartner und Verwandte bis zum dritten Grad. Zulässiges Rechtsmittel ist die Beschwerde.

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Eva-Maria-Popp Freizeit Städte & Kultur

München erleben mit den Enkelkindern

Die Weltstadt mit einem Herz für Kinder

Ein Ausflug mit den Enkeln als Quell` der Lebensfreude für Jung und Alt

ein Reisebericht von Eva-Maria Popp

Wir Großeltern sind für unsere Enkelkinder eine Quelle des Wissens und der Impulse. Wir dürfen uns freuen, unseren Kleinen die nahe und die weite Welt zu zeigen. Wir können dabei wichNge Meilensteine in den Lebensentwürfen der Kinder setzten. Die Lust an Kunst und Kultur, an Musik und Malerei, an WissenschaO und ganz allgemein die Neugierde auf Leben werden im Kindesalter gelegt.

Ich habe im Moment fünf Enkelkinder, zwei Jungen im Alter von sechs und vier Jahren und drei Mädchen, die vier und zwei Jahre und drei Monate alt sind.

Regelmäßig fahre ich, außer mit dem Baby, mit allen in eine größere Stadt, um ihnen die Schönheiten der Architektur und Kunst zu zeigen. Wir streifen durch die Parks und Straßen und erkunden die Details an Fassaden, Brunnen und Skulpturen. Wir entdecken dabei viele wilde Tiere, wie Löwen, Elefanten und Böcke aber auch Ungeheuer, wie Drachen und Monster. By the way spinnen wir um die Kunstgegenstände Abenteuergeschichten. Der pädagogische Wert liegt auf der Hand. Die Kinder lernen genau beobachten, auf Details zu achten, zu sprechen, zu erzählen und Phantasiegeschichten zu erfinden. Das ist unendlich wertvoll.

Die Kindererlebnis-Tour durch Münchens Zentrum beginnt

München eignet sich sehr gut für diese Kindererlebnistouren. Die Löwen sind in München allgegenwärtig, ist der bayerische Löwe doch weltberühmt.

Da ist der „Glückslöwe“ vor der Münchner Residenz. Eine Sage berichtet, dass das Berühren der Löwenschnauze lebenslanges Glück schenkt. Das ist für die Kinder natürlich sehr aufregend. Neben dem Glückslöwen holen wir uns eine Brotzeit im Frank. Damit schlendern wir auf eine gemütliche Bank im Hofgarten und genießen die köstlichen Frank`schen Sandwiches. Für mich ist eine kühle Weinschorle dabei.

Kunst und Kultur für Kinder

Danach führen wir unsere Kunsttour for kids weiter in den Arkaden der Residenz, die den Hofgarten säumen. Dort erzählen riesige Wandgemälde von Münchens Stadtgeschichte und den Ereignissen der Wittelsbacher.

Diese Gemälde schenken die Möglichkeiten zur ausgiebigen Bildbetrachtung. Das gibt es viel Stoff für Erzählungen. Auch die Brunnen im Hofgarten sind voller wilder Tiere. Im Anschluss geht es auf ein leckeres Eis am Salvatorplatz in eine Filiale des Cafés Münchner Freiheit. Dieses Eis ist hausgemacht, stadtbekannt und schmeckt hervorragend. Mit den Eistüten bewaffnet begeben wir uns hinter das Literaturhaus. Dort stehen im Sommer Liegestühle für alle, die die Füße hochlegen wollen. SUPER für Granny und Kids.

Allmählich werden wir alle müde. Für meine Kleinen reicht dieses Programm voll und ganz. Nach dem Asphalttreten und vor allem den vielen Eindrücken und Abenteuergeschichten freuen sich Sofia und Paula auf ein Nickerchen im Auto.

Der nächst Ausflug durch München ist schon in Planung

Ich werde für Sie, liebe Leserinnen und Leser in den nächsten Wochen immer wieder über München Touren mit meinen Kindern berichten, so dass Sie auch die anderen erlebnisreichen Ecken kennenlernen werden.

Und nun hoffe ich, dass auch Sie sich auf kunstvolle Erlebnistouren mit Ihren Enkelkindern machen werden.

Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

Eva-Maria Popp

Glückslöwe: https://www.das-muenchner-kindl.de/einmal-streicheln-bitte-die-gluecks-schnauzen-vor-derresidenz/

Frank: https://www.frank-wein.bar/

München: https://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/orte/120231.html

Münchner Freiheit: https://muenchner-freiheit.de/

Literaturhaus München: https://www.literaturhaus-muenchen.de/

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Eva-Maria-Popp Interviews & Stories

150 Jahre Franz Lehár – wir gratulieren von Herzen

Eine Gratulationscour von Eva-Maria Popp

Was wäre der Himmel voller Geigen –  in unseren Herzen, unseren Ohren, unseren Konzertsälen und im Besonderen in Bad Ischl ohne den großen Komponisten Franz Lehár.

„Dein ist mein ganzes Herz.“

Ja, lieber Franz Lehár, so ist es. Wir lieben dich, wir verehren dich, wir schwelgen in deinen Melodien. Du zauberst uns mit deiner Musik die Sonne ins Herz.

Wie gerne hätten wir dir zu deinem großen Geburtstagsjubiläum am 30. April in Bad Ischl die Ehre gegeben. Wie gerne hätten wir dich besucht und mit dir undden geladenen Honoratioren gebührend gefeiert.

Corona hat uns allen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb müssen wir alle zuhause bleiben. Umso mehr freuen wir uns über die gelungene Überraschung deiner Heimatgemeinde Bad Ischl und der Lehár Festspiele.

Gemeinsam mit Salzkammergut TV haben die Gemeinde Bad Ischl und die Festspielleitung eine besondere Sendung produziert. Gezeigt werden Raritäten, noch nie veröffentlichtes Bild- und Filmmaterial über dich, den Bad Ischler Ehrenbürger, sowie Interviews mit prominenten Vertretern des Genres, die ihre Erfahrungen mit deinem Gesamtwerk thematisieren!

Die Erstausstrahlung findet am Donnerstag, 30. 4., um 20 Uhr statt und kann auch über einen Livestream auf http://www.fotohofer.at/ gesehen werden.
Sie wird auch danach über Youtube weiterhin zu sehen sein!

Franz Lehár und sein Leben

Franz Lehár wurde am 30. April 1870 in Komorn in Österreich-Ungarn geboren, heute liegt der Ort in der Slowakei. Lehár, dessen Vater bereits Militärkapellmeister war, sollte nach seinem Studium u. a. bei Antonin Dvorak  jüngster Militär-Kapellmeister der k.u.k. Armee werden. Diese Tätigkeit führte ihn nach Pula, Triest, Budapest und schließlich Wien, wo er sich der Operette widmete. „Die lustigen Witwe“, Uraufführung 1905, wurde zu einem Welterfolg. Weitere große Erfolge folgten: „Der Graf von Luxemburg“, „Zigeunerliebe“ und „Eva“.

Die Villa in Bad Ischl erwarb Franz Lehár im Jahre 1912 von der Herzogin von Sabran. Bis zu seinem Tod verbrachte er fast alle Sommer in Bad Ischl und fühlte sich in seiner Villa an der Traun stets wohl und stellte fest: „In Ischl habe ich immer die besten Ideen…“.

Viele seiner Meisterwerke hat er hier geschaffen. 1948 wurde er Ehrenbürger der Stadt Bad Ischl. Am 24. Oktober 1948 ist er in seiner Bad Ischler Villa verstorben. Sein Grab befindet sich auf dem Bad Ischler Stadtfriedhof.

Sein Nachlass in Bad Ischl wurde in das Verzeichnis des UNESCO-Dokumenterbes „Gedächtnis der Menschheit“ aufgenommen. Im „Stöckl“, dem Nebengebäude seiner Villa wird bald ein Opettenarchiv zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit der Stadtgemeinde mit dem Bundesdenkmalamt und der Kulturdirektion des Landes OÖ laufen Vorarbeiten für eine umfassende Renovierung der Lehár Villa. Sein musikalisches Erbe pflegt das Bad Ischler Lehár Festival.

Gut zu wissen:

Franz Lehár ist Motiv einer Sonderbriefmarke der Österreichischen Post, die am 11. Juli bei einem Sonderpostamt in Bad Ischl erstmals ausgegeben wird.

Liebe Leserinnen und Leser der „WIA – Wohlfühlen im Alter“,

Wir hoffen sehr, dass wir Ihnen mit diesen interessanten Informationen über den Operettenkönig Franz Lehár die Zeit der coronabedingten Kontaktsperre etwas erleichtern konnten. Wie immer bringen wir die große weite Welt der Musik, der Kultur, des Reisens, der Gesundheit und der Pflege in ihr Wohnzimmer.

Ihre Eva-Maria Popp

Wohlfühlen im Alter

Chefredakteurin

Lesen Sie auch unsere bisherigen Artikel über Bad Ischl unter folgenden Links:

https://www.wia-magazin.de/index.php/sisi-in-bad-ischl/

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Eva-Maria-Popp Im Gespräch Interviews & Stories

Kaiserwetter für die kaiserliche Hoheit

Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen wurde 70

Strahlend blau und frühlingsmild zeigte sich die Sonne am Nachmittag des 02. April und unterstrich die fröhliche Gelassenheit mit der seine kaiserliche Hoheit, Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen in der berühmten Kaiservilla von Bad Ischl seinen 70. Geburtstag feierte.

Der hochherrschaftliche Park der Kaiservilla inmitten der beeindruckenden Bergwelt des Salzkammerguts dient als passende Kulisse für ein stimmungsvolles Fest, das schöner nicht hätte sein können. Viele fleißige Hände servieren raffinierte Getränke wie Erdbeeren auf Champagner und edle Weine. Auch die Menükarte überrascht mit feinen Speisen nach bester österreichischer Traditionsküche.

Ehrenkompanien umrahmen das kaiserliche Fest mit bunten Uniformen und Salutschüssen und viele der Gratulanten sind in Bad Ischler Tracht gekleidet, was dem Fest eine besondere Note gibt.

Die Kaiservilla kennen Sie, liebe Leserinnen und Leser aus den berühmten Sissifilmen mit Romy Schneider. Der junge Kaiser Franz Joseph verliebte sich in der Kaiservilla, die der Familie seit jeher als Sommerresidenz diente, in die bildhübsche Sissi. So war es die Kaiservilla, in der der Aufstieg der kleinen bezaubernden bayerischen Prinzessin Elisabeth zur legendären Kaiserin von Österreich begann.

In diesem geschichtsträchtigem Haus bin ich heute eingeladen um exklusiv für Sie von diesem kaiserlichen Geburtstagsfest zu berichten. Sissi ist die Urgroßmutter unseres Jubilars. Erzherzog Markus kann sich noch gut an seine Großmutter Valerie erinnern, die Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph, wie er mir bei einem Gläschen Wein erzählt.

Das Jahr seines 70. Geburtstages fällt zusammen mit dem 100. Todestag seines Urgroßvaters Kaiser Franz Joseph, der 1916 gestorben ist.

Dieses Ereignis wird derzeit in ganz Österreich mit zahlreichen Jubiläumsausstellungen begangen. Seit 40 Jahren ist die Kaiservilla nun im Besitz von Erzherzog Markus, der in einem Seitenflügel der kaiserlichen Residenz mit seiner zauberhaften Frau Hilde und den drei inzwischen erwachsenen Kindern wohnt und das herrschaftliche Haus zugleich Museum betreibt. Als Jurist weiß er worauf es ankommt einen Betrieb zu führen.

Seine kaiserliche Hoheit hat 12 Geschwister und ist über die Hochzeiten seiner Schwester mit dem regierenden Haus derer von Liechtenstein verbunden. Auch der Erbprinz von Baden ist sein Schwager und viele andere Mitglieder des europäischen Hochadels sind mit der erzherzoglichen Familie verwandt.

Ich freue mich, dass ich exklusiv für die Leserinnen der Neuen Post dabei sein darf, bei dieser besonderen Geburtstagsfeier und habe natürlich ein besonderes Geschenk dabei: Das Kinderbuch „Kaiser für Kinder“, das aus meiner Feder stammt und das Leben und Wirken von Kaiser Franz Joseph speziell für Kinder beschreibt.

Ich habe die Ehre mein Buch für den Erzherzog persönlich zu signieren und es ihm als persönliches Geschenk zu überreichen. Er hat sich sehr darüber gefreut und bedankt sich mit einer privaten Führung durch die Kaiservilla bei mir.

Es ist wunderbar seine Erzählungen aus der Geschichte zu hören, wenn er durch das Haus geht. Die Kaiservilla ist kein gewöhnliches Museum, es lebt durch die Anwesenheit der Familie des Erzherzogs.

Danach habe ich die Ehre mit dem ältesten Sohn, Erzherzog Valentin und seiner Frau Christine zu sprechen. Der Diplomingenieur für IT Sicherheit und die Architektin leben derzeit noch in Wien und erwarten in Kürze ihr erstes Baby. Wir unterhalten uns über das Leben in der großen Familie der Habsburger und ich erfahre, dass es in regelmäßigen Abständen eine Wallfahrt nach Rom gibt, zu der sich alle Familienmitglieder aus der ganzen Welt treffen.

Noch immer gelten die Hausgesetze der Habsburger. Das heißt dass das derzeitige Oberhaupt der Familie Habsburg, Erzherzog Karl der Heirat des jungen Paares zustimmen musste.

Nach dem Dessert plausche ich mit der österreichischen SocietyLady Eva Gräfin von Walderdorff, die eine sehr enge Freundin Hilde und Markus ist, wie sie das erzherzogliche Paar liebevoll nennt. Sie ist aber auch mit vielen anderen Habsburgern eng befreundet, wie Erzherzog Karl und seiner Frau Francescar Baronin von Thyssen-Bornemisza. Ich bewundere den schönen Trachtenschmuck der Gräfin und so entdecken wir unsere gemeinsame Liebe für edles Metall und wertvolle Steine. Die Gräfin berichtet mir daraufhin von ihrem Hochzeitsdiadem aus der edlen Wiener Juwelierwerkstatt Köchert, das sie von ihrem Ehemann zur Hochzeit bekam. Prinz August aus Hannover hat es persönlich bewundert und als besonders schönes Stück bezeichnet, als es bei Köchert zu einer Jubiläumsausstellung zusammen mit dem berühmten Haarschmuck der Kaiserin, den Sisisternen, gezeigt wurde.

Da das angeregte Gespräch immer wieder von Musikdarbietungen für den Jubilar unterbrochen wird verabrede ich mich mit der Gräfin zu einem Nachmittagskaffee in Salzburg. Dort werden wir unsere Unterhaltung weiterführen und das eine oder andere gemeinsame Projekt besprechen.

Nach einem bezaubernden und ganz besonderen Nachmittag mahnt die untergehende Sonne die zahlreichen Gäste zum Aufbruch und ein wunderschönes Fest geht zu Ende.

Ich freue mich schon auf meinem nächsten Besuch in der Kaiservilla und viele gemeinsame Projekte mit der sympatischen Familie von Habsburg.

Danke für die Einladung auch im Namen meiner Leserinnen und Leser an Erzherzog Markus von Habsburg Lothringen und seine Familie.

Wenn auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, das besondere Ambiente der Kaiservilla erleben wollen, dann machen Sie sich auf nach Bad Ischl und grüßen Sie den Erzherzog von mir, wenn Sie Ihn treffen. Die Kaiservilla in Bad Ischl ist immer eine Reise und einen Besuch wert.

Herzliche Grüße aus der Kaiservilla.

Ihre Eva-Maria Popp

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Eva-Maria-Popp Interviews & Stories

Sisi in Bad Ischl

Urenkel Erzherzog Mag. Markus Habsburg-Lothringen öffnet für die WIA die Pforten der Kaiservilla in Bad Ischl

Heute befinde ich mich im Traumland, in der Kaiservilla in Bad Ischl, im Wunderschönen Salzkammergut. Seiner kaiserliche Hoheit, Erzherzog Markus Habsburg-Lothringen und seine bezaubernde Gattin Hilde öffnen mir die Türen. Der Erzherzog ist ein Urenkel der legendären Kaiserin Elisabeth und von Kaiser Franz Joseph.

Als Besitzer der Kaiservilla ist er nicht nur ein Bewahrer der Familiengeschichten und Traditionen sondern auch der Bewahrer der wunderbaren Kaiservilla und des dazugehörenden Parks. Einst hat die jüngste Kaisertochter Marie Valerie, die als Sisis Lieblingskind galt, die Villa in Bad Ischl von ihren kaiserlichen Eltern geerbt. Sie ist die verehrte Großmutter unseres Gastgebers.

Markus Habsburg-Lothringen: „Mein Vater wiederrum hat sie noch persönlich gekannt und erlebt die berühmte Kaiserin Elisabeth, meine Urgroßmutter.

Er hat uns Kindern immer wieder die Anekdote erzählt, dass er sich deutlich erinnern könne, als er als kleiner Junge dabei war, als die Haarpracht der Kaiserin, deren bodenlanges Haar, stundenlang von den Zofen gekämmt wurde.“

Erzherzog Markus, der in Österreich schlichtweg Herr Magister Habsburg-Lothringen heißt, weil dort sämtliche Adelstitel nach der Revolution von 1918 abgeschafft wurden, ist ein wundervoller Erzähler und Gastgeber. Ich könnte ihm stundenlang zuhören, als er mich im privaten Speisezimmer der Villa zur Teestunde mit österreichischem Jausengebäck empfängt.

So erfahre ich, dass die Kaisertochter Marie Valerie nach der Revolution in den 20er Jahren einen Teil des Parks an die Gemeinde Bad Ischl verkauft hat um ihrer Familie in schweren Zeiten finanziell über Wasser zu halten. Dort befinden sich nun das Freibad des berühmten Kurorts.

Nach dem zweiten Weltkrieg war die Kaiservilla vollbesetzt mit geflohenen habsburgischen Familienmitgliedern aus den ehemaligen Kronländern wie Ungarn und Böhmen, weil dort der Kommunismus Einzug hielt. Bei aller kaiserlichen Pracht der Villa war diese Zeit geprägt von Hunger, Not und Entbehrung, wie überall nach dem Krieg. Im Park wurden Gemüsebeete bewirtschaftet, um die große Familienschar satt zu bekommen.

Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei und Villa und Park erstrahlen schon seit langem wieder in hochherrschaftlichem Glanz und werden als Museum geführt, das sehr gerne von Gästen aus aller Welt besucht wird. Die legendären Sisifilme tragen sehr zur Berühmtheit der Örtlichkeit bei. Sie werden immer noch in der ganzen Welt ausgestrahlt. Die Kaiservilla kommt dabei natürlich vor. Schließlich haben sich der junge und fesche Kaiser Franz Joseph und die blutjunge bayrische Prinzessin Elisabeth bei einem Empfang in der Kaiservilla kennen- und lieben gelernt. Später, nach der Hochzeit, hat der Kaiser seiner geliebten Sisi die Villa geschenkt. Schaut man vom Berg herunter auf das Dach der Villa, kann man erkennen, dass die Umrisse der Villa ein großes „E“ bilden.

Seit diesen Tagen der ersten Begegnung zwischen Franz Joseph und Elisabeth im Jahr 1856 diente die Villa der kaiserlichen Famile als Sommerresidenz. Der Kaiser liebte die Aufenthalte in Bad Ischl, weil er dort seinem Hobby, der Jagd frönen konnte. Das ist ein Grund, warum die Treppenhäuser der Villa mit tausenden von sogenannten „Krickerl“ ausgestattet sind. So nennt man die Gams und Rehgehörne. Die Kaiserin wiederrum hat von der Villa aus jeden Morgen den Jainzen bestiegen. Das ist ein Berggipfel, der zum Park der Villa gehörte. Ganz zum Leidwesen der feinen Hofdamen, die die Kaiserin auf ihren ausgedehnten Wanderungen begleiten mussten war diese eine durchtrainierte und flinke Wanderin. Die Hofdamen kamen bei den kaiserlichen Wanderungen ganz schön aus der Puste.

Ein großes Ereignis war bis zum Tod des Kaisers im AJhr 1916 der kaiserliche Geburtstag am 18. August, den er fast jedes Jahr in Bad Ischl beging. Die Kaisertreuen in Österreich und die Ischler Bevölkerung halten noch heute an dieser Tradition fest und feiern am 18. August ein großes Fest zu Ehren ihres ehemals berühmtesten Mitbürgers.

Aber auch der Geburtstag des jetzigen Hausherrn wird ausgiebig mit der Bevölkerung gefeiert. Abordnungen von kaiserlichen Regimentern und Böllerschützen gaben sich zum 70. Geburtstag des Erzherzogs die Ehre, den dieser 2016 gefeiert hatte. Ich hatte die Ehre zur Gästeliste der Geburtstagsfeierlichkeiten zu gehören und habe die Feier im Park bei wunderschönem Wetter sehr genossen.

Nicht nur in Bad Ischl und imi Salzkammergut ist Markus von Habsburg ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen und Festen. Als Mitglied des europäischen Hochadels wird er auch auf Reisen durch Europa von gekrönten Häuptern empfangen oder erhält Besuche aus aller Welt in der Kaiservilla.

Nichts desto trotz ist der Erzherzog ein äußerst freundlicher Herr, der Bescheidenheit ausstrahlt und dessen Lebensaufgabe es ist, sein Familienerbe für die geschichtlich interessierte NAchwelt zu erhalten und zu bewahren, was in der heutigen Zeit nicht ganz einfach ist. Ich kann Sie, liebe Leserinnen und Leser nur ermuntern, sich selbst einen persönlichen Eindruck von der Kaiservilla zu machen.

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DIE DEMENZFREUNDLICHE STADT

Demenz ist immer noch ein Tabu-Thema, obwohl die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen täglich zunimmt. Aktuell gibt es bei uns 1,6 Mio. Menschen* die an Demenz erkrankt sind und es werden täglich mehr. Das sind immerhin 2% der Bevölkerung, mit anderen Worten gesprochen jeder 50.te! Das bedeutet, dass wir alle jeden Tag in unserem täglichen Leben mit einem Menschen mit Demenz zu tun haben, ohne es bewusst wahrzunehmen. Jeder von uns ist betroffen. Ob als Angestellter bei einer Behörde, als Arzthelferin in der Praxis, als Verkäuferin in der Bäckerei, als Servicekraft im Restaurant, als Polizist im Streifendienst, als Kartenabreißer im Kino, als Garderobiere im Theater, überall begegnen uns Menschen, die mehr oder weniger schwer demenziell erkrankt sind. Trotz dieser Ominpräsenz herrscht große Unsicherheit im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen. Wie soll ich mich verhalten? Was darf ich, was darf ich nicht? Wie erkenne ich?

Vor allem ist die Diagnose Demenz nicht einfach und wirft die Betroffenen und ihre Familien erst einmal aus der Bahn. Wenn diese bemerken, dass es Hilfestellungen gibt und die Umwelt auf sie verständnisvoll eingeht und eine Teilnahme am ganz normalen Leben weiterhin möglich ist, ob mit oder ohne Demenz, dann ist die Krankheit nur noch halb so schlimm.

Ich selbst beschäftige schon seit über 20 Jahren mit Demenz. Ich habe einen eigenes Betreuungs- und Beschäftigungskonzept entwickelt auf Basis der Montessoripädagogik für Senioren. Mit diesem Betreuungskonzept NONNA ANNA ® kämpfe ich seit vielen Jahren für das sogenannte
Normalitätsprinzip. Das bedeutet, dass Menschen mit Demenz ein Recht darauf haben, am Leben teilzunehmen und somit ein großes Stück Lebensqualität zu erhalten.

AUS DIESEM GRUND HABE ICH DIE KAMPAGNE
„DEMENZFREUNDLICHE STADT“ INS LEBEN GERUFEN UND DIE FUNKTIONIERT FOLGENDERMASSEN:

Am Anfang stehen Sie, die Bürger. Sie sind aufgerufen ihre positiven Erfahrungswerte mit,

• demenzfreundlichen Praxen,

• demenzfreundlichen Cafes,

• Restaurants,

• Gaststätten, Bistros etc.,

• demenzfreundlichem Einzelhandel (egal ob Lebensmittel- oder Bekleidungsgeschäfte)

• demenzfreundlichen Behörden

vorzuschlagen und damit POSITIV hervorzuheben.

Danach begutachtet eine unbhängige Jury, die aus Experten der verschiedensten Disziplinen besteht alle Vorschläge der Bevölkerung und verleiht den Institutionen und Betrieben die Plakate „Demenzfreundlich“.

Auf einer eigenen Homepage werden alle ausgezeichnete Betriebe aufgeführt und erleichtern den Angehörigen und/oder Betreuern das Aufsuchen von Ärzten, Krankengymnasten, Cafés, Restaurants und Gaststätten bzw. Geschäften aller Art. Mit der Auszeichnung DEMNEZFREUNDLICH, die gut sichtbar am Eingang des jeweiligen Geschäftes platziert wird, weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass das Personal mit den besonderen Herausforderungen im Umgang mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind Erfahrung hat und die nötige Freundlichkeit erwarten kann.

Diese Auszeichnung und Kampagne wird wiederum andere Geschäfte, Ärzte und Praxen in Passau zur Nachahmung animieren.

Das Pilotprojekt zur DEMENZFREUNDLICHEN Stadt entsteht gerade in der Stadt Passau und der österreichischen Stadt Schärding.

Deshalb rufen wir alle Passauer und Schärdinger Bürger auf, sich sehr rege an unserem Aufrufen zu beteiligen und uns das Geschäft oder die Behörde zu melden, die die Auszeichnung DEMENZFREUNDLICH verdient.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen und auf ein erfolgreiches Gelingen des Projekts DEMENZFREUNDLICHE Stadt – zum Wohle all jener, die von Demenz betroffen sind.