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Kaiserwetter für die kaiserliche Hoheit

Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen wurde 70

Strahlend blau und frühlingsmild zeigte sich die Sonne am Nachmittag des 02. April und unterstrich die fröhliche Gelassenheit mit der seine kaiserliche Hoheit, Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen in der berühmten Kaiservilla von Bad Ischl seinen 70. Geburtstag feierte.

Der hochherrschaftliche Park der Kaiservilla inmitten der beeindruckenden Bergwelt des Salzkammerguts dient als passende Kulisse für ein stimmungsvolles Fest, das schöner nicht hätte sein können. Viele fleißige Hände servieren raffinierte Getränke wie Erdbeeren auf Champagner und edle Weine. Auch die Menükarte überrascht mit feinen Speisen nach bester österreichischer Traditionsküche.

Ehrenkompanien umrahmen das kaiserliche Fest mit bunten Uniformen und Salutschüssen und viele der Gratulanten sind in Bad Ischler Tracht gekleidet, was dem Fest eine besondere Note gibt.

Die Kaiservilla kennen Sie, liebe Leserinnen und Leser aus den berühmten Sissifilmen mit Romy Schneider. Der junge Kaiser Franz Joseph verliebte sich in der Kaiservilla, die der Familie seit jeher als Sommerresidenz diente, in die bildhübsche Sissi. So war es die Kaiservilla, in der der Aufstieg der kleinen bezaubernden bayerischen Prinzessin Elisabeth zur legendären Kaiserin von Österreich begann.

In diesem geschichtsträchtigem Haus bin ich heute eingeladen um exklusiv für Sie von diesem kaiserlichen Geburtstagsfest zu berichten. Sissi ist die Urgroßmutter unseres Jubilars. Erzherzog Markus kann sich noch gut an seine Großmutter Valerie erinnern, die Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph, wie er mir bei einem Gläschen Wein erzählt.

Das Jahr seines 70. Geburtstages fällt zusammen mit dem 100. Todestag seines Urgroßvaters Kaiser Franz Joseph, der 1916 gestorben ist.

Dieses Ereignis wird derzeit in ganz Österreich mit zahlreichen Jubiläumsausstellungen begangen. Seit 40 Jahren ist die Kaiservilla nun im Besitz von Erzherzog Markus, der in einem Seitenflügel der kaiserlichen Residenz mit seiner zauberhaften Frau Hilde und den drei inzwischen erwachsenen Kindern wohnt und das herrschaftliche Haus zugleich Museum betreibt. Als Jurist weiß er worauf es ankommt einen Betrieb zu führen.

Seine kaiserliche Hoheit hat 12 Geschwister und ist über die Hochzeiten seiner Schwester mit dem regierenden Haus derer von Liechtenstein verbunden. Auch der Erbprinz von Baden ist sein Schwager und viele andere Mitglieder des europäischen Hochadels sind mit der erzherzoglichen Familie verwandt.

Ich freue mich, dass ich exklusiv für die Leserinnen der Neuen Post dabei sein darf, bei dieser besonderen Geburtstagsfeier und habe natürlich ein besonderes Geschenk dabei: Das Kinderbuch „Kaiser für Kinder“, das aus meiner Feder stammt und das Leben und Wirken von Kaiser Franz Joseph speziell für Kinder beschreibt.

Ich habe die Ehre mein Buch für den Erzherzog persönlich zu signieren und es ihm als persönliches Geschenk zu überreichen. Er hat sich sehr darüber gefreut und bedankt sich mit einer privaten Führung durch die Kaiservilla bei mir.

Es ist wunderbar seine Erzählungen aus der Geschichte zu hören, wenn er durch das Haus geht. Die Kaiservilla ist kein gewöhnliches Museum, es lebt durch die Anwesenheit der Familie des Erzherzogs.

Danach habe ich die Ehre mit dem ältesten Sohn, Erzherzog Valentin und seiner Frau Christine zu sprechen. Der Diplomingenieur für IT Sicherheit und die Architektin leben derzeit noch in Wien und erwarten in Kürze ihr erstes Baby. Wir unterhalten uns über das Leben in der großen Familie der Habsburger und ich erfahre, dass es in regelmäßigen Abständen eine Wallfahrt nach Rom gibt, zu der sich alle Familienmitglieder aus der ganzen Welt treffen.

Noch immer gelten die Hausgesetze der Habsburger. Das heißt dass das derzeitige Oberhaupt der Familie Habsburg, Erzherzog Karl der Heirat des jungen Paares zustimmen musste.

Nach dem Dessert plausche ich mit der österreichischen SocietyLady Eva Gräfin von Walderdorff, die eine sehr enge Freundin Hilde und Markus ist, wie sie das erzherzogliche Paar liebevoll nennt. Sie ist aber auch mit vielen anderen Habsburgern eng befreundet, wie Erzherzog Karl und seiner Frau Francescar Baronin von Thyssen-Bornemisza. Ich bewundere den schönen Trachtenschmuck der Gräfin und so entdecken wir unsere gemeinsame Liebe für edles Metall und wertvolle Steine. Die Gräfin berichtet mir daraufhin von ihrem Hochzeitsdiadem aus der edlen Wiener Juwelierwerkstatt Köchert, das sie von ihrem Ehemann zur Hochzeit bekam. Prinz August aus Hannover hat es persönlich bewundert und als besonders schönes Stück bezeichnet, als es bei Köchert zu einer Jubiläumsausstellung zusammen mit dem berühmten Haarschmuck der Kaiserin, den Sisisternen, gezeigt wurde.

Da das angeregte Gespräch immer wieder von Musikdarbietungen für den Jubilar unterbrochen wird verabrede ich mich mit der Gräfin zu einem Nachmittagskaffee in Salzburg. Dort werden wir unsere Unterhaltung weiterführen und das eine oder andere gemeinsame Projekt besprechen.

Nach einem bezaubernden und ganz besonderen Nachmittag mahnt die untergehende Sonne die zahlreichen Gäste zum Aufbruch und ein wunderschönes Fest geht zu Ende.

Ich freue mich schon auf meinem nächsten Besuch in der Kaiservilla und viele gemeinsame Projekte mit der sympatischen Familie von Habsburg.

Danke für die Einladung auch im Namen meiner Leserinnen und Leser an Erzherzog Markus von Habsburg Lothringen und seine Familie.

Wenn auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, das besondere Ambiente der Kaiservilla erleben wollen, dann machen Sie sich auf nach Bad Ischl und grüßen Sie den Erzherzog von mir, wenn Sie Ihn treffen. Die Kaiservilla in Bad Ischl ist immer eine Reise und einen Besuch wert.

Herzliche Grüße aus der Kaiservilla.

Ihre Eva-Maria Popp

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Wohlfühlen im Alter

die Weltmeisterin im Eiskunstlauf Christine Stüber-Errath erzählt wie es geht

Eva-Maria Popp: Herzlichen Dank, liebe Frau Stüber-Errath, dass Sie sich Zeit nehmen für dieses Interview. Für meine Leserinnen und Leser ist es sicher interessant zu erfahren, was Sie als Weltmeisterin, Europameisterin und spätere Fernsehmoderatorin, Buchautorin und jetzt Schauspielerin zu berichten haben.

Christine Stüber-Errath: Ich danke für dieses Gespräch. Ich berichte gerne aus meinem Leben und liebe es, meine Erfahrungen aus einer abwechslungsreichen und spannenden Zeit weiterzugeben. Ich bin nun ja selbst schon 60 Jahre alt und habe mich noch nie so wohl gefühlt, wie jetzt. Früher bin ich immer an meine Grenzen gegangen. Ich war es einfach gewohnt, dass nur höher, weiter, schneller zählt. Ob als Spitzensportlerin oder als Fernsehmoderatorin – ich habe alles mit großer Leidenschaft gemacht bis zu meinem Burn Out.

Eva-Maria Popp: Haben Sie bemerkt, dass ihr Arbeitstempo und die Intensität, mit der Sie Ihre Arbeit betrieben haben eine gefährliche Gradwanderung war?

Christine Stüber-Errath: Nein, das habe ich nicht wahrgenommen. Ich habe einfach getan und gemacht, so wie ich es gelernt habe. Mit Volldampf voraus. Bis es zu spät war.

Eva-Maria Popp: Was hat Ihnen aus dieser Krise geholfen?

Christine Stüber-Errath: Mein Mann war mein wichtigster Unterstützer. Ich habe das große Glück, dass ich im Alter meinen Mann, die Liebe meines Lebens, kennengelernt habe. Er hat mich aus dem Tief geholt. Allerdings musste ich mich mit mir selbst beschäftigen, um mich zu finden und neu zu erfinden. Die Muster der Kindheit waren sehr stark ausgeprägt. Vor allem musste ich das „NEIN SAGEN“ lernen.

Ich kann nur jedem raten, die Probleme auf Zettel zu schreiben und dann loszulassen, indem man diese Zettel verbrennt. Aufschreiben – loslassen und hinein in die Flammen. Außerdem ist es sehr wichtig, immer wieder über seinen Tellerrand hinauszudenken und hinausz schauen.

Eva-Maria Popp: Ich habe gesehen, dass Sie ein Buch geschrieben haben. „Meine erste 6,0“ lautet der Titel. Was steckt hinter diesem Titel.

Christine Stüber-Errath: Eine 6,0 war zu meiner aktiven Zeit als Eiskunstläuferin die höchste Note und Auszeichnung, die man erhalten konnte. Obwohl ich jahrelang als Spitzensportlerin in dieser Sportart aktiv war und sowohl den Weltmeistertitel, als auch 3 mal den Europameistertitel gewonnen habe, blieb mir die Höchstnote von 6,0 während meiner Sportlerkarriere verwehrt. Danach jedoch, vor allem nach meinem Burn Out hat mir das Leben diese Höchstnote zum 60. Geburtstag geschenkt. Ich fühle mich in meinem Alter sehr glücklich.

Eva-Maria Popp: Was bedeutet für Sie Älterwerden?

Christine Stüber-Errath: Damit habe ich insofern ein Problem, dass ich im Kopf noch wie Zwanzig bin, aber natürlich diesen Ansprüchen nicht gerecht werden kann.Ich bin oft hin-und hergerissen zwischen dem biologischen Alter und dem Fühlalter. Aber das treibt mich an. Man sollte sich seine Jugendlichkeit erhalten und vor allem neugierig bleiben, am Leben teilnehmen. Ausprobieren heißt die Devise! Das hält mich jung. Ich bin oft wie ein Kind!

Eva-Maria Popp: Lassen Sie uns noch einmal zurückgehen in die Kindheit. Wie sind Sie Eiskunstläuferin geworden?

Christine Stüber-Errath: Mit einer Freundin bin ich zum Rollschuhlaufen gegangen. Dort hat mich eine Übungsleiterin entdeckt, mit den Worten: „Na, die Kleene Errath nehmen wir mit aufs Eis. Die ist zwar pummelig, aber ulkig.“ Das hat irgendwie mein Leben geprägt, sowohl im Sport, als auch privat. Trotz einiger Gewichtsprobleme, habe ich nie meinen Humor verloren.

Eva-Maria Popp: Was bedeutet für Sie Sport?

Christine Stüber-Errath: Vor 20 Jahre hatte ich meine Schlittschuhe an den Nagel gehängt und war viel unterwegs als Fernsehjournalistin. Seit 6 Jahren gehe ich aber wieder jede Woche für eine Stunde auf die Eisbahn. Das tut richtig gut. Und den Tag beginne ich mit 20 Minuten Gymnastik. Das bringt den Kreislauf in Schwung. Diese Regelmäßigkeit, hat meine Fitness enorm verbessert. Und beim Eislaufen muss man ja auch den Kopf anstrengen, sich überlegen, wie die Schritte funktionieren. Das ist wie beim Turniertanzen: Kopftraining! Im Übrigen gibt es einen neuen Trend – Adult-Skating. Menschen, auch Senioren, die das Eislaufen vorher noch nie ausprobiert haben, können das unter Anleitung im Alter noch erlernen und Hobby-Eisläufer werden.

Man muss sich einen Sport suchen, der Spaß macht. Dann lässt man/ frau auch nicht locker. Ich betreibe nur Sportarten, die mich nicht zu sehr anstrengen und die mir Freude bereiten.

Eva-Maria Popp: Seit kurzem sind Sie auch unter die Schauspielerinnen gegangen. Was hat es damit auf sich?

Christine Stüber-Errath: Ich habe für den neuen Film „Die Anfängerin“ mit 60 Jahren noch einmal die Schlittschuhe angezogen. Der Film erzählt die Geschichte einer Frau Ende Fünfzig, die im Leben erstarrt ist und durch das Eislaufen neue Lebensfreude erfährt und sozusagen auf dem Eis auftaut. Sie erfüllt sich ihren Kindheitstraum. Ich spiele in einer spannenden Nebenrolle mich selbst.

Ich finde, das ist eine tolle Geschichte, die sehr zu mir passt – als Eiskunstläuferin und als mutige Frau. Dieser Film und seine Story machen anderen Menschen Mut, sich etwas zuzutrauen. Viele haben Wünsche und Träume und setzten sie jedoch nie um. Ich habe gelernt, dass man/ frau alles schaffen kann, wenn man es nur will.

Eva-Maria Popp: Macht es Ihnen Freude, zu schauspielern?

Christine Stüber-Errath: Die Dreharbeiten waren eine ganz neue Erfahrung für mich. Ich bin voller Hochachtung über die Leistungen der Schauspieler. Ich selbst bleibe aber doch eine Sportlerin.

Eva-Maria Popp: Haben Sie eine Botschaft an die Menschen?

Christine Stüber-Errath: Ja, die habe ich. Sicher kennen Sie das Hummelprinzip. Dort wird gefragt, ob eine Hummel fliegen kann? Die Antwort lautet: „Nein, physikalisch gesehen kann sie das nicht, weil sie zu schwer ist. Da sie diese Tatsache nicht kennt, fliegt sie munter durch die Welt.“

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Ein musikalisches Treffen mit dem sympathischen Schauspieler Ben Blaskovic

Ich liebe es, interessante Menschen zu treffen und mit ihnen über Gott und die Welt zu plaudern. Deshalb freue ich mich, dass ich erneut mit einem spannenden Interviewpartner sprechen durfte.

Aus Ihren Leser zuschriften, liebe Leserinnen und Leser, weiß ich, wie sehr Sie es schätzen, dass wir vom WIA-Team darauf achten, dass wir für unsere Reportagen mit Menschen sprechen, die etwas zu sagen haben und die Sie aus Film, Funk und Fernsehen kennen.

Von Til Schweiger über Placido Domingo, Patricia Kelly bis Bernhard Brink ist die Liste der Prominenten lang, mit denen ich für die WIA gesprochen habe.

Heute darf ich Ihnen Ben Blaskovic vorstellen – einen 30-jährigen Aus- nahmeschauspieler und besonders einfühlsamen Musiker. Er spielt u.a. den Controller Andreas „Andi“
Lorenz bei den „Rosenheim Cops“.

Wir verabreden uns in einer interessanten Location, auf dem WeberFünf-Hof in Niederbayern. An einem lauen Sommerabend sitzen wir am Lagerfeuer, die Kinder braten Stockbrot und Kartoffeln im offenen Feuer, die Erwachsenen lauschen den Klängen, die Ben Blaskovic zusammen mit dem Weber-Großvater produziert. Ben hat seine Gitarre mitgebracht, der Großvater spielt auf dem Akkordeon. Alle zusammen singen und schunkeln wir. So stelle ich mir das beschauliche Landleben einer Großfamilie vor 100 Jahren vor.

Das entspricht so ganz der Philosophie, die sich der WeberFünf-Hof auf die Fahnen geschrieben hat: Entschleunigung, das Leben mit allen Sinnen erfahren und erleben, miteinander ins Gespräch kommen, Ausspannen, neue Kraft schöpfen, ein kulinarisches Verwöhnprogramm mit einfacher, regionaler Küche nach dem FULIB- Konzept.

Dazu passt der Umgang mit den Tieren. Die Alpakas und Ponys verbreiten eine angenehme Ruhe, ihre Gelassenheit überträgt sich auf uns. Normalerweise finden auf dem WeberFünf-Hof Kinderfeste, Kindergeburtstage, Schulausflüge, Seniorenausflüge und -betreuung, Seminare und Kochkurse statt.

Heute jedoch hat sich auf dem Hof hoher Besuch angekündigt: Ben Blaskovic. „Wir waren schon ein bisschen nervös“, meint Elli Schreiner, die Juniorchefin auf dem Erlebnishof. „Doch Ben ist so natürlich und liebenswert, dass Mama und ich bald vergessen haben, dass wir ihn ansonsten im Fernsehen sehen.“

Neben der bereits erwähnten, be- liebten Serie „Die Rosenheim Cops“ sieht man den sympathischen Star auch gerne als „Schwiegermutters Liebling“ im ZDF Herzkino bei Rosamunde Pilcher und Katie
Fforde, sowie in der ersten Staffel der RTL Serie Lifeline.

Im richtigen Leben ist Ben ein echt „bayerisches Gewächs“, aufgewachsen am Schliersee, sehr bodenständig und heimatverbunden. Deshalb fühlt er sich am WeberFünf-Hof auch gleich wohl. Natürlich trägt der atemberaubende Sonnenuntergang dazu bei, dass Ben total relaxed und nach einem stressigen Drehtag bei Cilly und Elly sowie den Alpakas „echt runterkommt“, wie er sagt.

Neben dem heimatverbundenen Schauspieler gibt es eine zweite Seite an Ben Blaskovic: Es ist die Abenteurerseite an ihm. Er ist sehr weit gereist und hat längere Zeit in Los Angeles gelebt. „Hier habe ich als Schauspielschüler sehr viel gelernt und davon profitiere ich noch heute bei jeder neuen Rolle“, erzählt er mir mit leuchtenden Augen.

Sein USA-Aufenthalt hat ihm sehr gut getan, sowohl beruflich als auch persönlich. „Es ist wichtig, dass man als junger Mensch den Duft der weiten Welt schnuppert. Das formt die Persönlichkeit. Nach der Rückkehr in die Heimat ist man gewappnet für alles, was das Leben bringt.“

Die Abenteurerseite an Ben findet sich auch in seinem zweiten Beruf. Neben der Schauspielerei betätigt er sich als Eventveranstalter
in seiner bayerischen Heimat. Seine Kunden können bei ihm segeln, bergsteigen und all das unter seiner fachkundigen Führung unternehmen. Also alles, was ein Abenteuerherz höher schlagen lässt.

And last but not least ist Ben auch noch Musiker. Es groovt und
vibriert, wenn er die Gitarre zum Klingen bringt. Einfühlsam und mit einem Touch Weltschmerz zeigt er in der Musik seine besonders einfühlsame Seite. Ich habe mir seine CD „Rusty Waters“ angehört und konnte mich dadurch gut in seine Lebenswelt hineindenken.

Umso gespannter bin ich auf die neue CD „Those Who Dig“. Viele seiner Schauspielkollegen werden da sein, wenn die neuen Songs das erste Mal in der Öffentlichkeit erklingen. Eine gute Gelegenheit für alle Fans von Ben  Blaskovic, ihn live zu erleben und seine Musikerseite zu entdecken.

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EIN MANN WIE EIN BERG

Im Gespräch mit Schauspieler Ralf Moeller

Hollywoodstar Ralf Moeller wurde 1959 in Recklinghausen geboren. In seiner Jugend waren Schwimmen und Boxen seine bevorzugten Sportarten. In den 70er Jahren kam die damals noch neue und teilweise belächelte Sportart Bodybuilding dazu. Dies wurde seine große sportliche Leidenschaft, wobei in den Anfangsjahren das Wort „Leiden“ sicher auch Programm war. Doch die Anstrengungen wurden 1984 mit der Deutschen Meisterschaft und 1986 mit dem Titel „Mr. Universum“ belohnt. Wie schon bei seinem Freund Arnold Schwarzenegger war dies das Sprungbrett in die Schauspielerei. Ob im Kino oder im Fernsehen, Ralf Moeller ist nicht zu übersehen und das nicht nur wegen seiner Größe von 1,96 m. Er hat es geschafft und spielt in der Riege der ganz Großen wie Oscar-Preisträger Russel Crowe, Dwayne „the Rock“ Johnson oder Jürgen Prochnow. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, Ralf Moeller in München kennen zu lernen und ihm einige Fragen stellen zu dürfen.

WIA: In welcher Sprache sprechen Sie mit Arnie, wenn Sie sich treffen? (beide Muttersprache deutsch)

RALF MOELLER: Wenn wir alleine sind in Deutsch. Aber meist ist noch jemand anderes dabei und dann wechselt man ganz schnell ins Englische.

WIA: Lassen Sie uns an Ihrem Leben in Hollywood teilhaben und erzählen Sie uns ein besonderes Erlebnis! Was sind Ihre nächsten Projekte?

RALF MOELLER: Als der Anruf kam mit der Zusage zum Film „Gladiator“, das war schon etwas ganz besonderes. Zurzeit bin ich wieder in Deutschland um meinen neuen Film „Klassentreffen“ mit Freund Til Schweiger zu promoten. Außerdem sind wir gerade dabei, den Kinofilm „Der letzte Bulle“ abzuschließen. Sie kennen sicher die Serie von Sat1 mit Hauptdarsteller Henning Baum. Daraus wurde jetzt ein Film gemacht, der im November 2019 in den Kinos anläuft.

WIA: In den letzten Jahren haben Sie sich auch sehr stark sozial engagiert. Bitte erzählen Sie unseren Lesern etwas über Ihre Projekte „Starke Typen“

RALF MOELLER: Auch deswegen bin ich wieder verstärkt in Deutschland, z. B. im letzten November in Salzgitter, wo ich lernschwache Schüler und solche mit Migrations hintergrund mit Unternehmern vernetzt habe, und diese Schüler dadurch die Möglichkeit zu einem Praktikum erhalten oder vielleicht sogar eine Lehrstelle angeboten bekommen. Auch ist mir der Kontakt zwischen den Generationen wichtig. Jugendliche und Senioren können so viel von einander lernen.

Die Schüler können den Senioren den Umgang mit der neusten Technik, wie Laptop und WhatsApp beibringen, ihnen die Angst davor nehmen und wenn ein Senior dann mit seinem weit entfernt lebenden Enkel skypt, dann haben alle etwas davon. Senioren können wiederum ihre Lebenserfahrung mit den Jugendlichen teilen und ihnen in schwierigen Situationen helfen.

Für sein Engagement bei „STARKE TYPEN“ wurde Ralf Moeller von Kinderlachen mit dem Kind-Award ausgezeichnet.

Auch die Unterstützung unserer Bundeswehrsoldaten und -soldatinnen im Ausland ist mir sehr wichtig. Deshalb habe ich persönlich eine Auswahl an Fitnessgeräten im Wert von 30.000 Euro nach Afghanistan gebracht, um den tristen Alltag der Truppe etwas zu bereichern.

WIA: Die Gesundheit ist für uns alle ein wichtiges Gut. Das gilt für Sie als Schauspieler genauso, wenn nicht noch mehr. Haben Sie ein paar Tipps für unsere Leser?

RALF MOELLER: ERNÄHRUNG: Mit der Ernährung steht und fällt alles. Ich sage immer, 80% des persönlichen Wohlbefindens hängen von der Ernährung ab. Ernähren wir uns falsch, mit zuviel „bösem“ Zucker und Fett, kann unser Körper, auch wenn er es geistig noch könnte, nicht schaffen. Das gilt auch, oder besonders im Alter. Ich persönlich bin fast vollständig vom „roten Fleisch“ abgekommen. Seit einem Jahr ernähre ich mich fast ausschließlich vegan und fühle mich gesünder
und fitter. SPORT: Jeder so viel wie er kann und wenn möglich etwas mehr, um den „inneren Schweinehund“ nicht gewinnen zu lassen. Vor allem für Senioren ist Bewegung so wichtig – Wer rastet der rostet – und das stimmt! Aber achten Sie darauf, was der Körper noch als Wohlfühlen empfindet! Überanstrengung ist genau so falsch, wie gar keine Bewegung. Wandern, Schwimmen, Radfahren, kleine morgendliche Gymnastik sind für Senioren sehr zu empfehlen. Am Besten spricht man sich auch mit seinem Arzt ab oder geht in ein Fitnessstudio, das spezielle Seniorenangebote und Geräte anbietet.

WIA: Ich habe Sie auf der PIXX auch als großen Genießer kennen gelernt. Was sind Ihre großen und kleinen Laster/Genüsse?

RALF MOELLER: Einer guten Zigarre kann ich nur sehr schwer widerstehen. Sie ist für mich auch der Inbegriff von guter Gesellschaft und Zeit. Denn nur dann kann man eine Zigarre mit einem guten Rotwein auch richtig genießen. Das Leben zu genießen ist so wichtig und erhöht die Lebensqualität. Lieber mache ich danach ein paar Sit-ups mehr als „Buße“, als darauf zu verzichten.

WIA: „Alt werden ist nichts für Feiglinge“ hat Joachim Fuchsberger einmal gesagt. Wie gehen Sie damit um und welche Tipps haben Sie für unsere Leser?

RALF MOELLER: Wir können das Altern nicht aufhalten, wir können uns ihm nur stellen. Aber wir können ihm entgegenwirken! Mit gesunder Ernährung, ausreichend Sport und vor allem positiver Einstellung. Ich bin mittlerweile 60, habe aber immer noch die Einstellung und Energie wie früher. Dafür muss Mann/Frau aber auch etwas tun. Lassen Sie sich nicht hängen, auch wenn es hier und da einmal „zwickt“.

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VON FRAU ZU FRAU

Ein Portrait von Nina Ruge

„ALLES WIRD GUT“

Dieser Satz hat sich eingebrannt in die Köpfe ihrer Zuschauer und Fans – eine einfache Botschaft mit großer Wirkung. Auf den Tag genau, exakt zehn Jahre lang, hat Nina Ruge das Programm des ZDF mit ihrer legendären Sendung „Leute heute“ bereichert. Ein interessantes Format, mit dem sie die Fernsehlandschaft nachhaltig geprägt hat. Doch auch in vielen anderen Sendungen hat Nina Ruge wichtigen gesellschaftspolitischen Forderungen eine Stimme gegeben und Mauer blümchenthemen aus der Ecke des Tabus ins Rampenlicht geholt.  

Bunte Magazin, Nina Ruge, Stephan Pick, 2009


Ihre Kolumnen und Bücher runden ihr nachhaltiges Wirken ab, mit dem sie sich mit großer Leidenschaft einsetzt für Projekte, die ihr wichtig und eine Herzensangelegenheit sind. Als UNICEF Botschafterin übernimmt sie die wichtige Aufgabe, auf das Schicksal der Armen und Ärmsten aufmerksam zu machen, damit diese nicht  vergessen werden.

Neben ihrer Arbeit bei UNICEF unterstützt sie viele gemeinnützige und segensreiche Projekte, die sich für Frauen, Kinder, die Klimaeffizienz und ihrem Lieblingsthema, den Hunden, einsetzen. Ein weiteres Projekt, das ihr sehr am Herzen liegt, ist der Tierschutz.

Ich treffe mich für dieses Portrait mit Nina Ruge im
Foyer eines Münchner Hotels. Sie kommt in Begleitung ihrer beiden Hunde und mir gefällt die gelassene, souveräne und selbstverständliche Art und Weise, wie Nina Ruge ihre Thesen vertritt und einen großen Bogen spannt zwischen ihren Herzensthemen, die zwar sehr unterschiedlich sind, doch immer als Prämisse eine positive Lebenseinstellung beinhalten. Es sind wichtige Lebensweisheiten, mit denen sie die Menschen einen wichtigen Schritt voranbringt, die ihre Bücher und Kolumnen lesen, oder auch ihre Vorträge und Moderationen hören, mit denen sie Kongresse und große Veranstaltungen bereichert.

Mein Herz hat sie erobert mit wundervollen Zitaten, die mich sehr zum Nachdenken anregen und noch Stunden nach unserem Gespräch nachklingen.


Wie schön für mich, eine Frau zu treffen, die mit Fug und Recht ein wichtiges Role Model in unserer Gesellschaft darstellt. Für die Frauen in unserem Land hat sie gezeigt, dass es möglich ist, den eigenen Weg zu gehen und erfolgreich zu sein, wenn Frau das wirklich will. Schließlich ist Nina Ruge der Weg von der Lehrerin zur Journalistin, gefragten Fernsehmoderatorin und Autorin gelungen.


Für die älteren Frauen zeigt sie, dass das Leben jenseits der 60 mehr als lebenswert ist. Deshalb wird ihr neues Buch, an dem sie gerade schreibt, einen bezeichnenden Titel haben: „Die Freiheit der Jahre – die Chancen des Alters“.


Als UNICEF Botschafterin und Schirmfrau mehrerer wichtiger Vereinigungen zeigt sie auf, dass es zum erfolgreichen Leben eines Menschen einfach dazu gehört, sich für die Gesellschaft einzusetzen.
Und last but not least demonstriert sie durch ihr großes Interesse am Thema Energieeffizienz, dass es modernen und verantwortungsvollen Menschen gut ansteht, sich mit innovativen Technologien zu beschäftigen, zum Wohle unserer Mutter Erde.


Liebe Nina Ruge, vielen herzlichen Dank für den tiefen Einblick in ihre Denk- und Gefühlswelt. Meine LeserInnen werden begeistert sein und sicherlich den einen oder anderen Impuls überdenken und ihre ganz persönlichen Schlüsse daraus ziehen.

Lieblingszitate von Nina Ruge

„Wer der Jugend hinterherläuft, rennt dem Alter direkt in die Arme.“ WILLY MILLOWITSCH

„Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk, und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“ ALBERT EINSTEIN

„Mitten im tiefsten Winter entdeckte ich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt“ ALBERT CAMUS