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Erlebnis Kreuzfahrt

Kunst, Kultur, Kulinarik und Entspannung

Eine Kreuzfahrt mit den drei berühmten Queens der Cunard Line ist ein Erlebnis der besonderen Art. Auf dieser Reise bin ich mit Queen Victoria unterwegs nach Norwegen und Island. Mein Mann und ich sind seit Jahren passioniere Seefahrer, weil wir an Bord von Cunardschiffen unseren Hobbies frönen können. Die Queens stechen grundsätzlich von Hamburg aus in See. Das ist für mich sehr praktisch, weil ich mich noch kurz vor der Abreise mit meiner Kundin Nadja Abd el Farrag treffe, um wichtige Termine abzusprechen und zu planen. Danach bin ich bereit für das Abenteuer Kreuzfahrt.

Der Tag beginnt jeweils mit einem üppigen Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Obst, leicht gedämpft oder zum Obstsalat geschnitten, Birchermüsli oder Porridge, Eier in jeder Facon, Toast und verschiedenste Brotsorten, Wurst, Käse, Fisch, Lachs, Krabben … ein guter Start in einen erlebnisreichen Tag. An Seetagen nehmen wir jedes Mal an dem hervorragenden Lektorenprogramm teil, das immer interessante Themen bereithält. Danach ist Walken angesagt. Der Bordwalk ist lang und in der rauen Seeluft sehr gesund. Das Mittagessen fällt in unserem Fall „bescheiden“ aus, weil wir dafür die Teatime am Nachmittag genießen. Very british und in unvergleichlicher Eleganz, serviert das bestens geschulte Personal Tee, Scones, Sweets und Sandwiches. Umrahmt von klassischer Musik ist die Teatime an Bord eines Cunardschiffes für mich jeden Tag ein Highlight. Danach ist es schon Zeit, sich zum Dinner fein zu machen. Die Küche an Bord hat Sterneniveau und ist jeden Abend ein Event.

Petra Polk, Eva-Maria Popp, Nadja Abd el Farrag

Danach genießen mein Mann und ich eine der großartigen Shows, die vom Feinsten sind. Mit der Theaterdirektorin Sally Sagoe habe ich ein interessantes Gespräch geführt. Sie hat mir verraten, dass die Künstler für die Shows fast ausnahmslos vom Londoner Westend stammen. Sie bleiben ein halbes Jahr an Bord und wechseln danach auf das nächste Cunardschiff. Sally war vor ihrer Karriere als Unterhaltungsdirektorin bei Cunard eine bekannte Schauspielerin in London. Sie hat lange Zeit eine Hauptrolle in einer bekannten Fernsehserie gespielt und ist für viele Jahre selbst am Westend aufgetreten. Sogar Queen Elisabeth hat sie zu einer Audienz empfangen. Sally bestätigt mir in unserem Gespräch, dass das Royal Cunard Orchester mit Spitzenmusikern besetzt ist. Ja, das hört man. Nach der Show schwingen mein Mann und ich das Tanzbein im Queensroom. Zu den Klängen der Big Band tanzen wir jeden Abend und haben damit einen Teil der üppigen Kalorienorgien dieser Reise wieder kompensiert. Eine Besonderheit bei Cunard sind die Gentleman Dancers, die weiblich wie männlich, Einzelreisende Gäste zum Tanzen auffordern. Ich finde das Klasse. Entsprechend ausgelassen ist die Stimmung.

Auf das Tanzen verzichten wir keinen Abend. Sogar nach anstrengenden Landausflügen schwingen wir das Tanzbein. Das Vergnügen zu einer Big Band zu tanzen ist einfach zu verlockend. Ausruhen können wir uns tagsüber, wenn der nächste Seetag ansteht. Ich kann meinen Leserinnen und Lesern eine Kreuzfahrt mit einer Queen nur empfehlen. Vor allem für Senioren ist diese Art zu reisen sehr passend.

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DAS SALZBURGER MARIONETTENTHEATER

Eine über 100-jährige Salzburger-Institution

Das Spiel mit den Puppen ist so alt wie die Menschheit selbst und fasziniert uns bis heute. Zur wahren Vollendung bringt diese Kunst das Salzburger Marionettentheater.

Der aus der Steiermark stammende, akademische Bildhauer Prof. Anton Aicher gründete 1913 das Theater und drei Generationen lang leitete die Familie Aicher das Theater mit großer künstlerischer Sorgfalt und Liebe zum Puppenspiel. Durch sie wurde das Marionettentheater eine wahre Institution in Salzburg. Dieser Perfektionismus der Familie Aicher ist auch an die nächste Riege der Puppenspieler weiter gegeben worden.

Vor allem die Stücke von Mozart, wie „Die Zauberflöte“ oder „Die Entführung aus dem Serail“ bringen die Welt der klassischen Musik den kleinen Besuchern näher. Dazu werden die Stücke auf den wesentlichen Inhalt gekürzt, so dass den kleinen Zuschauern die Zeit nicht all zu lange wird, sie trotzdem den vollen Inhalt und die wunderschöne Musik erfassen und genießen können. Zum Träumen laden Stücke wie „Peter und der Wolf“, „Die Fledermaus“, „Ein Sommernachtstraum“ „Hänsel und Gretel“, “Don Giovanni“ und viele andere ein.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Besuch hinter den Kulissen, wo man mit den Puppenspielern persönlich ins Gespräch kommt und einen Einblick in die hohe Kunst des Puppenspiels erhält. „Für die Salzburger und ihre Gäste aus aller Welt ist es immer wieder faszinierend, wie totes Holz mit Stoff durch die Kunst die Fäden zu ziehen, zum Leben erweckt wird und uns für kurze Zeit aus unserem Alltag entfliehen lässt“, wie es uns der künstlerische Leiter Philippe Brunner erklärt.

Auch einen Einblick in die Puppenwerkstatt, wo alte Puppen repariert und neue Charaktere geschaffen werden, gewährt das Theater. Vor allem jetzt, in der kalten Jahreszeit, ist ein Besuch im Salzburger Marionettentheater eine gute Gelegenheit, das Herz zu erwärmen.